Microsoft Sidewinder Freestyle Pro Gamepad

Das Microsoft Sidewinder Freestyle Pro erregte meine Aufmerksamkeit sehr schnell, denn immerhin ist es eines der ersten Gamepads, das die neue „Tilt-“ oder Neigungstechnik unterstützt. Das bedeutet, dass das Gerät bei eingeschaltetem Kippsensor, die Bewegungen der Hand in analoge Steuersignale umsetzt – kippt man das Pad nach links, so schlägt auch das Steuer nach links aus etc. Natürlich muss man sich an eine so neue Kipp- und Dreh-Technologie erst einmal gewöhnen, aber schon nach kurzer Zeit kann man das Pad mit Neigungssteuerung sehr gut bedienen. Den Sensor, der die Neigung des Pads überprüft, kann man über eine Taste auf dem Gamepad, die sinnvollerweise mit dem Schriftzug „sensor“ versehen ist, an- und ausschalten.

Das Freestyle Pro ist ein Eingabegerät, das auch darauf ausgerichtet ist, die Funktionalität eines modernen Joysticks und eines Gamepads in sich zu vereinen. Signalisiert wird dies z.B. durch den Schubregler, der sich an der vorderen Seite des Gamepads befindet. Außerdem hat es insgesamt zehn Tasten, plus eine Sensor-Taste und ein Gamepad-übliches Steuerkreuz.

Als erstes habe ich ein paar Standard-Gamepad-Spiele getestet, nämlich mit Bugdom und FutureCop. Bei Bugdom schlug sich das Sidewinder Freestyle Pro nur ohne den analogen Sensor wirklich gut. Mit dem digitalen Steuerkreuz dagegen lässt sich Rollie MacFly in Bugdom sehr gut steuern, genug Tasten sind auch vorhanden. FutureCop war mein nächster Versuch. Dort gab es ein ähnliches Ergebnis, mit dem Sensor ist es schlecht spielbar. Der Sensor sorgt – wie eingangs erwähnt – für eine analoge Steuerung, das Steuerkreuz ohne Sensor dagegen für eine digitale. Das Steuerkreuz ohne Neigungstechnik eignet sich zum Spielen klassischer Arcade-Spiele also am besten.

Dann habe ich mir Flugsimulatoren und Rennspiele vorgenommen, die laut Microsoft unterstützt werden. Mit F/A-18 Hornet Korea habe ich versucht, mir meinen ersten wirklichen Eindruck des Sensors zu machen, und der war dann auch sehr gut. Durch die eingeschaltete analoge Steuerung lässt sich die F/A-18 sehr genau steuern, vorher hatte ich über das InputSprocket das Gamepad eingestellt und kalibriert. Gerade das Kalibrieren ist wie bei Joysticks sehr wichtig. Im InputSprocket wird das Freestyle Pro als „Sidewinder Joystick“ erkannt. Bei Korea habe ich allerdings auch das erste Mal ein Problem festgestellt, und zwar, dass das Pad zwar viele Tasten hat, man aber, wenn man z.B. fliegt und dabei mit dem Steuerkreuz im Cockpit herumschaut, nicht wirklich gut an die Tasten direkt rechts des Kreuzes herankommt. Auch wäre es besser, wenn man hinten und rechts oben je vier Tasten hätte, als hinten zwei und vorne sechs.

Als nächster Flugsimulator kam dann Falcon 4 dran. Dort waren die immerhin zehn Tasten des Pads noch immer viel zu wenig, allerdings haben auch die meisten Joysticks nicht mehr – eher im Gegenteil. Die Steuerung über den Sensor, nach Kalibrierung, war wieder einwandfrei und sehr präzise.

Star Wars: Episode 1 Racer war das erste Rennspiel, das ich mit dem Freestyle getestet habe, dort hat sich ebenfalls gezeigt, dass die Tasten an den falschen Stellen liegen, und für ein Spiel, bei dem man viele Tasten für Nebenfunktionen gut brauchen kann, ist das wirklich schlecht. Der Sensor macht sich gut, die analoge Steuerung und Racer passen zusammen wie Fisch und Wasser. Bei Cro-Mag Rally gab es das gleiche Ergebnis, und überrascht hat mich, dass man sogar die Pfeilspitzen im Turnier-Modus ohne Probleme einsammeln konnte – mit anderen Gamepads hatte ich da so meine Probleme.

Fazit:

Dadurch, dass man im Prinzip den Joystick spart und noch ein Windows-Game (Motorcross Madness) hinzubekommt, ist das Preis-/Leistungs-Verhältnis sehr gut. Microsoft bietet keinen Mac-Treiber für das Gerät an, allerdings ist das wegen der Unterstützung des Apple-eigenen InputSprocket auch unnötig. Wünschen würde ich mir nur noch, dass das Gamepad irgendwann per Funk an den Rechner angeschlossen werden kann, denn dann hätte es einen Grad der Benutzerfreundlichkeit erreicht, den es so bisher nicht gibt.

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Gamepad gelegentlich bei Amazon.de.

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