Pixel Heroes: Byte & Magic

Titel: Pixel Heroes: Byte & Magic
getestet für: iOS
Testversion: 1.322
Inhaltsverzeichnis
1 – Worum geht’s?
2 – Rollenspielchen
3 – Retro extrem
4 – Fazit
5 – Screenshots
6 – In-Game-Video
7 – Infobox
8 – Alternativen

Worum Geht’s?

Mit Pixel Heroes: Byte & Magic wurde ein erfolgreicher Indietitel auf iOS portiert. In wie weit der Mix aus Rollenspiel und Dungeoncrawler im Retrolook auch unterwegs punkten kann habe ich mir einmal genauer angeschaut.

Rollenspielchen

„Höret! Das Ende ist nahe!! Gewahrt meiner Worte und bereitet euch vor! Ein uralter Kult hat seinen Fuß in dieses Land gesetzt! Sie nennen sich ‚Die Söhne des MorgenGRAUENS‘ und beten eine Kreatur aus alter Zeit an. Sie werben überall auf der Insel um Streiter für ihre dunkle Sache! Ich fürchte, sie wollen jenes erwecken, welches lieber schlafen sollte. Ein dunkles und böses Wesen! Ein Zerstörer von Welten! Verbringt eure letzten Tage weise…“

Und DER soll mit?

Und DER soll mit?

So beginnt die Geschichte nachdem man seine dreiköpfige Truppe im örtlichen Gasthaus von Pixton zusammengestellt hat. Dabei muss man aus den Helden, die sich gerade am Tresen aufhalten, wählen. Man kann also keine eigen Helden erschaffen. Aber im Laufe des Spieles spielt man mehr Charaktere frei.
Aber ich will nicht zu weit vorgreifen. Nun denn, die Heldengruppe greift ihre Ausrüstung und macht sich auf den Weg. In der Stadt gibt es neben dem Gasthaus einen Tempel, eine Schmiede und eine Bibliothek, die die üblichen Dienste anbieten. Ausserdem gibt es noch eine geschlossene Bank die gerade zu einem Casino mutiert und die Gelbe Ausrufezeichenverkäufer, falls euch mal die Questgeber ausgehen sollten. Womit dann auch spätestens jetzt klar ist das die Entwickler neben der Retro- auch auf die Humorschiene setzen.
Auf Reisen

Auf Reisen

Aber es gibt eine Quest und so machen wir uns frohgemut auf den Weg. Bereits auf dem Weg zum Dungeon gibt es immer drei mehr oder weniger skurrile Ereignisse. Dann erreicht man das Dungeon und betritt denn ersten Raum. Dort erwarten einen dann meist 3 Gegner die es zu besiegen gilt. Ist ein Raum geschafft wird die Beute verteilt, die Gesundheit per Heiltrank aufgefüllt und ab geht es in den nächsten Raum. Gelegentlich findet man statt eines Gegners einen Schatz und kann versuchen diesen zu ergattern. Aber natürlich gilt da vorher Fallen zu entschärfen oder Schlösser zu knacken. Hat einer der Helden genügend Punkte gesammelt und man darf 2 Punkte auf die 5 Attribute des Chars verteilen. Im achten und letzten Raum eines jeden Dungeons wartet der jeweilige Boss des Ganzen als ultimative Herausforderung.
Das klingt jetzt wie ein Standartrollenspiel, ist aber mehr ein Spielchen, denn die Charakterentwicklung ist doch arg eingeschränkt und die Kämpfe scheinen mehr zufällig abzulaufen. Entweder hat man gerade die passende Ausrüstung zur Hand oder eben Pech. Denn auf den Rucksack voller Heiltränke und Ersatzwaffen darf man im Kampf leider nicht zugreifen und das Dungeon vorzeitig verlassen geht auch nicht. Und da es beim Endgegner keinerlei Informationen über ihn gibt hilft manchmal einfach nur beten.

Retro extrem

Denn der Retroansatz beschränkt sich nicht nur auf Klötzchengrafik extrem und piepsigen SID-Sound an meiner persönlichen Toleranzgrenze.
Das Zauberwort der Entwickler heisst lernen durch Schmerz. Ist die Gruppe komplett besiegt dann wandert sie auf den Friedhof. Kein Speicherpunkt, kein 2. Versuch. Einmal das Ganze von vorne ist die Devise. Das Prinzip war früher der Technik geschuldet und ist heute als Permadeath wieder schwer in Mode.

Der große Boss

Der große Boss

Nun ja, schade ist nur das ich manchmal gar nicht wusste warum meine Gruppe ins Gras gebissen hat. Ausser natürlich das meine Waffen bei diesem Gegner eben keinen Schaden angerichtet haben. Aber wenigstens kann man, falls einer der glorreichen Drei überlebt, die Toten im Tempel wieder beleben.
Zusammen mit dem mickrigen, nur 20 Plätze fassenden Inventar, von denen nur 18 frei sind, führt das dazu das man einfach auch ein wenig Glück haben muss um alle Abenteuer zu bestehen. Oder eigentlich braucht man ziemlich viel davon um zu überleben.
Schafft man es aber irgendwie 8 Dungeons zu meistern, dann beginnt das ganze Spielchen von vorne, nur eben noch eine Spur schwieriger. Und schon bald liegt die nächste Heldengruppe auf dem Friedhof.
Trotzdem habe ich immer wieder angefangen, auch wenn ich das iPad manchmal beinahe an die Wand geworfen hätte. Denn auf der Habenseite brilliert das Spiel zum eine mit aberwitzigen Itemnamen, die selbst Blizzard nicht besser hinbekommen würde (Einer meiner Favoriten ist die „Mittelmäßige Robe der Mittelmäßigkeit“) und zum anderen mit Anspielungen und Seitenhieben an Alles und Jeden. Es gibt diverse Mario-Gags, der Herr der Ringe wird verwurstet und auch vor Rollenspielklassikern wird nicht halt gemacht.
Dabei sind die meisten Gags gelungen, was man nicht von jedem Spiel das sich an so etwas versucht, behaupten kann.

Und auch sonst haben sich die Entwickler von The Bitfather durchaus Gedanken gemacht. So kann man am iPhone die Darstellung umstellen, was zwar die Figuren leicht verzerrt, aber dafür den Bildschirm voll ausnutzt.
Und man kann das Spiel natürlich jederzeit unterbrechen und später an der Stelle weitermachen. Leider funktioniert nicht Geräteübergreifend über die iCloud.. Was man am iPhone in der Bahn begonnen hat kann man also nicht zu Hause am iPad weiterspielen.

Fazit

Pixel Heroes: Byte & Magic hat mich bei den ersten Versuchen etwas ratlos zurück gelassen. Zu schnell und undurchsichtig waren meine Tode. Aber trotzdem habe ich immer wieder angefangen. Zum einen weil ich endlich mal des verdammte erste Dungeon überleben wollte und zum anderen weil ich ein paar Male beinahe vor Lachen vom Sofa gerollt bin.
Erwartet ihr ein Oldschool RPG, dann seit ihr hier an der ganz falschen Adresse, aber seit ihr auch nur ein bisschen der Typ Retro-affiner Nerd und sucht ein unterhaltsames Spiel dann müsst ihr es kaufen. Auch wenn es für App Verhältnisse relativ teuer ist, so ist das Geld gut angelegt.

Screenshots

In-Game-Video

Infobox

Name: Pixel Heros: Byte & Magic
getestete Version: 1.322
Altersempfehlung: 12
Mindestvoraussetzungen: iOs 4.3
macinplay-Testsystem: iPad 2 und iPhone 5
macinplay-Empfehlung: iPad
Bugs: keine Aufgefallen
Positiv: sehr Lustig, charmanter Retrocharme…
Negativ: … der aber bis an die Grenze strapaziert wird. hohes Frustpotenzial, Spielprinzip wird auf Dauer leicht eintönig
Bezugsquellen: Pixel Heroes: Byte & Magic*
Folgekosten: keine
Werbung: keine

Alternativen

Sword of Fargoal* ist so etwas wie der Großvater aller Retro Dungeoncrawler

10000000* verbindet Dungeon Action mit dem Match 3 Prinzip

The Bard’s Tale* enthält auch die legendären ersten drei Teile der Serie, Retro RPG at its best.

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