Batman: Arkham Asylum

Batman: Arkham Asylum ist selbst für nicht-Fans des Batman-Universums ein gelungenes und wahrscheinlich das derzeit beste Comic-Spiel!

Das Spiel beginnt schon sehr filmreif und lädt ein, das Arkham Asylum ersteinmal kennen zu lernen. So erlangen wir bereits im Intro die Kontrolle über Batman und begleiten den eingelieferten Joker von der Eingangshalle zu seiner Zelle… nunja, so dachten wir zumindest. Während wir den gefangen Joker begleiten, erlangen wir bereits einen ersten Eindruck über die schaurige Anstalt und ihren Insassen und während wir mit weit geöffneten Augen die schöne Grafik (die dank Unreal Engine besonders stimmig wirkt) bestaunen, entledigt sich Joker seiner Ketten, flieht und verschafft sich dabei die Kontrolle über die Anstalt. Jetzt heißt es für den Dunklen Ritter, die Geiseln zu befreien und Joker wieder einzufangen.

Kloppppppe!

Da Joker sich nun die Kontrolle über das Arkham Asylum verschafft hat, bedeutet das auch, dass er natürlich erstmal die Insassen auf uns los lässt und das bedeutet viel Kloppe! Das Kampfsystem ist eigentlich simpel: So übernimmt Batman für uns die meiste Arbeit. Während wir auf die linke Maustaste hämmern, verteilt Batman Fäuste, Fußtritte und schwenkt auch noch von Gegner zu Gegner (sofern diese sich in unmittelbarer nähe befinden). Das ganze ist choreografisch sehr schön umgesetzt und verleiht dem Spiel sehr viel Atmosphäre, da manche Combos mit einem “Slow-Motion-Finalschlag” enden. Und desto länger eine Combo dauert, desto mehr Erfahrungspunkte erhält Batman. Mit diesen Punkten lassen sich dann weitere Attacken freischalten.

Später im Spiel werden die Kämpfe jedoch anspruchsvoller, da unsere Widersacher sich mit Maschinengewehren bewaffnen. Jetzt einfach draufzuhauen, ist reiner Selbstmord. Glücklicherweise gibt es in der Anstalt viele Wasserspeier, die hoch oben an den Wänden hängen. Auf diese kann sich Batman mit gezielten Schüssen seines Wurfhakens flüchten und von dort sein weiteres Vorgehen überdenken. Während unsere Feinde durch die Gegend patrouillieren, können wir uns im Stillen aus einer dunklen Ecke einen Gegner nach dem anderen herauspicken und diesen geräuschlos auf Eis legen. Oder wir breiten unseren Umhang aus und führen einen coolen Gleitkick aus der den Gegner erst einmal auf den Boden schleudert und wir diesen dann mit einem doch schon heftigerem Schlag ins Gesicht… zu betäuben (Batman tötet nie!). Das versucht dann aber natürlich mehr Lärm und die Gegner werden auf uns aufmerksam. Wir flüchten also wieder auf die Wasserspeier und hangeln uns von einem zum nächsten. Da merkt man aber leider, dass die KI nicht sehr ausgeprägt ist: Nach dem zweiten Wasserspeier, die wirklich nur 2 Meter von einander entfernt sind, hat der Gegner uns bereits aus den Augen verloren und patrouilliert einfach weiter.

Screenshots

Schnickschnack!

Batman verfügt über ein ausgeprägtes Arsenal an technischen Gimmicks, die wir per Knopfdruck aktivieren können. Nun befinden wir uns im Detektiv-Modus und uns werden Informationen zu Elementen angezeigt, mit denen wir interagieren können. So werden uns auch Freund oder Feind angezeigt (sogar durch Wände hindurch!). Diese werden dann entweder rot oder blau gefärbt. Im Detektiv-Modus erledigen wir aber auch viele der Rätsel, die uns in der Anstalt gestellt werden. So verfolgen wir Duftnoten von Zigaretten oder Whiskyfahnen, die eine Spur hinterlassen haben, ganz im Spürhund-Stil. Wir können aber auch mit Hilfe von Erfahrungspunkten neue Gimmicks freischalten. Explosivgel ist eines dieser schönen Spielereien und lässt sich auf brüchige Wände auftragen, um beispielsweise versteckte Puzzleteile zu bergen oder um Aufgaben zu lösen.

Nicht nur ein Gefängnis, sondern ein ganzes Gelände!

Arkham besteht aus mehreren Gebäuden und Zellenblocks die jeweils anders eingerichtet sind. So verbreitet das Herrenhaus eine andere Atmosphäre und Stimmung als das Gewächshaus. Draussen im Hof dominiert der Mondschein der verletzte Wachen und den tatsächlichen Eindrucks eines Aufstandes preisgibt. Das Ganze ist den Entwicklern sehr gut gelungen und das Gesamtpaket wirkt sogar ein wenig realistisch… zu bedenken ist weiterhin, dass es sich um ein Comic-Spiel handelt. Hut ab!

Die Schurken des Batman Universums!

In der Anstalt haben wir es nicht nur mit dem irren Joker zu tun, sondern treffen auch auf alte Bekannte wie z.B: Poison Ivy und Harley Quinn. Diese gilt des dann in anspruchsvollen Boss-Kämpfen zu besiegen. Wie diese im Detail ausfallen, möchte ich lieber nicht spoilern. Ich sage nur soviel: Es lohnt sich!

Fazit:

Ein sehr stimmiges und filmreifes Spiel im Comic-Stil. Und das schafft nicht jeder! Ich bin eigentlich nicht der absolute Batman-Fan, aber während man so durch die Gänge und Hallen des Arkham Asylums schreitet, zieht es einen immer mehr in den Bann. Batman wirkt einfach sehr cool und durch die schicke Grafik wird das Ganze stimmungsvoll unterstützt.

Cooles Game!

Systemvoraussetzungen
Mac OS X 10.6 bzw. OS X 10.7,2GHz Intel Mac Core Duo, 10GB Festplattenspeicher, 128MB VRAM
Folgende Grafikkarten werden nicht unterstützt: ATI X1xxx-Serie,NVIDIA 9400, NVIDIA 7xxx-Serie und Intel GMA-Serie.
Grafikkarten vom Typ NVIDIA 320M und Intel HD 3000 benötigen 4GB RAM.

Batman: Arkham Asylum
Batman: Arkham Asylum
Entwickler: Feral Interactive Ltd
Preis: 21,99 €
Advertisements

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Advertisements