DTM Race Driver 3

Inhalt

Bei DTM Race Driver 3 (macinplay-Shop) handelt es sich um ein Rennspiel, das sich nicht wie Colin McRae Rally Mac auf eine Rennspieldisziplin beschränkt. Vielmehr werden 35 verschiedene Disziplinen geboten – von Rennen mit echten Klassikern wie den alten Silberpfeilen über Tourenwagen und Rallye bis hin zur Formel-Klasse. Laut Hersteller sind über 70 lizenzierte Fahrzeuge sowie über 80 Rennstrecken aus aller Welt in das Spiel integriert worden. Pro Rennen sind bis zu 21 Autos zur selben Zeit auf der Strecke.

Steuerung

Dem Spieler ist es überlassen, ob er lieber mit der Tastatur oder einem Gamepad bzw. Lenkrad seinen Boliden steuern möchte. Zum Test standen mir meine Apple Alu-Tastatur und das Logitech Actionpad zur Verfügung. Zuerst probierte ich es mit der Tastatur. Eigentlich bin ich seit meinen Amigazeiten ein absoluter Gegner der Tastatursteuerung bei Computerspielen. Ich habe schon immer lieber mit Joystick/Gamepad bzw. Lenkrad gespielt. So hatte ich anfangs auch einige Probleme mich auf der Strecke zu halten. Nach ein paar Stunden hatte ich die Steuerung aber gut im Griff und konnte erste Erfolge verzeichnen. In der nächsten Rennstufe allerdings kam ich mit der Tastatur nicht mehr voran. Spätestens hier muss zum Gamepad gegriffen werden.

Der Grund für die Untauglichkeit der Tatstatur liegt nicht unbedingt an der ansteigenden Schwierigkeit im Laufe des Spiels. Vielmehr ist die Notwendigkeit, die unterschiedlichen Rennklassen und die damit verbundenen Fahrzeuge präzise steuern zu müssen, Schuld an diesem Umstand. Denn jedes Fahrzeug spielt sich auch anders. Während sich ein Renault Clio auf der Rennstrecke noch einigermaßen einfach steuern lässt, so ist spätestens bei den US Muscle Cars Schluss damit. Bei diesen Gefährten kommt man sich vor wie Spongebob Schwammkopf in Mrs Puffs Bootsfahrschule. Wenn die Streckenbegrenzung nicht so stabil wäre, gäbe es mit Sicherheit Tote auf der Tribüne. Aber ich habe mich Rennen für Rennen vorgearbeitet und die Gegner schrottreif gefahren (siehe Screenshots).

Gameplay

Diese rasante Fahrweise wird aber in anderen Rennserien mit harten Strafen geahndet. So kann es durchaus vorkommen, dass man als Sieger eines Rennens ohne Punkte dasteht, weil man eine dicke Zeitstrafe für das Abkürzen über den Rasen aufgebrummt bekommen hat. Bei der US Muscle Cars Serie scheint das Rammen von Gegnern nicht nur erlaubt sondern geradezu erwünscht zu sein. God bless America!
Aber Zeit- oder Punktstrafen sind nicht das einzige, was einen Rennfahrer vom Erfolg abhalten kann. Je mehr Zusammenstöße man fabriziert, desto schlechter lässt sich das eigene Auto im Anschluss beherrschen. So kann es passieren, dass nach einem vergleichsweise harmlosen Crash auf einmal die Lenkung versagt und man das Rennen aufgeben muss. So ist nunmal das Renngeschehen und so soll es sein.

Es stehen verschiedene Rennmodi zur Verfügung: Welttournee, Profikarriere und „Simulationsmodi“. Bei der letzten Option kann man wählen zwischen Freies Rennen, Zeitfahren, Multiplayer, Netzwerk und Online Spielen.
Vom Multiplayermodus, bei dem zwei Spieler im Splitscreen gegeneinander antreten, sollte man Abstand nehmen. Es sei denn, es steht ein hochperformanter Mac zur Verfügung. Auf meinem Rechner gab es eine Ruckelorgie sondersgleichen, und die Soundkulisse mit ebenfalls „ruckelnden“ Motorgeräuschen brachte mich fast um den Verstand.

Für das Onlinespielen ist die kostenlose Software GameRanger notwendig, welche nicht mitgeliefert wird und auf dem stärksten Rechner installiert werden sollte. Der entsprechend ausgestattete Computer fungiert dann als Spielserver. Die Netzwerk- und Onlinevarianten von DTM Race Driver 3 konnte ich leider nicht testen.

Bei der Welttournee darf man eine ganze Motorsportkarriere nachspielen. Man startet in der untersten Rennklasse wie z.B. dem Autosport Clio Cup. Wenn die Meisterschaft erfolgreich abgeschlossen wurde, wird eine neue, höherwertige Rennklasse freigeschaltet, an der man dann teilnehmen darf. Als Glanzpunkt seiner Karriere steigt man nach den entsprechenden Erfolgen in einen BMW Williams und dreht seine Runden. Soweit habe ich es allerdings noch gar nicht geschafft.

Während der gesamten Karriere steht einem Rick mehr oder weniger hilfreich mit Rat und Tat zur Seite. Rick ist der Manager und gibt nach jedem Rennen seinen Senf dazu. Diese animierten Zwischensequenzen wirken etwas hölzern und wie aus einem schlechten US-amerikanischem Rennfilm geklaut, inklusive intelligenter Dialoge.

Als zusätzliche Spielvariante kann man bei der Profikarriere die verschiedenen Rennklassen durchfahren, ohne eine eigene Karriere verfolgen zu müssen.

Irgendwie finde ich übrigens, dass bei den beiden Spielmodi Welttournee und Profikarriere die Namen vertauscht wurden. Aber was soll’s…

Grafik

Für diesen Test habe ich die voreingestellten Grafikoptionen verwendet:

Draw Distance: 15/15
Car Reflection Quality: 8/13
Special Effects Quality: 12/20
Car Level of Deatil: 5/10
Texture Quality: 5/5
Graphics Quality: 3/3
Shadow Quality:2/2
Hi-Res Bonnet Reflection: An
Hi-Res Movies: An
Anisotropic Filtering: Aus
Lock Frame Rate: Aus
Video-Auflösung: 800×600 Pixel

Bei der Grafik bin ich ziemlich zwiegespalten. Einerseits finde ich die Settings gerade bei den Offroadstrecken echt wunderschön. Wenn man durch die Kiesgrube rast, vorbei an den riesigen Baufahrzeugen, das hat schon was. Auch die Spiegelungen und der Schattenwurf sind wirklich schön anzusehen. Jeder einzelne Sonnenstrahl, der durchs Laub fällt, findet sich auf dem Asphalt oder der Motorhaube wieder. Vor allen Dingen von der Onboardkamera aus gesehen, gefällt mir die Grafik sehr gut. Nette Details wie die kaputten Scheinwerfer, die verbeulte und klappernde Motorhaube oder die Fahrertür die bei einer scharfen Kurve auffliegt und den Piloten „entblößt“ machen das Rennen zu einer Augenweide. Dem gegenüber steht die doch sehr flache Landschaft. Solche zweidimensionalen Pappkameraden und Bäume am Wegesrand sind mir das letzte Mal bei Lotus Esprit Challenge auf dem Amiga untergekommen. Da hätte man bestimmt noch einiges besser machen können.

Während eines Rennens ist es eigentlich nie zu einem Ruckler gekommen. Das Spiel läuft durchaus flüssig. Bei den Replays sieht die Sache ganz anders aus. Hier ruckelt sowohl in Grafik als auch im Sound heftig. Das ist teilweise nicht schön anzusehen und -hören.

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Sound

Der Sound ist unspektakulär. Unterschiede zwischen Renault Clio und Renntruck lassen sich zwar ausmachen, aber die bemerkt man nur, wenn man ganz genau hinhört. Anhand der Geräusche kann man allerdings feststellen, ob man zur Zeit auf Asphalt, einem matschigen Waldweg oder in der Kiesgrube unterwegs ist. Sehr schön. Die jubelnden Pappkameraden am Streckenrand wiederum klingen sehr eintönig. Die Musikbegleitung in den Menüs ist, wie bei anderen Rennspielen auch, mit der Zeit ziemlich nervig.

Die Sprachausgabe ist sehr klar und deutlich. Dies ist vor allen Dingen bei der Rallye sehr wichtig. So kommt es nach dem Rennen nicht zu solchen tragischen Auseinandersetzungen wie: „Wieso hast Du rechts gesagt!“ – „Ich hab‘ nicht rechts gesagt! LINKS hab‘ ich gesagt!“

Fazit

Alles in allem ist DTM Race Driver 3 ein gelungenes Rennspiel, das immer zu einer neuen Runde einlädt. Es ist ganz erfrischend, einmal andere Rennklassen als Rallye, Tourenwagen und Formel-1-Meisterschaften zu probieren. So ein Renntruck fährt sich doch ganz anders – immer dran denken: frühzeitig bremsen!
Um den ganzen Spaß in vollen Zügen genießen zu können, sollte man über einen halbwegs aktuellen Mac verfügen. Sonst ruckelt es doch zu stark.

Auf jeden Fall ausprobieren!

Systemanforderungen

Mindestvoraussetzung (Herstellerangabe)
Mac OS 10.4.8
1,8 GHz Intel
512 MB RAM
128 MB VRAM 3D
8,5 GB HD
Tastatur und Maus
DVD

Empfohlene Voraussetzungen (Herstellerangabe)
Mac OS 10.5
2,4 GHz Intel
1,5 GB RAM
256 MB VRAM 3D
8,5 GB HD
Gamepad
DVD

Testsystem
MacBook Pro
Mac OS 10.5.7
2,0 GHz Intel Core Duo
2 GB RAM
ATI Radeon X1600 128 MB VRAM
100 GB HD frei
Tastatur und Gamepad (Logitech Actionpad)
DVD

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