Der Inquisitor

Der Inquisitor ist ein Suchbildabenteuer, das uns diesmal in die Welt des Mittelalters entführt. Oder zumindest in ein Mittelalter, wie es sich Wolfgang „flinke Feder“ Hohlbein vorstellt.

Die Geschichte

Das Spiel basiert auf einem Roman des deutschen Autors Wolfgang Hohlbein, daher sei es erlaubt zur Einführung den Klappentext zu zitieren:
„Deutschland im finsteren Mittelalter: Der Inquisitor Tobias wird in eine entlegene Stadt im Norden des Reiches gerufen. Schreckliche Dinge geschehen in Buchenfeld – das Korn verfault, das Wasser ist vergiftet, und Kinder kommen mit Missbildungen auf die Welt. Das Volk glaubt zu wissen, wer die Schuld an allem Leid trägt: Katrin, die Frau des Apothekers. Nur zögernd nimmt Tobias die Untersuchungen auf, denn er kennt die angebliche Hexe – und hat sie einst geliebt …“
Es wird also allerhand geboten. Und auch eine überraschende Handlungswendung, der berühmt-berüchtigte „Twist“, darf natürlich nicht fehlen…

Das Spiel

Der geneigte Spieler schlüpft also in die Rolle von Tobias und versucht das Geheimnis von Buchenfeld zu lösen. Dies geschieht genretypisch durch Suche versteckter Gegenstände in einem Bild oder auch durch Vergleich zweier scheinbar identischer Bilder in denen es allerdings mehr oder weniger feine Unterschiede gibt. Viel Arbeit also für die Photoshopkünstler von Deadalic Entertainment.
Dabei kommt es durchaus vor, das man einen bestimmten Gegenstand ins Inventar gelegt bekommt (z.B. einen Schlüssel), den man dann in einem anderen Bild verwenden muss (um Beispielsweise eine Tür aufzuschliessen). Zwischendurch gibt es etwas Abwechselung in Form von Verschieberätseln oder auch einfachen Denkaufgaben. Dabei muss man dann etwa verschiedenfarbige Flüssigkeiten zu einer „Arznei“ zusammen mixen um die Ex(?)-Geliebte zu retten. So wandert der junge Inquisitor also durchs finstere Mittelalter, genauer gesagt durch das „verfluchte“ Buchenfeld und seine mehr oder weniger idyllische Umgebung und löst die doch recht einfach gehaltenen Rätsel. Und um Dinge wie ein Zeitlimit oder irgendeine Art von Rangliste oder von Punkten muss man sich auch keine Sorgen machen, all das kommt nicht vor.
Dazu gesellt sich ein integrierte Hilfefunktion falls ein Gegenstand wieder erwarten einmal nicht finden lässt. Gespielt wird mit der Maus, einfaches Point & Click ist angesagt. Vorangetrieben wird die Story durch längere Texteinblendungen die ausgiebig aus dem Buch zitieren, einen Sprecher hat man sich allerdings gespart, so das viel Lesearbeit zu verrichten ist. Das dürfte allerdings für die vermutlich angepeilte Zielgruppe (ältere Gelegenheitsspieler) kein großes Problem darstellen. Leider wurde das an den Sprechern gesparte Geld nicht in die Hintergrundmusik gesteckt, aber die kann man auch stumm schalten. Jedenfalls theoretisch, praktisch hat eine entsprechende Einstellung jedenfalls bei mir nichts bewirkt, also hab ich eben meine Boxen ausgeschaltet.

Die Technik

Technisch gibt sich das Spiel durchaus bescheiden: Mac OSX 10.4 mit 1 Ghz Prozessor und 512 MB RAM reichen um das Suchbildabenteuer zu geniessen.
Zum Start öffnet sich das Spiel grundsätzlich im Vollbildmodus und der Auflösung 1024*768, was dafür sorgt das sich einige Icons auf dem Schreibtisch plötzlich in anderen Positionen wiederfinden, nicht schlimm aber auch nicht schön. Eine andere Auflösung lässt sich auch nicht einstellen, was in Zeiten von 16:10 Screens etwas anachronistisch wirkt. Immerhin kann man auch im Fenstermodus spielen, aber natürlich lässt sich das Fenster nicht skalieren, also alles ziemlich Old-fashioned.

Das Fazit

Der Inquisitor ist nach 20.000 Meilen unter dem Meer und Mord ist ihr Hobby das dritte Suchbildabenteuer, das ich für Macinplay testen durfte, und so langsam zeigt das Genre gewisse Abnutzungserscheinungen. Zu gleichförmig ist das „Suchen und Klicken“ Schema der Spiele, zu beliebig die Hintergrundgeschichten, die als Aufhänger für die Minirätsel dienen. Auch wenn ein bekannter Name wie Wolfgang Hohlbein vor den Karren gespannt wird. Aber wer so etwas mag und noch keins der anderen Spiele besitzt, der kann einen Blick riskieren.

Screenshots (klicken für mehr)

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Bezugsquellen

Kaufen kann man das Spiel für 18,61 € in unserm Shop. Wie Amazon wohl immer auf diese Preise kommt? Auch das Buch ist dort zu bekommen.
Und wer einmal ein Suchbild ausprobieren möchte der kann dies auf der Internetseite des Spiels tun.

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