Borders

Morgens, halb zehn in Deutschland. Bürokräfte beißen in ihr ›Frühstückchen‹, strecken sich, schlürfen ihren Kaffee und nutzen die kurze Auszeit, um eine Runde »Minesweeper« zu spielen. »Minesweeper« ist einer der Gründe, weswegen Mac-User weltweit in tiefe Unzufriedenheit und Depression stürzen: Während das Spiel auf jedem Windows-Rechner installiert ist, wird Mac OS X lediglich mit »Schach« ausgeliefert. Eine sehr unbefriedigende Situation für Mac-Nutzer: Wer erzählt, dass er in der Frühstückspause eine runde Schach spielt, wird schnell als Oberstreber ausgegrenzt. Das darf nicht passieren, und deswegen gilt es, den Mangel an kurzweiligen Spielchen auf dem Mac unbedingt zu beseitigen.

Leider müssen Mac-User dafür in die Tasche greifen. Entweder wegen des Kaufs eines der zahlreichen »Minesweeper«-Shareware-Games. Oder aber für den Kauf einer interessanten Variante des Spiels, die wir euch mit diesem Review vorstellen wollen und die den Namen »Borders« trägt.

In »Borders« seht ihr euch mit einem rechteckigen, in kleine Quadrate unterteiltem Spielfeld konfrontiert. Eure Aufgabe ist es, den Verlauf einer Linie nachzuziehen. Die Linie verläuft an den Grenzen einzelner Quadrate. Wird ein Quadrat an seinen Seiten von der Linie tangiert, wird in seinem inneren eine Zahl platziert, die euch anzeigt, an wie vielen Seiten es von der Linie berührt wird. Ihr müsst also kombinieren und logisch denken.

Um ein Linienstück zu zeichnen, klickt ihr auf die Seite eines Quadrates. Um Korrekturen durchzuführen, könnt ihr Teilbereiche der Linie durch erneutes Klicken auf den gewünschten Bereich wieder entfernen. Einfacher geht’s nicht.

Für ausreichend Denkstoff ist gesorgt: Das Spiel bietet fünf Schwierigkeitsgrade, von »Sehr Einfach« über »Mittel« bis »Sehr Schwer«. In jeden Schwierigkeitsgrad können außerdem drei Größen der Linie gewählt werden. Damit bietet das Game 15 verschiedene Schwierigkeitsabstufungen, unter denen jeder die für ihn angemessene Herausforderung finden sollte. Während ihr tüftelt, läuft eine Uhr. Je schneller ihr die Linie korrekt nachzeichnet, desto besser: Für jede Schwierigkeitsgrad- und Größenkombination führt das Spiel eigene Bestenlisten, in denen das Datum und die von euch für die Lösung des Rätsels benötigte Zeit gespeichert werden.

Falls ihr völlig verzweifelt, könnt ihr den Hilfemodus einschalten, der euch zeigt, wo ihr Fehler gemacht habt. Ein ›Game Over‹ wie in »Minesweeper« gibt es bei »Borders« übrigens nicht. Frust kommt beim Spielen also kaum auf – es sei denn, die Lösung eines Rätsels will partout nicht gelingen.

Das Spiel läuft im Fenster. Grafisch ist es auf das absolut Wesentliche reduziert. Habt ihr euer GUI auf ›Graphite‹ eingestellt, bekommt ihr im Fenster nicht einen Klecks Farbe zu sehen – außer, ihr schaltet den Hilfemodus ein.

Für den Sound gilt im Prinzip das Gleiche wie für die Grafik: Nur das Nötigste wird geliefert. Zeichnet ihr ein Linienstück, ertönt ein etwas wuchtiges Geräusch, entfernt ihr ein Stück der Linie, wird ein weiterer Sound abgespielt. Schafft ihr es, die Linie korrekt nachzuzeichnen, ertönt zur Belohnung ein kleiner Tusch – das war’s dann auch schon.

Um das Spiel auch längerfristig motivierender zu machen, wäre eine Online-Highscoretabelle bestimmt interessant – leider bringt das Spiel keine mit. Vielleicht wird ein solches Feature in einer späteren Version des Games jedoch nachgereicht?

Fazit:

»Borders« ist ein ideales Spiel für die Mittagspause. Mehr nicht. Wer Spiele wie »Minesweeper« mag und etwas Vergleichbares bislang am Mac schmerzlich vermisste, wird mit »Borders« dennoch gut bedient. Das Game spielt sich leicht von der Hand, da es kein ›Game Over‹ gibt, ist es kaum frustrierend. Grafisch und akustisch lässt es zwar zu wünschen übrig, aber einen echten Knobelfreak interessieren sowieso eher die ›inneren‹ Werte.

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt bei Mihe Software.

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