Logitech MX 1000 Laser Cordless Mouse

Es ist kaum ein halbes Jahr her, da lobten wir noch die Logitech MX 510. Die neue Logitech MX 1000 präsentiert sich nun als ergonomische und technologische Weiterentwicklung seiner Vorgänger. Vor allem mit ihrer Lasertechnologie möchte sie nachhaltig überzeugen.

Die MX 1000 ist umhüllt von einem grün-weißem, halb offenen Karton, verziert mit dem reflektierenden Schriftzug „MX 1000 Laser“ und repräsentativ im durchsichtigen Kunststoff eingeschweißt – Logitech weiß seine Produkte in Szene zu setzen. Insbesondere die Kunststoffverpackung treibt die Spannung auf ihren Höhepunkt – wie immer gelingt es mir nur schwerlich, die Maus aus ihrer Transporthülle zu befreien. Dafür entschädigt die MX 1000 durch ihr elegantes Äußeres: dunkles Anthrazit mit abgesetzten, schwarzen Griffmulden. Da dürften Fettfinger noch weniger auffallen.

Bislang nutzte ich die Logitech MX 700, auch eine sehr ergonomische, kabellose Maus, die meinen Ansprüchen bisher genügte. Die MX 1000 ist ein wenig höher und breiter. Der erste Griff nach diesem Zeigerinstrument war dementsprechend auch zunächst ungewohnt. Die Anordnung der Tasten hat sich – auch nach dem Gefühl meiner großen Hand – spürbar verbessert. Der Programmumschalter wurde zwischen der Vor- und Zurücktaste im Daumenbereich platziert. Bei den Vorgängermodellen befand sich dieser Umschalter noch mittig obenauf, leider etwas arg weit hinten.

Wie ihre Vorgänger ist auch diese Maus ausschließlich für Rechtshänder konzipiert. Neben der klassischen linken und rechten Maustaste, wie gewohnt in der Gehäuseabdeckung integriert, finden wir obenauf die Funktionstasten rund um den Bildlauf. Das Scrollrad ist zwar nicht zur Kugel mutiert, kann aber mit einer Seitwärtsbewegung nun auch den horizontalen Bildlauf kontrollieren. Der vertikale Bildlauf wird noch zusätzlich durch einen Wippschalter (Cruise Control) unterstützt. Und wem diese Tastenvielfalt nicht genügt, der kann den Klick auf das Scrollrad auch noch individuell belegen. Hoffen wir also, dass dieses multifunktionelle Scrollrad auch einer Dauerbelastung standhält. Nach einem Monat intensiven Tests ist jedoch nichts zu beanstanden (und ich gehe wirklich nicht sanft mit einer Maus um).

Widmen wir uns dem vermeintlichen Highlight der MX 1000. Logitech bewirbt dieses Gerät mit einer 20fachen Abtastleistung einer herkömmlichen optischen Maus, trotz einer gegenüber dieser herkömmlichen Maus unveränderten Auflösung von 800 dpi und ebenfalls unveränderten Bildverarbeitung von 5,8 Megapixel/Sekunde. In der Praxis ist dies alles kaum vorstellbar und der Unterschied auf Anhieb auch nicht spürbar. Auffällig wird die MX 1000 aber auf vermeintlich schwierigen Untergründen. War meine Ahorn-Schreibtischplatte bisher ein Garant für muntere Mauszeigersprünge, spurt die MX 1000 tadellos und sehr präzise. Kurzum, bei nahezu keinem Untergrund, ob nun Fliesen, Teppich, Raufasertapeten oder Edelstahl ruckelt oder springt der Mauszeiger. Einzig eine Glasplatte beendet dann doch den Bewegungsdrang. Subjektiv gewinne ich den Eindruck, dass die MX 1000 eine bessere Bewegungspräzision hat.

Versorgt wird die MX 1000 durch einen Lithium-Ionen-Akku. Bisherige kabellose Modelle hatten noch austauschbare Mignon-Akkus. Hoffen wir also, dass der Akku wirklich nie ersetzt werden muss. Auch bei einer anspruchsvollen und intensiven Nutzung ist unser kleines Nagetier ausdauernd. Erst nach knapp zwei Wochen verlangt sie nach der Ladestation. Wenngleich mich anfangs die beleuchtete Batterieanzeige irritierte (mit jeder Bewegung geht diese an), so beruhigt dieser Batteriestatus umso mehr. Übrigens kann man die Maus auch an der Unterseite abschalten. Das erspart dann auch nach einer längeren Abwesenheit das Erstaunen über einen leeren Akku.

Auf der mitgelieferte CD befindet sich dann noch die optionale Systemerweiterung „Logitech Control Center“ (LCC). Ohne die Erweiterung sind nur die Grundfunktionen (linke und rechte Maustaste etc.) verfügbar. Das LCC ermöglicht das individuelle Konfigurieren beinahe jeder Taste. Einzig die horizontale Bildlauffunktion des Scrollrads läßt sich nicht anders belegen.

Im Lieferumfang ist zudem eine übersichtliche Bedienungsanleitung, die Lade- und Empfangsstation, das Netzteil, ein USB-PS/2-Adapter. Darüber hinaus gewährt Logitech eine dreijährige Garantie.

Fazit:

Die MX 1000 ist nur wegen ihrer Lasertechnologie sicherlich kein Quantensprung gegenüber ihren Vorgängern. Dennoch überzeugt die Präzision, insbesondere auf schwierigen Unterlagen. Die Anordnung der Tasten und ihre Funktionalität wurde eindeutig verbessert. Ihre Größe, das Gewicht und letztendlich die Griffigkeit durch die seitlichen Griffmulden ermöglichen eine komfortable Kontrolle der Mausbewegung. So hinterlässt die MX 1000 einen sehr guten Gesamteindruck. Schade nur, dass diese Maus nach wie vor nicht für Linkshänder konzipiert ist. Auch der Preis rundet diesen Gesamteindruck nicht harmonisch ab.

Ulf Hauf

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