Mafia II – Directors Cut

Einleitung

Mit “Mafia II Directors Cut” taucht man ein in die Welt des organisierte Verbrechens und versucht sich als Vito durchs Leben zu schlagen. Zu Beginn befindet man sich als Soldat in Italien. Nach der Rückkehr in die USA beginnt die Laufbahn als Kleinkrimineller.

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist wohl eines der wichtigsten Dinge in Mafia II. Man hat nahezu immer das Gefühl als würde man im Amerika der 40iger und 50iger leben und seine “Geschäfte” abwickeln. Im Spiel gibt es viele kleine Details, welche zuerst gar nicht auffallen, aber genau diese machen dieses Spiel so interessant.
Als kleines Beispiel seien hier die Radiosender genannt. Hat man etwas Größeres angestellt, so kann man sich sicher sein, dass davon auch im Radio berichtet wird.
Weiters ist es sehr interessant zu beobachten, dass sich die Umgebung verändert, je weiter man in seiner Laufbahn voran schreitet. Aber nicht nur die Umgebung selbst wird einer Veränderung unterzogen auch Fahrzeuge, Kleidung, Gebäude und das Waffenarsenal passen sich an die Zeit an.

Aufgaben als Krimineller

Um sich in der Unterwelt einen Namen zu machen muss man erstmal einiges an Arbeit verrichten. Wer die Grand Theft Auto Reihe kennt (man schnappt sich ein Auto und fährt zu einem möglichen Auftraggeber) wird hier leider enttäuscht werden. Mafia II lässt bei der Auswahl der Aufgaben und Jobs so gut wie keinen Freiraum. Man ist meistens an einen zentralen Handlungsstrang gebunden und durchläuft diesen. Die Missionen/Aufgaben/Jobs sind großteils abwechslungsreich und werden mit Hilfe von Scriptereignissen und kurzen Zwischensequenzen interessant in Szene gesetzt. Eine Kernkomponente haben aber nahezu alle Aufträge und das ist die Fahrt mit einem Auto oder anderem Fahrzeug. Dies ist einerseits logisch, da man ja irgendwie von seinem Auftraggeber zum Ziel kommen muss, aber andererseits wären alternative Fortbewegungsmittel wie Taxi oder Chaffeur (den Kollegen ans Steuer lassen, wie in LA Noir) interessant. Auch die U-Bahn (Subway) scheint ihren Dienst nicht aufzunehmen.
Ist man erstmal am Ziel seiner Reise angelangt, stellen sich die Aufträge äußerst abwechslungsreich und spannend dar. Es ist auch nicht immer zwingend notwenig von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Einige Leute kann man auch mit anderen Mitteln beeinflussen 😉

Fortbewegungsmittel

Wie bereits erwähnt, ist die Auswahl an alternativen Fortbewegungsmittel eher dürftig. Dafür ist die Anzahl der verschiedenen Automodelle die man im Laufe des Spiels zu Gesicht bekommt umso größer. Was sofort auffällt, es gibt ein Schadensmodell welches auch das Fahrverhalten beeinflusst. Auch wird die Anatomie eines Fahrzeugs berücksichtigt, falls man darauf feuert. So kann man ein Fahrzeug sehr einfach zur Explosion bringen, indem man den Tankdeckel ins Visier nimmt. Um sich einen fahrbaren Untersatz zu beschaffen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Meist wird sogar für Aufträge ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Ist man jedoch auf sich gestellt, kann man entweder in die eigene Garage gehen (dazu später mehr) oder man – um es im richtigen Jargon auszudrücken – “knackt” ein Fahrzeug. Das “knacken” des Fahrzeugs kann man entweder schnell und mit roher Gewalt erledigen indem man ein Fenster einschlägt oder man zeigt etwas mehr Feingefühl und versucht sich als Amateur-Schlüsseldienst. Beide Varianten haben natürlich unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesetzeshüter welche auftauchen könnten. Man kann natürlich auch einfach einen Wagen auf der Straße anhalten was aber einen ähnlichen Effekt hat wie das Einschlagen einer Scheibe.
Was auch noch ein sehr interessantes Plus bei den Fahrzeugen darstellt, ist, dass etwaige Beschädigungen, welche die Weiterfahrt behindern, selbst mit einem Blick unter die Motorhaube behoben werden können.
Bei der Wahl des Fahrzeuges sollte man auch ein paar Dinge beachten. Hier haben nämlich die Entwickler ein paar interessante Details umgesetzt. Flitzt man mit einem Cabrio durch die Häuserschluchten, so ist man logischerweise nicht so gut geschützt wie in einem normalen Wagen. So kann ein relativ harmloser Unfall schnell mit dem Ableben des Protagonisten enden.
Am Rande noch ein kleiner Tipp: Öfters mal vom Tempobegrenzer Gebrauch machen, damit vermeidet man ungewollte Konfrontationen mit der Polizei 😉

Hier spricht die Polizei…

Die Polizei darf natürlich in einem solchen Spiel nicht fehlen und es ist bei der Berufswahl des Protagonisten nahezu ausgeschlossen, dass man ihr immer aus dem Weg gehen kann. In Mafia II ist die Polizei sehr aufmerksam und auch nur kleine Gesetzesverstöße oder Unfälle werden geahndet. Einmal zu schnell gefahren und schon hat man einen Polizeiwagen an der Stoßstange kleben. Hier kann man sich noch überlegen, ob man den Strafzettel bezahlen will oder ob man das Risiko eingeht und versucht zu flüchten. Der Fahndungslevel wird mit verschiedenen Symbolen angezeigt.
Am Anfang nur ein Strafzettel, danach folgen Handschellen, stellt man noch mehr an, sieht man eine Waffe und 3 Sterne. Abschließend folgt dann eine Waffe (“Tommy-Gun”) und 4 Sterne. Was die Beamten dazu befähigt dem Spieler mit schwereren Waffen ans Leder zu gehen. Hier wird auch nicht mehr viel geredet und verhaftet. Sollte man den letzten Fahndungslevel erreicht haben, wird zuerst geschossen und dann die Fragen gestellt.
Man stellt sich nun sicher die Frage, wie man die Beamten wieder los wird. Hier muss man insgesamt 3 Dinge tun: Als erstes muss man mal die aktiven Verfolger abschütteln was mehr oder weniger schwierig ist. Danach sollte man sich schnell des Fluchtfahrzeugs entledigen denn nach diesem wird ja gefahndet. Abschließend kümmert man sich noch um eine neue Garderobe und schon ist das Problem geklärt.
Am besten verhält man sich während der Fahrt zu den Jobs eher ruhig um unnötige Komplikationen zu vermeiden.

Garage und Kleiderschrank

Wie jeder anständige Gangster will man natürlich über einen umfangreichen Fundus an Trenchcoats verfügen. Auch ein schicker Wagen in der Garage macht was her. Im Laufe des Schurkendaseins sammelt man automatisch div. Fahrzeuge und modische Kleidungsstücke. Ein gezieltes Sammeln macht aber nur bedingt Sinn. Grund dafür ist der Handlungsverlauf der Story wodurch es schonmal passieren kann, dass man all sein Hab-und-Gut verliert und man mehr oder weniger neu anfangen muss.

Technik und Performance

Testsystem

  • iMac mid 2011
  • Core i7 CPU mit 3,4 GHz
  • 12 GB DDR3 RAM
  • AMD Radeon HD 6970M mit 2048 MB
  • 1 TB HDD (keine SSD verbaut)
  • OSX Lion 10.7.2 (11C74)
  • Tastatur: Logitech K750 Mac
  • Maus: Cyborg R.A.T. 9

Performance

Die Performance des Spiels auf unserem Testsystem war leider nicht sehr berauschend. Es ruckelte teilweise sehr stark und die Bewegungen von Personen wirkten träge. Erst mit der Korrektur der Einstellungen nach unten war ein uneingeschränktes Spielen möglich. Da es sich bei unserem Test-Mac um eines der leistungsstärksten Consumer-Geräte von Apple handelt, sollte hier Feral nochmals etwas nachbessern um mehr Performance aus dem Spiel rauzuholen. Interessierte Spieler mit schwächeren Macs sollten eventuell auf eine Demo-Version warten um das Spiel auf ihrer Hardware vorab zu testen.

Fazit

Mit “Mafia II Directors Cut” erwirbt der Spieler eine fesselnde und spannende “Gangstersimulation”. Die Geschichte ist kurzweilig und wird umfangreich in Szene gesetzt. Besonders viel Wert wurde in Details bei den Fahrzeugen und der Umgebung gelegt. Die Performance des Spiels trübt leider teilweise den Spaß.

Hier noch der Link zur Mini-Site von Mafia 2 – Directors Cut

Preis und Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel im Mac App Store.

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Trailer & Screenshots

Abschließend hier noch der Trailer zu “Mafia II Directors Cut” und eine Sammlung von Screenshots.

Trailer

Screenshots

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Autor: Daniel Wittberger
Korrektur: Eva Harbich

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0 thoughts on “Mafia II – Directors Cut”

  1. Ray says:

    Fetter Testrechner.. Respekt!

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