Edna bricht aus

Die Irren sind los!

… So steht es auf der Verpackung, und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Aber unserem Chefredakteur Gero (und meiner eigenen Gesundheit) zuliebe werde ich das mal näher mit Euch diskutieren.

Droggelbecher!

Die Heldin dieses Abenteuers, Edna, findet sich zu Anfang in einer Gummizelle wieder. Jedoch kann Sie sich nicht erklären, wie sie hier hineingeraten ist. Zum Glück ist ihr bester Freund Harvey bei ihr. Harvey steht Edna mit dummen Sprüchen und gleich zu Beginn mit einem Sprung in die Vergangenheit bei. Habe ich schon erwähnt, dass Harvey blau ist? Nein, er hat nicht zuviel getrunken. Blau ist seine Hautfarbe, obwohl – ich sollte wohl lieber sagen: seine Stofffarbe. Denn Harvey ist ein sprechender Stoffhase.
Also: Eine Frau namens Edna sitzt ohne Erinnerungen in einer Gummizelle, und ein blauer Stoffhase spricht mit ihr. Und das ist erst der Anfang. Im Verlauf dieses außergewöhnlichen Abenteuers bekommt man es neben vielen anderen irren Dingen mit abgekauten Fußnägeln, Reisen durch einen Wäschelift und einem Bienenmann mit österreichischem Akzent zu tun. Das klingt schon abgefahren? Keine Sorge, es wird noch schlimmer, im guten Sinne. Versucht mal, Euch mit einem Kerl namens Droggelbecher zu unterhalten! Das ist genauso ergiebig wie ein Gespräch mit einem Pokémon.

Bei ihrem Versuch, aus dieser Irrenanstalt und damit vor dem bösen Dr. Marcel zu fliehen, tappt Edna immer wieder in die wildesten Situationen. Doch sie muss sich beeilen, denn Dr. Marcel will Edna an den Kragen. Irgendwie scheint das Schicksal von Edna mit dem des Doktors durch eine gemeinsame Vergangenheit verbunden zu sein. Wenn sich Edna nur erinnern könnte. Aber dafür ist der Spieler ja da. Also los …!

Technik

Das Spiel wartet mit einem ganz eigenen Grafikstil auf: simpel und krakelig. Aber das passt genau zur „unkonventionellen“ Story. Außer bei den Charakteren gibt es keine großartigen Animationen. Alles ist schön in 2D gehalten, wie es bei den Klassikern von Lucasfilm oder Sierra üblich war – kein aufwändiges 3D-Setting. Ein Point-and-Click-Adventure der alten Schule. Man kann zwischen Vollbild- und Fensterdarstellung wählen. Leider stehen nur eine begrenzte Anzahl an Speicherplätzen zur Verfügung, so dass man nach einiger Zeit ältere Spielstände überschreiben muss. Das ist ärgerlich. An Speicherplatz sollte es heute nicht mehr mangeln.

Die Sprachausgabe ist gut, aber nicht mehr, denn nicht alle Sprecher haben die gleiche Qualität.
Da die Technik von „Edna“ nicht mit der von neuesten Actionkrachern mithalten muss, sind die Systemanforderungen erfreulich niedrig. Also sollten auch Mac-Freunde mit ihren liebgewonnenen, aber vielleicht in die Jahre gekommenen iBooks oder iMacs viel Freude an Edna haben.

Fazit

Echte Adventure-Fans müssen bei „Edna“ einfach zugreifen. Eine abgefahrenere Story habe ich seit „Day of the Tentacle“ nicht mehr erlebt. Es müssen nicht immer actionlastige Spiele sein, die die neueste Technik bis an ihre Grenzen auslastet. „Edna“ zeigt, dass eine tolle Story und skurrile Charaktere mindestens genauso viel Spaß machen können. Nicht umsonst wurde die Windows-Variante mit Preisen überhäuft. Mein Tipp: KAUFEN!

Systemanforderungen

Mindestvoraussetzungen
Mac OS X 10.4, PowerPC oder Intel Prozessor mit 1 GHz, 1 GB RAM, 1 GB freier Festplattenspeicher, DVD-Laufwerk
Testsystem
MacBook Pro, Intel Core Duo 2 GHz, Mac OS X 10.6.2, 2 GB RAM, ATI Radeon X1600 mit 128 MB

sonstige Informationen

Eine Demoversion gibt es hier (122 MB).

Sprache: Deutsch

Jugendschutz
USK: freigegeben ohne Altersbeschränkung
PEGI: –
Entwickler: Daedalic Entertainment
Mac-Portierung: Application Systems Heidelberg
Herausgeber: Application Systems Heidelberg
Edna bricht aus gibt es unter anderem bei Arktis oder auch bei Amazon.

Alternativen

Für Adventure-Fans sind auch folgende Titel empfehlenswert:

A Vampyre Story (Test)
Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel (Test)
Machinarium (Test)

Screenshots

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