Tiny Bang Story

Tiny Bang Story

Tiny Bang Story

Wimmelbildspiele, auch Suchbild-Adventure genannt, gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind nicht der Rede wert. Umso mehr fallen die guten Vertreter des Genres auf. Tiny Bang Story ist so ein Vertreter.

Die Geschichte rund um den kleinen Knall

In diesem Spiel geht es nicht um knallharte Action, ein Science-Fiction-Abenteuer oder einen Physiksimulator. Ganz im Gegenteil – denn hier haben wir es ja nicht mit dem Big Bang (Urknall), sondern mit dem Tiny Bang zu tun. Dieser winzige Knall hat aber die kleine Welt, in der die Geschichte spielt, doch ganz schön durcheinander gewirbelt. Viele technische Gebilde müssen zusammengesetzt werden, damit der kleine Planet wieder in Gang kommt. Dazu muss die Spielerin bzw. der Spieler die Einzelteile der Geräte wiederfinden.

Mission: Suchen, Finden und Zusammensetzen

DIe Einzelteile können über mehrere Bildschirme verstreut sein. Manche dieser Teile findet man erst, wenn man andere Rätsel gelöst hat. Ein hypothetisches Beispiel: Es kann sein, dass man 11 von 12 Zahnrädern gefunden hat. Das letzte Zahnrad bekommt man aber erst, wenn man das Rätsel mit der Dampflok gelöst hat und so einen weiteren Raum öffnet, der das gesuchte Zahnrad enthält.
So gibt es nicht nur Rätsel, die man durch das Auffinden einer bestimmten Anzahl von Dingen in den Bildschirmhintergründen findet. Auch in der Welt von Tiny Bang Story zockt man gerne. Es sind beispielsweise zwei Computerspiele in 8Bit-Retro-Optik integriert, bei denen man die Spielfigur durch einen Level hindurch unbeschadet zum Ziel führen muss – eher ein Geduldsspiel. Besonders kniffelig fand ich das Rätsel, bei dem an Absperrventile so geschickt in einem Wirrwarr von Rohren anbringen muss, dass kein Wasser mehr fliesst.

Schöne, kleine Welt

Das ganze Spiel ist in einer wirklich schön gezeichneten, bunten Optik gehalten. Die Häuser sehen aus wie überdimensionale Glasflaschen oder Teekannen. Überall drehen sich irgendwelche Räder oder bewegen sich Seile bei Berührung. Die Charaktere, die man trifft, sind zwar sehr einsilbig – sie sprechen nicht, sondern murmeln sich was in den Bart – dafür aber niedlich gemalt. Das hat den Vorteil, dass das Spiel nicht lokalisiert werden muss. Es gibt weder (echte) Sprachausgabe, noch irgendwelche Texte im Spiel – mit Ausnahme des englischsprachigen Hauptmenüs.Auf zum nächsten Level!
Das ganze Spiel wird durch eine sehr passende Hintergrundmusik begleitet, die niemals nervt. Manchmal habe ich sogar einfach der Musik gelauscht und mir dabei die schöne Grafik angeschaut.

Ein- und Hilfestellungen

Im Hauptmenü kann man Profile anlegen, so dass mehrere Spieler Ihren Spielstand abspeichern können. Über die Optionen können die Lautstärke von Musik und Geräuschen reguliert und zwischen Fenster- und Vollbildschirmdarstellung gewählt werden.
Das Spiel ist zum größten teil selbsterklärend, so dass die Entwickler auf Tutorial und Handbuch verzichtet haben. Kommt man allerdings mal mit den Rätseln nicht vorwärts, so gibt es dennoch ein Hilfesystem, dass aber nicht dazu verleitet, es ständig einzusetzen. Wenn man das System anwendet, so umkreist ein Insekt den Ort auf dem Bildschirm, den man sich genauer anschauen sollte. Einen weiteren Tipp erhält man nur, wenn man das Hilfesystem wieder auflädt, indem man eine bestimmte Anzahl an Insekten per Mausklick einfängt. Dies dauert relativ lange, so dass man sich überlegt, ob man sich in der gleichen Zeit nicht lieber selbst auf die Suche macht.

Fazit

Tiny Bang Story ist ein wunderschönes Wimmelbildabenteuer, an dem die ganze Familie ihren Spaß haben kann. Die Rätsel sind manchmal kniffelig, aber nie zu schwer. Leider ist es viel zu schnell durchgespielt. Man sehnt sich gleich nach einer Fortsetzung oder Erweiterung.
TINY BANG STORY – ein niedliches Spiel mit Charakter.

Screenshots (klicken für mehr)

Systemanforderungen

Mindestvoraussetzung
Mac OS X 10.5.8, Intel Prozessor 1,5 GHz, 512 MB RAM, 180 MB Festplattenspeicher (Angaben auf Steam)

Testsystem
MacBook Pro, Intel Core Duo 2 GHz, Mac OS X 10.6.8, 2 GB RAM, ATI Radeon X1600 mit 128 MB

sonstige Informationen
Sprache: Text: englisch (Hauptmenü) / Sprachausgabe: Gemurmel
Sprache Handbuch: kein Handbuch

Jugendschutz
USK: keine Angaben
PEGI: keine Angaben

Entwickler: Colibri Games

Auf der Entwicklerseite gibt es auch eine Demoversion (Mac: 120 MB; Windows: 85 MB) zum Herunterladen.

Tiny Bang Story gibt es auf Steam und im Mac App Store.

Tiny Bang Story im Mac App Store

The Tiny Bang Story
Entwickler: Colibri Games
Preis: 3,99 €
The Tiny Bang Story
Entwickler: Colibri Games
Preis: 4,99 €

Trailer

Alternativen

Wer Suchbild-Abenteuer mag, der sollte sich auch mal folgende Spiele anschauen:
Für Sherlock Holmes-Fans: Tatort London: Die mysteriösen Abenteuer von Sherlock und Watson (Testbericht)
Für Freunde der Krimiserie um Jessica Fletcher: Mord ist ihr Hobby (Testbericht)
Wolfgang Hohlbein-Fans greifen zu Der Inquisitor (Testbericht)

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