GameLauncher

Mac OS X bietet viele Vorteile und viele kleine Helferlein die unbemerkt im Hintergrund ihre Dienste anbieten. Was aber tun, wenn man einmal die ganze Kraft der zwei Herzen braucht? Alles von Hand beenden oder gar den Mac neu starten? Das muss nicht sein. »GameLauncher« heißt ein kleines Programm, das Hilfe verspricht. Es beendet überflüssige Prozesse – und startet sie auch wieder.

Startet man »GameLauncher«, öffnet sich ein kleines Fenster, in dem alle laufenden Programme angezeigt werden. Hier kann man auswählen, welche man beenden möchte und welche trotz erhöhtem Leistungsbedarf weiterlaufen sollen. Dabei kann man auch Programme beenden, die sich beim Starten des Macs in Hintergrund öffnen. Jetzt noch oben links das Programm auswählen, das man starten möchte und auf Launch klicken.
»GameLauncher« beendet die unerwünschten Prozesse und legt einen Schnappschuss an. Dann wird das gewünschte Programm automatisch gestartet.

Ich habe »GameLauncher« auf einem Powermac G5 1,8 GHz Single unter OS X 10.4.8 mit einer ATI Radeon 9800 Pro mit 256 MB RAM getestet. »Cinebench« lief mit einer Auflösung von 1280 x 1024. »Cinebench« testet CPU und Grafikkarte sowie deren Zusammenspiel, je höher der Wert, desto besser. »Unreal Tournament 2004« lief bei 800 x 600 mit maximalen Details, hier werden die Bilder pro Sekunde ausgegeben. Jeder Test wurde 3 mal durchgeführt und dann ein Durchschnittswert errechnet. Obwohl die Prozessorbelastung durch die im Hintergrund laufenden Programme unter 10% lag, ist doch eine messbare Beschleunigung festzustellen:

Cinebench 9.5
Test 1: Programme laufen im Hintergrund weiter
Rendering (Single CPU): 226
Shading (CINEMA 4D): 245
Shading (OpenGL Software Lighting): 782
Shading (OpenGL Hardware Lighting): 1828
OpenGL Speedup: 7.45

Test 2: Programme per „GameLauncher“ beendet
Rendering (Single CPU): 248
Shading (CINEMA 4D): 271
Shading (OpenGL Software Lighting): 869
Shading (OpenGL Hardware Lighting): 2044
OpenGL Speedup: 7.56

Unreal Tournament 2004
Flyby
Ohne »GameLauncher«: 111 fps
Mit »GameLauncher«: 120 fps

Botmach
Ohne »GameLauncher«: 39 fps
Mit »GameLauncher«: 42 fps

Als kleiner Nebeneffekt wird auch noch Arbeitsspeicher freigegeben, so dass Macs mit wenig RAM noch einmal zusätzlich profitieren dürften.

Nach Beendigung von »Cinebench« bzw. »Unreal Tournament 2004« wurden alle Programme wieder sauber gestartet. Diese Prozedur kann allerdings je nach Anzahl der Programme schon ein bis zwei Minuten in Anspruch nehmen.

Was »Gamelauncher« nicht kann

Wenn noch Dokumente offen sind, werden diese nicht automatisch gespeichert. Es erscheint nur ein kleines Fenster, das einen darauf Aufmerksam macht, dass ein Programm nicht beendet werden kann. Hier kann ein Klick auf ›Kill Application‹ schnell zu unangenehmen Datenverlusten führen. Und leider merkt sich das Programm nicht, ob ein Programm Fenster geöffnet hatte oder nicht, so das Programme wie »Mail« oder »Safari« beim Neustart grundsätzlich ein Fenster öffnen. Auch geöffnete Dokumente z.B. in »Word« muss man von Hand wieder öffnen, es wird nur das Programm neu gestartet.

Gelegentlich öffnet sich beim Programmstart eine Werbeeinblendung, allerdings ist diese einfach wegzuklicken.

Fazit:

Bis auf die kleinen Komfortmängel ist »GameLauncher« gerade für etwas schwächere Macs eine praktische Sache. Ein kostenloses Tool, das noch etwas Leistung herauskitzelt und keine wirklichen Schwächen zeigt, auch wenn es natürlich keine Wunder vollbringen kann.

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt zum Beispiel bei Softonic.

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