Grid

Titel: Grid
getestet für: Mac OS
Testversion: 1.1
Inhaltsverzeichnis
1 – Einführungsrunde
2 – Im Rennen
3 – Boxenstop
4 – Zieleinlauf
5 – Screenshots
6 – In-Game-Video
7 – Infobox
8 – Alternativen

Einführungsrunde

Dröhnende Motoren und heiße Boliden in der Startaufstellung, das ist Motorsport. Dazu spannende Duelle auf der Piste und das ausloten von Bestzeiten durch Drifts im Grenzbereich, da schlägt das Herz eines jeden Racefans höher.
Feral Interactive schickt mit Grid einen echten Klassiker ins Rennen. Immerhin kam das Spiel bereits 2008 für Windows-PCs und Konsolen in den Handel. Schauen wir mal, wie sich der Veteran so schlägt.

Im Rennen

Wer Rennen fahren will, der muss zunächst einmal die nötige Lizenz erwerben. Normalerweise regeln das die Programmierer so, dass der Spieler zunächst einmal in den unteren Klassen mit langsamen, gutmütigen Wagen seine Runden dreht und so langsam in das Spielgeschehen eingeführt wird.
Grid geht einen etwas anderen Weg. Man bekommt ein Einführungsrennen auf einem knackigen Stadtkurs in San Francisco und eine Dodge Viper SRT-10. Einzige Aufgabe: Irgendwie die Runde zu beenden. Das klingt jetzt relativ einfach, aber die Viper ist ein richtiges Biest, ein typisches US-Muscle-Car, Power ohne Ende, aber eine bestenfalls mittelmässige Straßenlage. Und wer dann noch der Spielbeschreibung glaubt und versucht das Ganze per Tastatursteuerung in den Griff zu bekommen, der klebt mehr in der Mauer als dass er vorwärts fährt.
Mit einem Gamepad geht es dann schon wesentlich besser. Wer stolzer Besitzer eines Lenkrades ist, der wird es wohl noch besser haben. Mit Hilfe meines XBOX-360-Gamepads habe ich also die erste Runde halbwegs gut überstanden und bekomme die begehrte Rennlizenz für drei Serien.

In den USA darf ich mit fetten Muscle Cars hauptsächlich Stadtrennen bestreiten oder auch mit Stockcars an Crashrennen teilnehmen. In Europa geht es mit GT-Boliden über traditionelle Rennstrecken und in der J-Speed Liga darf ich in Asien Bergrennen bestreiten oder die Städte in wilden Drift-Events unsicher machen.
Zunächst bin ich als Paydriver unterwegs und fahre für verschiedenste Teams die Rennen. Dabei gibt es neben den Prämien für das Erreichen der Ziellinie Extraboni oder für das Überholen eines bestimmten Gegners. Erst wenn ich genügend Geld verdient habe, darf ich meinen Rennstall aufmachen. Aber wer jetzt denkt, er könne tief in eine Simulation graben, einen Rennstall managen und seine Wagen mit diversen Tuningmöglichkeiten an die Grenzen treiben, der wird wohl enttäuscht.
Denn Grid legt den Focus ganz klar auf die Rennaction. Und davon gibt es reichlich. Als Besonderheit könnt ihr nach groben Fahrfehlern die Zeit ein wenig zurückdrehen und so die Kurve nehmen, ohne euch die Motorhaube an der Leitplanke zu ondulieren. Das soll ja manchmal schneller sein…

Boxenstop

Optisch macht der Titel trotz des Alters eine Menge her. Besonders die Schäden an den Autos sehen toll aus. Fröhlich stieben die Funken, während die halb abgerissenen Stoßstange über den Asphalt schleift und Blechverformungen durch Feindkontakt verschönern die Karosserie. Allerdings musste ich auf meinem iMac das Antialiasing und die Auflösung etwas herunter drehen, damit das Spiel wirklich flüssig lief. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass mein System schon an der unteren Grenze des benötigten liegt.
Der Sound ist gelungen, die Motoren dröhnen ordentlich und euer Renningenieur versorgt euch mit mehr oder weniger sinnvollen Kommentaren zum Rennen.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Optik der Menüs. Hier kann der Titel seine Konsolenherkunft nicht verleugnen. Die Schrift ist riesig und deutlich auf den TV-Einsatz ausgelegt.
Das ist noch zu verschmerzen. Deutlich schlimmer ist, dass die Steuerung über Tastatur als mögliche Option angegeben wird. Meiner Meinung nach ist das nur was für Masochisten, die gerne Autos zu Schrott fahren und nicht ins Ziel kommen wollen.
Noch ein Wort zum Multiplayer: Feral setzt dabei auf den Branchen-Oldie Gameranger. Das ist zum einen nicht sehr praktisch. Denn wenn ihr ein Multiplayerspiel machen wollt, dann wird Grid zunächst beendet und Gameranger gestartet. Dort könnt ihr dann Grid auswählen und euer Spiel starten. Oder auch nicht, bei mir startet Gameranger nämlich gar nicht mehr, weil es mit OSX 10.9 nicht kompatibel und ein entsprechendes Update noch nicht veröffentlicht worden ist.

Zieleinlauf

Der Anfang ist etwas holperig. Aber wenn man erst mal drin ist, dann bietet Grid tolle Rennaction für das Geld – ein entsprechendes Steuergerät vorausgesetzt. Auf meiner Geburtstagswunschliste steht jetzt jedenfalls ein Logitech Driving Force GT*, vielleicht habe ich ja Glück.
Schade nur, dass Mavericks-Nutzer von Multiplayerspielen ausgeschlossen sind.

Und es zeigt auch sehr schön, wie weit iOS-Spiele noch hinter „richtigen“ Spielen hinterherhinken, denn eine Runde Mount Panorama in Grid ist schon eine andere Geschichte als die gleiche Runde in Real Racing 3.

Screenshots

In-Game-Video



Infobox

Name: Grid
getestete Version: 1.1
Altersempfehlung: 9+ (AppStore), USK: ab 6 Jahre
Link zum Publisher: Feral Interactive
Mindestvoraussetzungen: Intel Prozessor mit 1,8GHz, 4GB RAM, Grafikkarte mit 256MB, 8GB Freier Festplattenplatz, Mac OSX 10.7.5
Die folgenden Grafikkarten werden NICHT unterstützt: ATI X1xxx-Serie, ATI HD2xxx-Serie, Intel GMA-Serie, NVIDIA 330M, NVIDIA 7xxx-Serie und NVIDIA 8xxx-Serie. 

Die folgenden Karten erfordern 8GB Arbeitsspeicher: Intel HD3000, NVIDIA 9400 und NVIDIA 320M.
macinplay-Testsystem: iMac 21,5“, Intel Core Duo mit 3,06 Ghz, 8 GB RAM, ATI Radeon HD 4670 mit 256 MB, OSX 10.9
macinplay-Empfehlung: Grafikkarte mit 512 MB, Gamepad oder Lenkrad zur Steuerung
Bugs: Multiplayer unter OSX 10.9 nicht möglich, da Gameranger nicht läuft.
Positiv: Tolle Rennaction, angemessene Grafik.
Negativ: Mit Tastatursteuerung praktisch unspielbar, knackiger Einstieg.
Bezugsquellen: App Store* oder wer lieber eine Box mit Datenträger in den Händen hält, der wird zum Beispiel im macinplay Shop bei Amazon* fündig
Folgekosten: keine
Werbung: keine
App Store
[appext 594773178]

Alternativen

Ebenfalls von Feral Interactive, allerdings mit etwas höheren Systemvoraussetzungen:

[appext 574386942]

Oder falls ihr mehr auf Rallyaction steht:

[appext 426942474]

Und wer mehr Freude am Managen eines Teams hat, der schaut hier rein:

[appext 766505035]

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