GamePad Companion

Vor dem Zeitalter von USB und Firewire waren Mac-User ohne Frage benachteiligt, wenn es um Eingabegeräte für Spiele ging. Seit der Einführung neuer Schnittstellen, die von allen Platformen genutzt werden, geht es uns deutlich besser. Endlich können wir ins nächstgelegene Kaufhaus trotten und uns nach einem neuen Joystick umsehen, ohne Kompatibilitätsprobleme erwarten zu müssen.

Wollen wir allerdings eine Maus im Betriebssystem selbst benutzen, oder einen Joystick in einem Spiel, welches das Apple InputSprocket von Mac OS 8.6 bis 9.x nicht unterstützt, sieht es eigentlich ziemlich schlecht aus. Abhilfe schafft erst das Programm USB Overdrive, welches das InputSprocket systemweit zur Verfügung stellt und quasi als General-Treiber für jegliche HID-kompatiblen Eingabegeräte dient.

Mit Mac OS X bricht schon wieder ein neues Zeitalter an, auch für Gamer. Es gibt bisher kaum Spiele, die ein anderes Eingabegerät als die Maus unterstützen, und das InputSprocket hat Apple in OS X von der Bildfläche verschwinden lassen. Also: ohne Treiber keine Spiele.

Nun will ein junger Programmierer helfen und bringt ein neues Programm namens “GamePad Companion” heraus. Mit diesem lässt sich jedes Gamepad auch unter Mac OS X benutzen und in jedem Spiel, in dem es Sinn macht, einsetzen. Soweit die Werbetexte. Es soll so funktionieren, dass man die Tasten, die auf der Tastatur verwendet werden, einer Taste oder einer Achse des Gamepads zuweist.

Als erstes teste ich “Tony Hawk’s Pro Skater 2“. Die Tastatur-Steuerung entnahm ich der Read Me-Datei des Spiels – alle nötigen Informationen gab ich in den GamePad Companion ein. Das Erlebnis war unglaublich. Es fühlt sich exakt wie unter dem klassischen Mac OS an, jedoch macht das Spiel durch die deutlich kürzeren Ladezeiten viel mehr Spaß.

Danach kam das Urzeit-Rennspiel “Cro-Mag Rally” ins Testlabor. Auch hier entsteht ein Spielgefühl, das mit dem klassischen Mac OS vergleichbar ist. Es tritt nicht ein Problem auf, weder während der Konfiguration, noch während des Spiels selbst.

Die gesamte Oberfläche der Software ist sehr schlicht gehalten, obwohl eine Menge Funktionen zur Verfügung stehen. Wird ein neues Gamepad angeschlossen, klickt man auf einen Knopf, so dass das Programm den USB-Bus nach neuen Geräten absucht. Wenn ein Gamepad gefunden wird, entsteht eine Liste mit allen verfügbaren Knöpfen und Achsen. Außerdem sind mehrere Konfigurationen möglich, so dass man einfach zwischen den verschiedenen Spielen umschalten kann. Ebenfalls als sehr praktisch erwiesen hat sich die Funktion, die Sensitivität der Tasten einstellen zu können.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das GamePad Companion zwar noch nicht die Qualität des USB Overdrive für Mac OS 8.6-9.x erreicht hat, allerdings schon jetzt eine übersichtlichere Oberfläche besteht. Im Test hatten wir keine Probleme, alle versprochenen Funktionen wurden auch angeboten. Für die Zukunft wünschen wir uns die Funktion, auch Joysticks benutzen zu können, laut Autor ist das auch schon in Arbeit.

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist die Software bei Carvware.

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