Tube Twist

An einem späten Abend wirst du, ein einfacher Student, von Professorin Jaymor in ihr Labor gebeten, um an dem „Projekt Tube Twist“ weiterzuarbeiten. Dieses Experiment beschäftigt sich mit sogenannten Makrotonen, großen Energieteilchen. Der Professorin ist es gelungen, spezielle Rohre zu entwickeln, die es ermöglichen Makrotonen zu verändern und die gespeicherte Quantenenergie zu extrahieren. Doch, wie sollte es anders sein, ausgerechnet in deinem Beisein geht das Experiement schief…

Nach viel Schall und Rauch wachst du etwas benommen auf und stellst fest, dass die Professorin verschwunden ist. Glücklicherweise hat sie eine Notiz und ein paar Skizzen von Versuchsaufbauten hinterlassen. Diese sind natürlich unvollständig. Du musst nun die Experimente mit einer begrenzten Anzahl weiterer Rohre vervollständigen, um so die Energie aus den Makrotonen zu gewinnen. Dabei musst du die grünen oder blauen Makrotonen in gleichfarbene Reaktorrohre leiten. All das wird zu Beginn des Spiels in einem Tutorial veranschaulicht. Ebenso wird die Bedienung und das Interface ausführlich und verständlich erklärt. Das Spiel lässt sich sehr einfach, komplett mit der Maus und nur einer Maustaste steuern, was besonders Besitzer von Apple-Notebooks freuen dürfte.

TubeTwist umfasst insgesamt 80 Experimente, die sich in fünf Abschnitte unterteilen. Nachdem du alle Experimente eines Abschnittes gelöst hast (dies kann in beliebiger Reihenfolge geschehen), öffnet sich ein Portal, das dich an andere Orte und Zeiten führt. Zu Beginn stehen dir wenige einfache Rohrtypen, davon aber massig, zur Verfügung und die Experimente sind sehr einfach gehalten. Im weiteren Verlauf kommen weitere Rohrtypen hinzu, etwa das Anti-Schwerkraft-Rohr, Kanonen, Trichter usw. Dabei werden auch die Experimente komplexer und die Anzahl der Rohre, die zur Verfügung stehen, ist knapper bemessen. Die Funktion aller bekannten Rohre lässt sich jederzeit in einem kleinen Lexikon nachschlagen. Leider ist man in TubeTwist nicht so frei im Aufbau der Rohre wie etwa bei „Crazy Machines“ oder „Enigmo„, das Spielfeld ist einfach in Quadrate fester Größe aufgeteilt.

Es fällt auf, dass der Schwierigkeitsgrad zwar ansteigt, aber nicht stetig. Auch im letzten der fünf Abschnitte habe ich manche Level in ein paar Minuten gelöst, andere hingegen sind so verzwickt, dass ich schlimmstenfalls eine Stunde daran festhing, mein absoluter Höhepunkt war das Level „Korbleger“, das ich erst nach über 2 Stunden gelöst habe. Der Schwierigkeitsgrad wirkt also etwas unausgewogen. Ich benötigte für das komplette Spiel etwa 27 Stunden, also gute 20 Minuten im Schnitt pro Experiment. Praktisch: Man kann das Experiment jederzeit abspeichern, ideal für eine kurze Arbeitspause also.

Technisch hat TubeTwist nicht viel zu bieten. Die 3D-Grafik ist zwar ganz nett, aber auch recht eintönig. Alle Experimente eines Abschnittes finden in der selben Szene statt, die Rohre sehen immer gleich aus und sind recht eckig. Die netten Feuer- und Blitzeffekte in höheren Leveln bringen etwas Farbe in das Bild. Nett sind auch die Replays nach erfolgreichem Experiment. Dennoch gefällt mir „Crazy Machines“ deutlich besser. Wenigstens läuft TubeTwist auch auf älteren Rechnern noch gut, wenn man den Systemanforderungen glaubt. Ich habe das Spiel nur auf einem iMac G5 20″ mit 2 GHz gespielt, in der höchsten Auflösung. Hier lief alles glatt, ich kann also keine Aussage über ein empfohlenes System machen. Auch bei ASH und den Produzenten wird kein empfohlenes System angegeben. Daher gebe ich unten im Kasten einfach mein System an.

Kommen wir zu guter Letzt noch zum akustischen Teil. Die Musik fängt leider furchtbar schnell an zu nerven, denn sie ist immer gleich, in jedem Experiment und in allen fünf Abschnitten. Dabei hätte sich hier eine etwas themenbezogenere Musikuntermalung wirklich angeboten. Man wird also schnell dazu übergehen die Musik im Spiel auf stumm zu schalten und im Hintergrund iTunes dudeln lassen. Der Sound hingegen ist besser gelungen, aber auch nur zweckmäßig.

Fazit:

Es gibt nicht eben wenige Knobelspiele für den Mac. TubeTwist ist grundsolide und macht Spaß. Dennoch gefallen mir etwa „Crazy Machines“ und „Enigmo“ besser, weil man einfach mehr Lösungsmöglichkeiten hat, dagegen wirkt TubeTwist etwas starr. Für zwischendurch ist das Spiel ideal, da man jederzeit speichern kann und die Experimente im Schnitt nicht allzu lange dauern. Für den gebotenen Umfang und den Preis von gerade einmal 20 Euro bekommt man auf jeden Fall etwas geboten. Zudem sind weitere Experimente in Arbeit. Der Hersteller stellt ein erstes kostenloses Level-Paket für Mitte März in Aussicht.

Felix Rothmaier

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt im macinplay-Shop.

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