Arktis MAC DAY 2006

von Gero Pflüger, 3. Dezember 2006
12:30 Uhr. Ich bin bei arktis.de angekommen. Das ist nicht so selbstverständlich, wie es klingt, denn Rosendahl-Osterwick zu finden, ist dank Routenplaner theoretisch ganz leicht, dank Baustellen und entsprechender, nicht näher ausgeschilderter Umleitungen über Kuhdörfer in der Praxis quasi unmöglich. Aber: Ich bin angekommen. Und mit mir ist der gesamte Kreis Coesfeld da. Und noch bestimmt eine ganze Menge anderer Leute. Unfassbar. Während ich das hier tippe, hängen mir drei Leute über der rechten Schulter, wohl in der Annahme, dass ich zu den Ausstellern gehöre, und links neben mir knutscht ein junges Pärchen sehr verliebt und ebenso geräuschvoll. Kurz: Hier ist Chaos.

Rainer Wolf, der Chef des Versandhandels, überragt das Chaos. Einerseits natürlich wegen seiner beachtlichen Körpergröße, andererseits auch wegen seiner stoischen Ruhe, die in dieser Situation einfach bemerkenswert ist.

Ich hatte noch keine Möglichkeit, irgendetwas genauer anzuschauen, aber immerhin konnte ich Marc Korthaus begrüßen, den Obermotz von macnews.de, der hier seine .Mac-Konkurrenz zu präsentieren versucht. Auch Reinhild Altenau von RuneSoft ist da – sie zeigt das nächste Woche zu erwartende Adventure „Ankh„.

Ein Stand von Belkin ist da, Kensington, Apple und diverse andere. Ich muss mir erst einmal einen Überblick verschaffen gehen. Und vielleicht ein Stück des bekanntermaßen leckeren Wolf’schen Kuchen in mich reindrücken… Diesen Text schreibe ich dann nachher für euch weiter. Bilder muss ich nachreichen, denn ich habe das Kamera-Kabel vergessen…

13:06 Uhr. Der Kuchen ist einmal mehr überzeugend. Neben mir sitzt, während ich das leckere Gebäck vertilge, Hendrik von macnotes.de und spickt sich das Kennwort für das arktis-Netzwerk, das sich immer nach einem Ruhezustand brav verabschiedet. Nun tippselt auch er seinen Text in sein PowerBook G4 (das Schöne, das Kleine, das mit 12-Zoll-Screen). Ich bleibe am Ball! Stellt mir eure Fragen in die Kommentare!

13:15 Uhr. Der Typ von Crumpler (das sind diese Laptop-Taschen) versucht mich davon zu überzeugen, dass meine Crumpler-Neoprentasche ganz toll sei. Ist sie aber nicht. Sie ist wabbelig, fettfleckenanfällig („Die kannste doch rausbügeln!“) und nicht einmal wasserdicht. Aber manch andere Crumpler-Tasche ist schon schick.

Zwei Jungs haben mir gerade fünf Tombola-Lose verkauft, das Stück zu einem Euro. Zu gewinnen gibt es jede Menge Zeugs, fast alles rund um den iPod, aber auch andere Dinge, die ich wegen des Andrangs noch nicht habe ansehen können. Der Erlös der Tombola geht an den „Bunten Kreis„, der sich um schwerkranke Kinder kümmert. Auch der macnotes-Kollege hat fleißig Lose gekauft. Sehr vorbildlich von der Mac-Presse, oder?

13:28 Uhr. Erste Bilder vom MAC DAY gibt es bei macnotes.de zu sehen!

13:30 Uhr. Ein Durchschnittsalter der Besucher auszumachen ist schwierig – es sind sehr viele Familien da, und alle haben sie ihre Kinder dabei, von denen einige nicht älter als ein paar Monate sein dürften. Also schlüsseln wir es mal auf: Das Durchschnittsalter der Kinder (alles bis 12) dürfte so bei acht Jahren liegen. Das der Jugendlichen (zwischen 13 und 18 Jahren) geht wohl gegen die 16 Jahre, und bei den Erwachsenen ist der Durchschnitt in Richtung Mittdreißiger zu suchen. Interessante Verteilung, wie ich finde.

13:52 Uhr. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Verlosung um 16 Uhr durch Mola Adebisi durchgeführt wird. Das war mal ein Moderator beim Musiksender VIVA, der damals auch noch vornehmlich Musik brachte. Mittlerweile ist der Sender von MTV geschluckt und verdreht worden und niemand erinnert sich mehr an die erste echte Alternative zum US-Giganten. Schade eigentlich. Herr Adebisi betreibt mittlerweile einen eigenen Musiksender, und ich kenne keinen, der den kennt. Aber egal: Bis 16 Uhr könnt ihr noch Lose kaufen!

13:57 Uhr. Was mich besonders freut, ist, dass Herr Wolf senior hier herumläuft. Vor einigen Wochen hat er einen Herzinfarkt erlitten, doch glücklicherweise hat er ihn anscheinend überstanden. Er sagte mir, dass er nun ein bisschen kürzer trete, aber er strahlt noch genau dieselbe Freude und Energie aus wie vor zwei Jahren, als ich ihn das letzte Mal sah. Im Moment beobachte ich ihn, wie er sich mit den Gästen unterhält, während im Hintergrund ein Laserschwert zischt.

14:20 Uhr. Die Cola ist alle. Jetzt steigen sie alle um auf Fanta. Wenn die wiederum alle ist, wird nur noch Wasser getrunken, und wenn das alle ist, können wir nicht einmal Schnee schmelzen, denn draußen sind es 13 Grad (3. Dezember!!).

Mittlerweile habe ich einen Blick auf die Preise werfen können. Holla! Angefangen von USB-Tannenbäumchen über Crumpler-Beutelchen bis hin zu diversen iPods steht hier alles rum. Und ich habe ganze fünf Lose im Topf! (Beim letzten Mal vor zwei Jahren habe ich nichts gewonnen – da finde ich, dieses Jahr könnte ich den Hauptpreis abräumen.)

14:58 Uhr. Mein Akku neigt sich dem Ende entgegen. Natürlich habe ich an mein Netzteil gedacht, aber Steckdosen sind hier Mangelware… Mal schauen.

So langsam leert sich das Kuchenbüffet, und alles drängelt sich in Richtung Bühne, die Adebisi spaßig als „Tritt“ bezeichnet hat. Die Verlosung beginnt aber dennoch erst in einer Stunde – wieso also die Drängelei?

15:09 Uhr. Gerade bin ich über die Vorzüge von msu-Software informiert worden. Spannende Sache, aber eine Berichterstattung bei einer Spiele-Seite wie macinplay doch eher fehl am Platze. Das Gedränge in den Räumlichkeiten wird übrigens wieder größer. Und der Akku leerer. Ich suche mal ’ne Steckdose…

15:59 Uhr. Die Hölle ist los. Der Adebisi kommt nicht bis zur Bühne durch. Verlosung geht gleich los, und ich werde natürlich *alles* gewinnen. 🙂

16:01 Uhr. Unfassbar. Rainer Wolf und Mola Adebisi stehen auf dem „Tritt“. „Jetzt gibt’s Preise“, sagt Rainer. „Möchte noch einer Lose?“ fragt der Knirps unerschütterlich. Allgemeine Spannung macht sich breit.

16:03 Uhr. Mein MacBook Pro hatte 20 Minuten Saft an einer Steckdose, jetzt sollte es wieder ein paar Minuten reichen. „Gewonnen“ habe ich schon was am Kensington-Stand: eine Packung Gummibären und ein einzelnes Kondom. Die Sicherheitsleine durfte ich leider nicht „gewinnen“.

16:05 Uhr. Mola ist leider nicht zu verstehen. Sein helles Stimmchen geht im allgemeinen Gemurmel unter. Rainers sonorer Bass hingegen trägt gut.

16:07 Uhr. Der erste Kleinpreis ist verlost. Irgendwie finde ich unfair, dass die kleinen Sachen zuerst rausgehauen werden, denn diejenigen Lose sind ja nun aus dem Pott raus, und ihre Käufer haben keine Chance mehr auf einen Großpreis.

16:10 Uhr. Mein Akku läuft wieder auf Reserve. So ein Mist. Ich berichte wohl später zuende… 🙁

22:50 Uhr. Ich bin wieder zu Hause, mein MacBook Pro hängt am Stromnetz, ich kann wieder arbeiten und einige Kommentare nachreichen. Also, Punkt 1: Die Preise sind kreuz und quer durcheinander verlost worden. Zufällig waren es halt kleine Preise, bis mein Book den Geist aufgab. Punkt 2: Mola war dann doch noch zu verstehen. Punkt 3: Ich habe was gewonnen. Wenn auch keine iPods, so doch immerhin eine kleine Crumpler-Tasche in iPod-Größe und ein Buch namens „Farbmanagement für Fotografen„. Nun bin ich zwar kein Fotograf, sondern Grafiker, aber die inhaltliche Schnittmenge insbesondere in diesem Themenbereich ist doch recht groß. (Boah, ich habe was gewonnen, und das, wo ich gerade vorher noch mit Marc Korthaus darin übereingestimmt hatte, dass wir beide *nie* was gewinnen!) Nur den Kuschel-Arktisbären, den meine Frau verlangt hatte, gibt es nicht mehr, nicht einmal mehr zu kaufen. Da wollte ich ihr dann ersatzweise einen iPod-Vibrator mitbringen, aber auch die waren schon restlos ausverkauft…

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