Civilization IV: Warlords

Von Tom

Here we come again!

Seit meinem Civ 4 Review bin ich bekennender Fan des Spieles und um so mehr freut es mich, wenn nach Monaten des Zockens mal frischer Wind ins Szenario bläst. Ob dieser Wind auch wirklich frisch ist und Verbesserungen mit sich bringt, wollen wir uns hier mal näher ansehen. Denn oft kann das AddOn dem Hauptteil nicht mehr das Wasser reichen.

Wenn man wie ich doch schon ein paar Stunden mit Civilization verbracht hat, dann hat man diese schöne Welt schon x mal erobert. Naja oder wurde niedergemacht, je nach Tageskondition 😉
Dabei ging’s quer durch die Epochen vom Steinzeitalter bis hin zur modernen Raumfahrt. Da wird es Zeit für neue Spielaspekte und Szenarien. Und genau diese bekommen wir mit Warlords auch. Es gibt sechs neue Szenarien welche sowohl als Kampagne als auch als einzelnes Szenario spielbar sind. Mit dabei sind neue Völker wie die Kartager, die Kelten, die Koreaner, die Ottomanen , die Wikinger und last but not least die Zulus. Natürlich hat jedes Volk wieder seine eigenen speziellen Einheiten, bekannte Führer aus deren Zeit und stimmungsvolle und geniale Begleitmusik *g

 

 

Warlords hat seinen Namen nicht von ungefähr. Verantwortlich dafür ist die neue Einheit im Spiel, die man vielleicht am besten mit alten großartigen General aus den vorherigen Civ Teilen vergleichen kann. Und die Warlords treten in den normalen Kampagnen als DIE großen Generäle an. Ausgestattet mit jeder Menge Fähigkeiten, führen sie die Armee in die Schlacht. Dadurch bekommen die unterstellten Einheiten zusätzliche Erfahrung. Nicht schlecht oder? Auch kann man durch sie die Produktion von Einheiten in einer bestimmten Stadt beschleunigen und auch sie kommen dann auch gleich mit extra EXP daher.

Diese Ergänzungen sind zwar ganz nett, aber wirklich bahnbrechend sind sie nicht. Die normalen Kampagnen spielen sich eigentlich wie die alten, nur gibt’s halt neue Anführer und Völker. Ebenso mit dabei, eine neue Schar von Weltwundern. Aber auch die Reihen sich ganz still zu den alten. Eines jedoch sticht total hervor. Die große Mauer! Sieht wirklich cool aus, wie die Bevölkerung in Windeseile eine riesige Mauer um die Staatsgrenzen zieht. Und wie immer gilt: wer zuerst fertig ist hat gewonnen.

unser Alex mal wieder 😉

Ein Teil der Szenarien widmet sich der Neuerzählungen von alten epischen Schlachten. Alexander’s Eroberung z.B. erzählt die Geschichte von Alexaner dem Großen im vierten Jahrhundert vor Christi Geburt. Das Ziel hier besteht darin, sich den Weg Richtung Osten, quer durch das persische Imperium nach Indien zu erobern. Und das in einer bestimmten Zeit.
Hierbei darf man wirklich nicht zimperlich sein. Denn Zeit ist knapp. Auch in der Mittelmeergegend angesiedelt sind die Peleponesischen Kriege und der Aufstieg Roms. Im Ersteren muss man, dank der Lage Griechenlands, die Seeherrschaft erringen um seine Feinde nieder zu ringen. Hierbei kann man sich entweder auf die Seite der Spartaner oder auf die der Athener schlagen. Im Römer-Szenario verlagern sich die Kämpfe weg vom Wasser hin auf das gesamte Mittelmeer Gebiet. Auch hier hat man wieder die Qual der Wahl, welches Volk man zum Aufstieg führen möchten (oder zum Abstieg *hehe). Die Auswahl erstreckt sich hier von den Kartagern, den Römern, und Kelten bis hin zu den Ägyptern und Griechen.

 

 

Zwei weitere Szenarios sind im fernen Osten beheimatet. Das Szenario rund um Genghis Khan stellt die gewohnte Spielweise etwas auf den Kopf. Hier geht es nicht um erobern und besiedeln, sondern eher um erobern und alles bis auf die Grundfesten nieder zu brennen.
Da die Mongolen ja ein Volk von Nomaden sind, habe sie keine Städte im herkömmlichen Sinne.

Sie haben immer ihre Zeltstätten dabei und abhängig davon, wo sie diese aufstellen, können sie bestimmte Einheiten rekrutieren. Grasland bedeutet Kavallerieeinheiten, während man in Wüstengegenden Infanterie und im Waldstücken Katapulte produzieren kann. Vorausgesetzt man hat die entsprechende Technologie vorher von einer besiegten Zivilisation eingesackt 😉

von Bloolines und Religionen

Währenddessen sind auch die Chinesen nicht untätig und man kann in der Rolle eines der großen Häuser der damaligen Zeit nach Ruhm, Ehre und Macht ringen. Das Ziel ist, wie könnte es auch anders sein, der Kaiser von China zu werden. Hier ist auch, wie sagt man so schön, der Weg das Ziel. Und von deren Sorte gibt es zwei. Entweder man geht mit brutaler Gewalt vor oder man setzt ganz auf Diplomatie, um auf diese Weise genug Stimmen der Rivalen im Konzil zu bekommen.

 

 

Doch hier hat sich auch einiges geändert. Die Religionen wurden durch Blutlinien ersetzt und nicht selten kommt es vor, dass man durch arrangierte Hochzeiten, die Rivalen in seine Familie und damit auf seine Seite zieht. Ein interessanter Aspekt, oder?
Auch der Tech Tree wurde komplett überarbeitet und ergänzt wunderbar die Massenarmeen zu dieser Zeit. Auch ganz nett: jeder Fraktion steht eine „Chinesische Mauer“ im Miniformat zur Verfügung. Nur eben mit dem Unterschied, dass diese kleine Mauer alle bauen können.

Dann hätten wir noch das „ Omen“. Vielleicht das interessanteste Szenario. Ort des Schauspiels ist das 18. Jahrhundert in Nordamerika. Also Kontrahenten stehen einem hier die Briten und die Franzosen zur Verfügung. Beide bemüht, die neue Welt für sich zu erobern und dabei Katholizismus und Protestantentum zu verbreiten. Dadurch ist es nur logisch, dass auch das Ziel mit Religion zu tun hat. Aufgabe ist, min. 75% des Landes zu bekehren. Jedoch wäre das alles zu einfach und des wegen gibt es natürlich auch noch einen kleinen Hacken an der Sache. In gewissen Abständen erscheint quasi naja sagen wir mal „der hl. Geist“ und bläst denjenigen, welcher an letzter Stelle steht mit Feuerbällen von der Landkarte. Also immer schön darauf achten, vor den Konkurrenten zu sein.

Zu guter Letzt wären da noch unsere Freunde die Barbaren. Diese dürften einem ja gut bekannt sein, immerhin nerven sie einen ständigen mit ihren Angriffen in den normalen Kampagnen.
Dieses mal ist alles anders herum. Man selbst steuert diese kleinen Raufbolde und die KI übernimmt die Steuerung der anderen Völker. Mit eurem Stamm könnt ihr keine Städte erobern, dafür aber um sie gewaltiger platt machen. Und genau das ist euer Ziel. So viele Civs wie möglich platt zu machen. Dadurch bekommt ihr mehr Gold, welches dann wieder in neue Einheiten investiert werden kann. Mal eine nette Abwechslung für zwischendurch, meint ihr nicht?
Fazit

Im Gegensatz zu vielen anderen Erweiterungen, welche nur mehr Level bieten und diese durch zu hohe Schwierigkeitsgrade hinaus zu zögern versuchen, bietet Civ IV: Warlords wirklich neues Material für alte Veteranen. Jedoch muss ich eingestehen, dass die Level für Anfänger wohl doch etwas schwer sein dürften.
Leider fehlen mir etwas die Ansätze in den neuen Zeitaltern. Chinesische Mauern und römische Schlachten sind ganz nett aber wo sind die Errungenschaften des 21. /22 /23. Jahrhunderts. Hier gäbe es meiner Meinung nach viele Ansatzpunkte. Vielleicht ja mit dem nächsten AddOn?

Alle Fans der Serie werden hier sicher zugreifen. Für Gelegenheitsspieler, die sich nur im Single Player tummeln, würde ich sagen, lieber warten bis der Preis etwas fällt 😉

 

Publisher
Aspyr
Produktseite
http://www.aspyr.de/civivwarlords/index.html
Deutscher Vertrieb
Application Systems Heidelberg
Mind. Systemanforderungen
Betriebssystem: Mac OS X 10.3.9 oder neuer
CPU: PowerPC G5 oder Intel
CPU-Geschwindigkeit: 1,8 GHz oder schneller
Speicher: 512 MB oder mehr
Festplattenplatz: 3,5 GB freier FestplattenplatzEmpfohlene Systemkonfiguration

Betriebssystem: Mac OS X 10.4.6 oder neuer
CPU-Geschwindigkeit: 2,0 GHz oder schneller
Speicher: 1 GB oder mehr

*Nur originale Apple-CPUs, CPU-Upgrades werden nicht unterstützt.

-Unterstützte Grafikkarten:
NVIDIA GeForce 5200, 6600, 6800, 7300, 7800
ATI Radeon 9600, 9650, 9700, 9800, X600, X800, X1600, X1900
Intels integrierte Grafikchipsätze (GMA 950) werden nicht

Testsystem
iMac 20″CD 2 GHz 2 GB Ram OSX 10.4.7
MacBook Pro 1GB RAM X1600 128MB OS X 10.4.7
G5/2,7Ghz Dual 3GB Ram ATI Radeon X800 OS X 10.3.7
Pro
neue Aspekte in Sachen Gameplay
gleichbleibende Qualität bei den Kampagnen und Szenarien
Contra
für Anfänger etwas zu schwer
es fehlen Kampagnen und Szenen aus der NeuzeitDieser Testbericht erschien ursprünglich auf crackintosh.de und wird mit freundlicher Genehmigung von Olaf Kasper und seiner Autoren hier für die Nachwelt erhalten.

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