Robot Vacuum Simulator 2013

Manchmal stolpert man so durch das www und plötzlich denkt man:

„WOW. Genial. Das da noch keiner früher drauf gekommen ist.“

So ging mir es heute morgen, als ich den Robot Vacuum Simulator 2013 entdeckt habe.
Der RVS 13, wie er von seiner ständig wachsenden Fangemeinde liebevoll genannt wird ist die Revolution im Simulations Genre.
Was macht er also? Was bietet er? Und warum muss man ihn einfach lieben, den RVS 13?

Er Simuliert einen automatischen Staubsauger, einen dieser kleinen Dinger die selbsttätig durch die Wohnung wuseln und auch das kleinste Staubkrümmelchen begierig aufsaugen. Geboten wird dem Spieler allerhand, immerhin gilt es eine kapitale Dreiraumwohnung zu reinigen. Und auch wenn es zunächst gemächlich losgeht, spätestens wenn man über die Schwelle zum Bad überwunden hat und der Unterboden von Parkett zu Fliese wechselt läuft es einem heiß und kalt den Rücken runter. Dazu passend treibt einem der ruhige, aber dem Geschehen angepasster Soundtrack einen zu immer neuen Taten. Wer noch mehr Action braucht, der kann sich im Duell Modus mit einen menschlichen Gegner messen.
Und dieses ganze, tolle Paket haben die Entwickler in einen nur gut 45 MB großen Download gepackt.
Hier gehts zur Entwicklerseite mit dem Download-Link.

Manchmal stolpert man so durch das www und plötzlich denkt man:

„Auch du Scheiße, was soll das denn jetzt“

So ging mir es heute morgen, als ich den Robot Vacuum Simulator 2013 entdeckt habe.
Der RVS 13, wie man dieses Stück Software passender weise nennt um sich kurz zu halten ist so überflüssig wie ein Kropf. Und das gleich aus mehreren Gründen:

Wozu bitte schön muss man ein vollautomatisches Gerät, was so ein Staubsauger Roboter nun einmal ist, in der Simulation per Pfeiltatsten mit der Hand steuern? Und dann dieser grauenhafte Look. Es gibt eine Wohnung mit eckigen, künstlichen Objekten in der die die Staubflocken immer an der gleichen Stelle liegen. Man gurkt also durch diese Künstlichkeit und ist zunehmend vom der Dudelmusik, die klingt als ob sie aus einem drittklassiken Fahrstuhl geklaut wurde, genervt. Und der Zweispielermodus? Vergesst ihn einfach.
Wem es Spaß macht einem Schneckenmarathon zuzuschauen, der kann sich den Download (Mac oder Win) ja antun, alle andren sparen lieber den Speicherplatz.

Manchmal stolpert man so durch das www und plötzlich denkt man:

„Ist das jetzt noch Spiel oder ist es schon Kunst?“

So ging mir es heute morgen, als ich den Robot Vacuum Simulator 2013 entdeckt habe.
Der RVS 13 nimmt den geneigten Spieler mit auf die Reise.
Vordergründig steuert man einen kleinen Robotstaubsauger durch eine Wohnung. Aber im Hintergrund bewirkt dieses kleine Kunstwerk etwas ganz anderes in uns. Während wir gemächlich auf die kleinen Staubknäuel zusteuern bleibt uns genug Zeit über das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu sinnen. Das „Spiel“ sorgt durch seine scheinbar einfachen Mechanismen, dem beinahe schon hypnotischen langsamen Tempo des Spielablaufs und dem offensichtlichen Fehlen eines Ziels dafür das sich den Spieler entspannt auf die Suche seines Inneren machen kann.
Und ist das eigene Innere erstmal gefunden kann man sich in geselliger Runde zu Zweit auf die Suche nach der gemeinsamen Aura begeben.

Stolidus-Simulations haben mit dieser Softwareperle zwar das Rad nicht neu erfunden, aber dieses Kunstwerk hilft einem aus dem virtuellen Raum etwas in das eigene Leben zu transportieren. Und das schafft beileibe nicht jeder.

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