Logitech Powershell Controller & Battery

Titel: Logitech Powershell Controller & Battery
getestet für: iPhone

Inhaltsverzeichnis
1 – Worum geht’s?
2 – Der erste Kontakt
3 – In der Praxis
4 – Fazit
5 – Screenshots
6 – Video
7 – Infobox
8 – Alternativen

Worum Geht’s?

Gaming auf iOS-Geräten ist beliebt, aber seien wir ehrlich: Auch die beste Touchscreensteuerung ersetzt kein gutes Gamepad. Das hat auch Apple erkannt und mit iOS 7 eine Programmierschnittstelle für Controller eingebaut.

Wir haben uns ein dazu passendes Teil von Logitech angeschaut. Das etwas sperrig Logitech Powershell Controller & Battery benannte Gerät musste sich in unserem Test dem harten Alltag eines Spieleredakteurs stellen.

Der erste Kontakt

Öffnet man die durchaus aufwendig gestaltete Verpackung (Magnetverschluss!) findet man neben der Powershell ein (kurzes) USB Kabel zum Laden, eine Verlängerung für den Kopfhöhreranschluss, eine Gummimatte und zwei kleine Heftchen – eines mit der Bedienungsanleitung und eines mit den üblichen Warnhinweisen und Garantiebedingungen.

So weit, so Standard.

Nachdem alles ausgepackt ist und ich das „freundliche“ Blau des Zubehörs verdaut habe, geht es gleich in den Nahkampf. Das Logitech Powershell ist ein Controller, der gleichzeitig als iPhone Case dient und zusätzlich noch einen Akku für verlängerten Spielspaß enthält.

Da das Case das iPhone ganz umschliesst musste ich mich beim ersten Mal etwas überwinden mein 5s in die dafür vorgesehene Mulde zu fädeln. Aber es ging dann doch reibungslos. Was wohl auch daran liegt das der Lightningstecker beweglich gelagert ist – eines der kleinen Details die das Leben mit dem Case erleichtern.

Ist das Telefon erstmal eingebaut und hat man das Gesamtkunstwerk das erste Mal in der Hand, erscheint es zunächst ungewöhnlich groß und schwer. Dabei ist das Case eigentlich wirklich schlank gebaut, aber der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Und schon nach kurzer Zeit hat man sich daran gewöhnt. Was auch daran liegt, dass es gut in der Hand liegt. Die geriffelte Softtouchoberfläche auf der Rückseite sorgt für sicheren Griff.

Alle Bedientasten am Telefon bleiben erreichbar, nur für den Kopfhörer braucht man eine Verlängerung, da die Buchse in einem tiefen Loch verschwindet.

Und die mysteriöse Gummimatte? Nun, ein iPod touch der 5. Generation ist etwas dünner als ein iPhone, diese Matte sorgt für den Ausgleich.

Alles in allem macht der Controller einen stabilen und wertigen Eindruck. Nur warum mobile Geräte immer eine Hochglanzrand bekommen müssen, erschliesst sich mir nicht. Das sieht die ersten zwei Wochen bestimmt toll aus, aber früher oder später kommen die Alltagskratzer.

In der Praxis

Aber genug geguckt, jetzt geht es ans Spielen. Zunächst einmal gilt es, ein passendes Spiel zu finden. Auch wenn die Liste immer länger wird, so ist sie doch längst noch nicht komplett. Praktischer und auch aktueller als die Logitechliste ist die kostenlose Game Controller Apps-App*.

Ich habe mich für diesen Test für einen bunten Mix aus Arcade-Action (Phoenix HD*), Rennspiel (2K DRIVE*), Action-RPG (Bastion*), Sportspiel (Stickman Soccer*) und Plattformer (Edge*) entschieden.

Der Controller bietet ein analoges Steuerkreuz, zwei Schultertasten und vier Buttons. Die meisten Spiele erkennen automatisch, dass ein Controller angedockt ist und stellen die Steuerung gleich um. Ist dies nicht der Fall, muss man eben kurz in die Spieleinstellungen.

Und wie ist jetzt das Spielen mit Controller?

Kurz gesagt: Gut, aber mit Einschrängungen.

Einige Spiele gewinnen deutlich, aus meinem Testportfolio gehören Phönix HD, 2K Drive und Edge eindeutig auf die Gewinnerseite. Bei Stickman Soccer und Bastion vermisse ich die guten alten Analogsticks.

Rennspiele funktionieren mit dem Analogen Steuerkreuz sehr gut, da man die Lenkung feinfühlig dosieren kann. Gleiches gilt für Arcadespiele und Plattformer wie Phönix HD und Edge.

Die anderen beiden Spiele sind nicht perfekt zu steuern, hier sind zwei Analogsticks sicher besser als ein Steuerkreuz geeignet. Aber immer noch besser, als nur den halben Bildschirm zu sehen, weil der Rest von den eigenen Wurstfingern verdeckt ist.

Und wenn das iPhone in einer heißen Spielphase mit der 10%-Akkuanzeige nervt, dann hilft der zuschaltbare Zusatzakku dabei, dass man nur müde darüber lächelt, bevor man weiterspielt.

Fazit

Der Logitech Powershell Controller & Battery macht im Test durchaus einen guten Eindruck. Der Verzicht auf die Analogsticks ist zwar für einige Spiel nicht die optimale Lösung, führt aber zu einer äußerst kompakten Bauweise. Viele Spiel gewinnen durch die Steuerung deutlich an Spielspaß hinzu. Aber richtig lohnt es natürlich nur, wenn man wirklich viel spielt und die Lieblingsspiele auch unterstützt werden. Denn auch wenn der empfohlene Preis inzwischen von 99.- auf 69.- Euro gefallen ist, so bleibt es doch ein nicht unbedingt preiswertes Gadget.

Screenshots

Video

Infobox

Name: Logitech Powershell Controller & Battery

Mindestvoraussetzungen: IPhone 5, 5s iPod touch 5. Gen; iOS 7

macinplay-Testsystem: iPhone 5s mit iOS 7.1.2

Positiv: Gut verarbeitet, Zusatzakku, 3 Jahre Garantie

Negativ: Nicht für iPhone 5c geeignet, hoher Preis, beschränkte Spielauswahl

Bezugsquellen: Amazon*, Logitech Shop

Alternativen

Ebenfalls mit Zusatzakku und mit zwei Analogsticks: Moga Ace Power*

Bluetooth, daher auch für iPads geeignet: SteelSeries Stratus Wireless Gaming Controller*

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