iRoll

»iRoll – Der verrückte Marble-Spaß ist zurück!« so steht es auf der Verpackung. Und damit weiß der Spieler eigentlich auch gleich, was ihn erwartet: genau, der nächste »Marble Madness«-Aufguss. Ältere Spieler erinnern sich noch an den Arcade-Automaten von 1984, die jüngeren kennen es vielleicht vom Handy. Und jetzt also die nächste Version mit »cooler State-Of-The-Art 3D-Grafik«, schauen wir mal.

Öffnet man die Verpackung, dann erblickt man eine CD und einen Werbezettel auf dessen Rückseite sich eine Kurzanleitung zur Installation befindet. Auf der CD befindet sich ein weiteres Read-Me, das noch einmal die Installation erklärt. Dies ist nötig, da sich das Spiel als .tar gepackt auf CD befindet. Warum das so sein muss, wissen nur die Götter, denn die CD ist mit 37,9 MB alles andere als randvoll. Aber nun gut, also schnell das Archiv per Doppelklick entpackt und das Spiel in meinen Spieleordner verschoben. Außerdem erwähnt der Handzettel eine ausführliche Bedienungsanleitung, die sich nach der Installation im »Startmenü unter Programme« befinden soll. Diese Anleitung scheint ein Windows-only Feature zu sein, Mac-Benutzer bekommen jedenfalls das Spiel und sonst nichts.

Nachdem man das Spiel gestartet hat, wird man aufgefordert seinen Namen einzugeben. Dadurch wird ein Profil angelegt, in dem der individuelle Fortschritt abgespeichert wird. Im Optionsbildschirm kann man verschiedene Auflösungen zwischen 1024×768 bis zu 1280×1024 im Fenster oder als Vollbild wählen, die Empfindlichkeit der Steuerung einstellen sowie diverse Lautstärken anpassen. Jetzt muss der geneigte Spieler noch zwischen einem »Abenteuer« und einem »Irrgarten« wählen, bevor es losgeht.

Hinter »Abenteuer« verbergen sich 60 Level, die nacheinander freigespielt werden müssen. Dabei dienen die ersten Spielstufen, wie meist üblich, zum Erlernen der Steuerung und dem Vorstellen der Spielelemente. So wird die Kugel also zunächst einmal ohne Gegner und Hindernisse per Maus oder mit den Pfeiltasten über diverse Gegenstände gerollt, die dann jeweils Punkte bringen. Dann kommen Stück für Stück Gemeinheiten wie Beschleunigungsfelder, elektrische Wände, die bei Berührung ein Leben kosten, Zeitlimits oder fiese Gegner, die einen verfolgen, hinzu. Als »Herausfordernde Rätselelemente« dienen Schalter, die gleichfarbige Barrieren abschalten und »Memorysteine«, die als passende Paare durch Überrollen aufgedeckt werden müssen. Gegen Barrieren, Gegner und Hindernisse helfen Boni wie Schutzschild und Panzerung, gegen Bodenteile, die sich nach einmaligem Überrollen in Luft auflösen, nur geschicktes Steuern.

Hinter »Irrgarten« verbergen sich 999 frei wählbare Level, in denen der Ausgang gefunden werden muss. Zur Verfügung hat man zunächst 3 Leben, die bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl um eins aufgestockt werden. Sind alle Leben verbraucht, kann man durch das Freischalten der Level an der Stelle mit drei frischen Leben weitermachen, an der man gescheitert ist. Die Zusatzleben sind auch der einzige Daseinszweck der Punkte, da es keine Highscoreliste oder etwas in der Art gibt, Spielziel ist das Bewältigen aller Level.

Die Soundeffekte sind einigermassen gelungen, die Musik fand ich nach kurzer Zeit nicht mehr so richtig gut, aber es gibt ja im Optionsmenue die Möglichkeit etwas zu drehen, ungeduldige Naturen drücken im Spiel die Taste ›M‹, um die Musik ein- oder auszuschalten oder ›S‹, um das Gleiche mit den Soundeffekten anzustellen. Jetzt noch zu der oben versprochenen »coolen State-Of-The-Art 3D-Grafik«: Es gibt Spielfelder in isometrischer Draufsicht in verschiedenen Farben, welche einen farblich angepassten, immer gleichen Hintergrund haben. Darauf verteilt liegen bunte Objekte wie Bananen, Hamburger und Münzen, die sich bei Berührung in Punkte verwandeln. Die Münzen drehen sich und der Ball mit dem man alles überfährt natürlich auch. Das ist einigermaßen nett anzusehen (auch wenn ich mir persönlich etwas mehr Kontrast zum Hintergrund gewünscht hätte), aber »State of the Art« ist das sicherlich schon ein paar Jahre nicht mehr.

Fazit

»iRoll« erfindet das Rad mit Sicherheit nicht neu, aber es ist ganz nett für zwischendurch. Die Steuerung ist zu gebrauchen, der Schwierigkeitsgrad beherrschbar und die Grafik zweckmäßig. Positiv ist noch der günstige Preis anzumerken. Ich vermisse allerdings einen Leveleditor und eine Highscore oder Bestzeitenliste.

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt im macinplay-Shop.

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