BoXiKoN

Fragt man jemanden, der mit Computerspielen sonst nicht viel am Hut hat, nach einem ihm bekannten Spiel, wird höchstwahrscheinlich auch der Name Tetris fallen. Bis heute wird Tetris nachgesagt, eines der besten Spiele aller Zeiten zu sein. e.p.i.c. Interactive hat mit BoXiKoN nun einen neuen Titel im Angebot, der einen ähnlichen Suchtfaktor aufweist und in vielerlei Hinsicht sogar eher gefällt als sein kultiger Vorfahre.

1989 wurde „Fun to Learn: Maths“, eine Lernsoftware für den Amiga, veröffentlicht. Dieses enthielt als Unterspiel einen Vorgänger des hier im Test befindlichen BoXiKoN. Nach einiger Zeit kam es auch für Windows heraus. Im Jahre 2000 erschien es e.p.i.c. als ein sinnvoller Einstieg in den Handheld-Markt, sodass sie es auf den PocketPC portierten. Nun wurde auch eine Mac-Version veröffentlicht.

In BoXiKoN findet das eigentliche Spiel auf einem Spielbrett statt. Die Hauptaufgabe ist nun, Steine auf diesem Brett zu platzieren. Ähnlich wie in Tetris müssen dieses Steine in Reihen gebracht werden, um sie verschwinden zu lassen. Hierbei unterscheiden sich die Steine in der Farbe, obwohl diese auf den ersten Blick keine Rolle spielt. Erst nach einiger Zeit wird klar, dass durch das Aneinanderreihen gleichfarbiger Steine deutlich mehr Punkte zu bekommen sind, als durch das simple Aufreihen von Steinen verschiedener Farbe. Das Prinzip ist also ebenso simpel wie komplex.

Als 2D-Spiel kann man optisch natürlich keine Meisterleistungen von BoXiKoN erwarten. Trotzdem sind sowohl das Menü, wie auch die In-Game-Effekte schön anzusehen und hinterlassen beim Spieler durchgehend einen positiven Eindruck. Davon einmal abgesehen glitzern die Blöcke im Spiel, der Text ist geglättet und überall finden sich schöne Fading-Animationen.

Im Gegensatz zu verschiedenen aktuellen Mac-Portierungen weist BoXiKoN keinerlei Fehler oder Instabilitäten auf. Die Mac-Version ist sogar so optimiert, dass man nebenbei über iTunes Musik anhören kann, ohne dass das Spiel verlangsamt wird. Bei anderen Spielen ist so etwas ein Ding der Unmöglichkeit.

Um dem interessierten Spieler zu zeigen, wofür er die knapp 10 Euro locker machen soll, wurde freundlicherweise eine kleine Demo-Version online gestellt. Nach Erwerb einer Seriennummer lässt sich diese freischalten. Bis dahin gibt es eine Zeitbegrenzung von drei Minuten – andere Einschränkungen sind nicht vorhanden.

Das Einzige, was ich an BoXiKoN wirklich bemängeln kann, ist die Hintergrundmusik – da leider keine vorhanden ist. Ich erinnere mich noch gut an meine stunden-, teils sogar nächtelangen Tetris-Orgien, durch die immer ein gewisser Rythmus begleitet hat. Schade, dass die Entwickler nicht mal eine simple Musik im Hintergrund einblenden – aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch. Und sonst hilft iTunes. 🙂

Fazit:

Wer Tetris mochte oder zur Zeit viel Bejeweled spielt, wird seine wahre Freude an BoXiKoN finden. Das Prinzip ist durchdacht, der Preis nicht zu hoch und der Suchtfaktor dafür um so größer. Ich kann dieses Spiel nur empfehlen.

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel unter diesem Link.

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