Desperados – Wanted Dead or Alive

Titel: Desperados – Wanted Dead or Alive
getestet für: Mac
Testversion: 1.01

Inhaltsverzeichnis

1 – Worum geht’s?
2 – Im Wilden Westen wird geschlichen
3 – Im Wilden Westen wird gestorben
4 – Fazit
5 – Screenshots
6 – In-Game-Video
7 – Infobox
8 – Alternativen

Worum Geht’s?

Ihr seid John Cooper, ein knallharter Ex-Soldat, der sich mit Kopfgeldern und speziellen Erledigungen für zahlungskräftige Kundschaft westlich des Mississippi über Wasser hält. Und diesmal gilt es, einen dicken Fisch zu angeln: El Diabolo.

Im Wilden Westen wird geschlichen

Wer jetzt aber denkt, er könne sich zwei Revolver, eine Winchester und ein paar Dynamitstangen schnappen und sich durch die Gegend ballern, der wird schon im Tutorial eines Besseren belehrt.
Desperados – Wanted Dead or Alive ist ein Taktikspiel, in dem man sich an den Gegner ran schleichen und ihn möglichst lautlos um die Ecke bringen muss.

Das kann John natürlich nicht alles alleine schaffen und so gilt es zunächst einmal, diverse Teammitglieder aufzustöbern und aus teilweise sehr misslichen Lagen zu befreien.

Desperados für Mac

Desperados für Mac

Sam etwa hat gerade Streit mit einem Plantagenbesitzer, aber er kann gut mit Sprengstoff und schweren Waffen umgehen, also muss man ihn von der Plantage schaffen. Doc McCoy baumelt schon halb am Galgen, als wir ihn jetzt zu zweit gerade noch befreien können. Und so geht es munter weiter, bis man auch die schöne Kate O´Hara, den Mexikaner Sanchez und die gelenkige Mia Young ins Team geholt hat.
Um das zu schaffen, gilt es sich an die Gegner heran zu schleichen und sie möglichst unbemerkt von ihren Kameraden um die Ecke zu bringen. Gut, dass John Cooper so gut mit dem Messer umgehen kann. Und wenn man dann noch daran denkt, die Leichen aus dem Sichtbereich der anderen Wachen zu schaffen, dann kann kaum noch etwas schiefgehen. Praktischerweise kann man sich diesen Sichtbereich anzeigen lassen und wenn der Kegel von grün auf gelb wechselt, ist man schon in Schwierigkeiten. Rot bedeutet, dass man entdeckt ist und damit so gut wie tot.

Hat man das Team zusammen, koordiniert man die Aktionen der einzelnen Streiter, um zum Erfolg zu kommen. Glücklicherweise hat man keinen Zeitdruck und es gibt ein kleines Helferlein. Man kann nämlich einfache Makros abspeichern und auf Knopfdruck ausführen – etwa: „Gehe an diesen Punkt, nimm dein Messer und ersteche diese Wache.“ Und während das ausgeführt wird, kann ein zweites Teammitglied schon mal etwas anderes erledigen.

Im Wilden Westen wird gestorben

Desperados für Mac

Desperados für Mac

Und das nicht nur auf der Seite des Gegners. Der kleinste Fehler in der Planung führt meist dazu, dass ein oder mehrere unser Helden in den Staub sinken und das Spiel damit beendet ist. Das Spiel stammt ursprünglich aus dem Jahr 2001 – einer Zeit, in der auf Casual-Gamer noch nicht so viel Rücksicht wie heutzutage genommen wurde. Und das ist deutlich zu merken, sorgfältige Planung und häufiges Speichern sind das A und O. Besonders wenn die Geschichte fortschreitet und man sich El Diabolo nähert. Das liegt nicht nur, wie bei neueren Spielen oftmals üblich, an den schieren Gegnermassen, sondern an der klug agierenden KI.

Das Alter des Spieles merkt man nicht nur am Schwierigkeitsgrad. Auch die Grafik, damals hochgelobt, ist heute bestenfalls als zweckmässig zu bezeichnen. Aber immerhin hat Runesoft mit dem ersten Update einen Widescreen-Modus spendiert. So bleibt wenigstens nicht mehr ein Drittel des Bildschirms schwarz.

Der Sound ist gut gelungen, nur die eintönige Bestätigung der Kommandos („Und Los“) nervt mit der Zeit.

Fazit

Desperados – Wanted Dead or Alive galt beim Erscheinen als das beste Taktikspiel und genießt auch heute noch einen guten Ruf. Dank Runesoft kann man jetzt endlich auch auf dem Mac diesen Klassiker genießen. Schade, dass wir so lange darauf warten mussten, was auch daran lag das die Rechtsfrage nach der Atari-Pleite lange ungeklärt war. Aber das Warten hat sich gelohnt.
Doch Vorsicht: Dieses Spiel erfordert Geduld und einiges an Gehirnschmalz, ist also nichts für Naturen mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Fliege.

Screenshots

In-Game-Video

Infobox

Name: Desperados – Wanted Dead or Alive
getestete Version: 1.01
Altersempfehlung: 12
Mindestvoraussetzungen: OSX 10.9
macinplay-Testsystem: iMac 27″, Intel i7 mit 3,5 GHz, NVIDIA GTX 780m mit 4 GB, OSX 10.0.2
Weiter Informationen: RuneSoft
Bugs: Speicherdatum stimmt nicht (ein Monat in der Zukunft), produziert beim Beenden ab und zu einen Crash
Positiv: gute Story, viele taktische Elemente, schwer, aber nicht unfair
Negativ: teilweise hoher Schwierigkeitsgrad, kommt 10 Jahre zu spät, kleinere Bugs
Bezugsquellen: Appstore*
Folgekosten: keine
Werbung: keine

Alternativen

Wie Desperados von Spellbound entwickelt und im AppStore* erhältlich ist Robin Hood: Die Legende von Sherwood (auch von uns angespielt)

Ein wenig mehr Action bietet Tiny Troopers*, ein Remake des legendären Cannon Fodder

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