EA: Neue Marken statt Sequels, Sequels, Sequels

Electronic Arts ist offenbar sein Image als Cash-Cow-Großmolkerei leid und will sich nach und nach von gewissen Geschäftspraktiken verabschieden. Bislang wurde ziemlich wenig Geld in neue Spielkonzepte und -ideen investiert und dafür lieber auf Bewährtes gesetzt: „Die Sims“ mit sieben Erweiterungspaketen, „Die Sims 2“ mit acht Kompletterweiterungen und elf (!) Mini-Add-ons, „Die Sims Geschichten“ in drei Teilen, „Die Sims Carnival“ in zwei Teilen und das gerade erschienene „Die Sims 3“ mit zu erwartenden sieben oder acht Erweiterungen. Dazu gibt es noch insgesamt 17 „Sims“-Titel für verschiedene Konsolen- und Mobiltelefon-Plattformen sowie das wirtschaftliche Fiasko namens „The Sims Online“, das nur in den USA verfügbar war und mittlerweile abgeschaltet worden ist. In diesem Beispiel geht es nur um „Die Sims“ – Electronic Arts bietet aber in noch viel mehr Bereichen blutarme und ideenlose Sequels, Sequels, Sequels.

Schon 2008 habe man sich, so EA-Sprecher Frank Gibeau, ein wenig umorientiert und mit „The Mirror’s Edge“ und „Dead Space“ von Fachpresse und Spielern hervorragend aufgenommene, komplett neue (Windows-) Spiele auf den Markt gebracht. Natürlich werde es weiterhin Sequels geben, jedoch nicht in dem Ausmaß und nicht in der Frequenz wie bisher. Statt dessen sollen künftig pro Jahr zwischen zwei und drei neue Marken veröffentlicht werden. Entsprechend solle die Releasepolitik des Softwaregiganten überdacht werden, da nicht nur Spieler und Entwickler, sondern auch das Marketing (und damit die Kostenkontrolle) von längeren Zyklen profitierten. Hoffen wir’s. Und hoffen wir auch, dass sich EA der Mac-Gemeinde erinnert.

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