XCOM 2 – Let’s Play stellt PSI-Kämpfer vor

Über die Live-Spiele-Plattform Twitch hat das Entwicklerstudio Firaxis am vergangenem Donnerstag eine Mission aus XCOM 2 gezeigt. Es war das vermutlich letzte Let’s Play mit Moderator Pete Murray und Chefdesigner Jake Salomon vor Erscheinen des Spiels am 5. Februar. Dabei stand der Einsatz der neuen PSI-Kämpfer-Klasse im Vordergrund.


Hart, aber magisch

Salomon beschrieb im Stream die psionischen Kräfte als Kerntechnologie der XCOM-Serie – seit jeher. Sie sei seine Lieblingsklasse, der Spieler müsse viel Arbeit hereinstecken, dann habe er aber sehr mächtige Einheiten. Die „Zauberer“ bräuchten zudem eine relativ lange Zeit, um sich weiterzuentwickeln, so Salomon später. Sie müssen jede Fähigkeit extra erlernen – und bekommen nicht wie in anderen Klassen automatisch Skills bei der Beförderung dazu.

Der PSI-Krieger lässt sich im PSI-Labor freischalten. Das Modul kann man nach der Autopsie eines Sectoid-Alien bauen – für viel Geld. Dort lernen die Soldaten auch weitere übersinnliche Fähigkeiten für die allerdings auch weitere Forschung betrieben werden muss. Der Chef-Entwickler betonte mehrmals, dass diese Einheiten sehr teuer seien. Zu Beginn wählt der Spieler eine von vier Startfähigkeiten, mit jeder neuen steigt parallel sein Rang. So mächtig (und teuer) die neuen Kämpfer auch sind, Salomon betonte, dass sie schwerer durch Verletzungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Starke Mächte

Mithilfe des PSI-Verstärkers wirkt der Kämpfer seine Spezialangriffe oder Defensivaktionen, wie Stasis-Schilde, die seine Kameraden vor Waffenschaden schützen. Eine schöne Idee ist die PSI-Kraft „Fuse“: Sie lässt alle Granaten der ausgewählten Gegner aus der Ferne zünden, sogar die der Leichen. Auch die „Null Lance“ ist innovativ: Der PSI-Strahl schießt direkt durch Rüstung und Einheiten und schädigt damit mehrere Gegner in einer Reihe.
Wie „Fuse“ und „Null Lance“ taucht auch „Void Rift“ nicht auf der Firaxis-Seite zum PSI-Kämpfer auf. Der Rift verursachte in der Sabotage-Mission eine Explosion mit großem Radius, allerdings auch wenig Schaden. Organische Ziele können damit zusätzlich in Panik verfallen, in der nächsten Runde weiteren Schaden erhalten und die Gegner sind anfälliger für weitere PSI-Angriffe.

XCOM 2: Die Null Lance des PSI-Kämpfers schaltet Aliens aus, die aufgereiht stehen (Bildrechte: Firaxis)
XCOM 2: Die Null Lance des PSI-Kämpfers schaltet Aliens aus, die aufgereiht stehen (Bildrechte: Firaxis)

Mit „Inspire“ lässt sich eine Aktion des PSI-Kämpfers auf ein anderes Team-Mitglied übertragen, es erhält sofort eine Aktion mehr. So rettete der Moderator seine missgeleitete Figur aus dem Kreuzfeuer aufgescheuchter Aliens.
Gleich zwei Formen von Gedankenkontrolle präsentierten die beiden Firaxis-Mitarbeiter: „Insanity“ verursacht bei Erfolg einen Schaden und kontrolliert den Gegner ein paar Runden, während „Dominion“ die Figur für den Rest des Spiels unter die Kontrolle des Spielers setzt. Dafür ist diese Kraft nur einmal einsatzbar, einen Misserfolg will man da nicht riskieren. Einige Kräfte der Psionischen Kämpfer leiten ihren Erfolg von der Willenskraft der Opfer ab – andere nicht, wie etwa die Null-Lanze.
Einen garantierten Erfolg verspricht „Soulfire“, je nach Willenskraft des Gegners 4 bis 6 Schadenpunkte. Kleines Extra dabei: Es besteht die Wahrscheinlichkeit, vom Attackierten Gesundheitspunkte zum PSI-Soldier zu übertragen – „Soul Steal“ genannt.

In XCOM 2 gibt es gleich zwei Arten der Gedankenkontrolle für PSI-Kämpfer. (Bildrechte: Firaxis)
Gleich zwei Formen der Gedankenkontrolle finden in XCOM 2 (Bildrechte: Firaxis)

Was sonst noch auffiel…

Beeindruckend waren bereits die Upgrades, die Pete Murray zu Beginn des Spieles des Waffen seiner Einheiten spendierte. Man sah etwa erweiterte Magazine, Laservisire in verschiedenen Stufen und automatische Lader. Neben den offensichtlichen Boni gab es auch kleine Überraschungen, wie zum Beispiel den „Hair Trigger“: Der Spezialabzug spendiert dem XCOM-Kämpfer eine Extra-Aktion. Die Upgrades findet der fleissige Stratege in den Missionen, die Gegner lassen sie fallen. Folgender Tipp kam dazu von Salomon: Es gibt eine Option in dem Modul „Guerilla-Tactic-School“, mit dem die Gegner sogar mehr Equipment fallen lassen.
Zudem können Spieler Upgrades in der Entwicklungsabteilung erforschen, die anschließend allen Waffen der jeweiligen Klasse zu Gute kommen – so etwa der „Erweiterte Granatenwerfer“, der alle Granatwerfer verbessert. Insgesamt sieht es so aus, als ob es sehr viel mehr Waffen gibt als im Vorgänger, die sich zudem umfassend individualisieren und mit verschiedenen Munitionsarten laden lassen.

XCOM 2: Der Spieler kann mit einer ganzen Reihe von Upgrades die Waffen individualisieren (Bildrechte: Firaxis)
XCOM 2: Der Spieler kann mit einer ganzen Reihe von Upgrades die Waffen individualisieren (Bildrechte: Firaxis)

Neu war ebenfalls, dass Sabotage-Missionen in XCOM 2 stattfinden werden. Einziger Nachteil: Die Alien-Einrichtungen sind schwer bewacht, unter anderem von Geschütztürmen, die zweimal in der Runde schießen können.

[contentad]

Hintergrund XCOM 2

Im Gegensatz zum beliebten Vorgänger XCOM: Enemy Unknown, beziehungsweise seiner Erweiterung Enemy Within beherrschen die Aliens die Erde und der Spieler führt Guerrilla-Teams an, um diese Herrschaft zu brechen. Ursprünglich kündigten die Entwickler das Spiel für November an. Um die Zeit für die Fans zu versüßen, veröffentlichten Sie detaillierte Informationen darüber, welche Einheiten, Gegner und Karten zu erwarten sind und wie das Spiel gestaltet sein wird. Das Spiel kann man bereits als Standart (49,95 Euro) oder Digital Deluxe Edition (64,99 Euro) bei Steam kaufen. In der Deluxe Edition ist das Erweiterungspaket „Reinforcement Pack“ bereits erhalten, dass mit 19.99 Euro zu Buche schlägt. Vorbesteller bekommen zudem zusätzlichen Outfits, Kopfbedeckungen und Kriegsbemalungen und dürfen einen Überlebenden des alten Kriegs als Rekrut freischalten (Resistance Warrior Pack).

XCOM® 2
XCOM® 2
Entwickler: Firaxis Games, Feral Interactive (Mac), Feral Interactive (Linux)
Preis: 49,99 €

Mehr zu XCOM 2 lest Ihr hier:

XCOM 2 angekündigt

XCOM 2 Digital Deluxe Edition und Reinforcement Pack vorgestellt

Den Vorgänger XCOM: Enemy Unknown gibt es weiterhin auf Steam und im Mac App Store. Wer das Spiel noch nicht kennt, kann sich damit schon mal „warmspielen“.

XCOM Enemy Unknown - Elite Edition
XCOM Enemy Unknown - Elite Edition
XCOM: Enemy Unknown
XCOM: Enemy Unknown
Entwickler: Firaxis Games, Feral Interactive (Mac), Feral Interactive (Linux)
Preis: 19,99 €