Mord ist ihr Hobby

„Mord ist ihr Hobby“ ist eine TV-Serie, die von 1984 bis 1996 in den USA produziert wurde und auch bei uns einigermaßen erfolgreich war. Was also liegt näher, als aus den etwas betulichen Krimis ein Suchbildabenteuer zu machen?

Auf der Suche nach dem Mörder

Für alle die es nicht mehr so genau erinnern: Die TV-Serie drehte sich um eine ältere Dame, Jessica Fletcher, die ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Kriminalromanen verdient. Und wie der Zufall es so will ereignen sich in ihrer Umgebung diverse Morde, die sie dann aufklären muss, da die örtliche Polizei natürlich ebenso hilflos wie inkompetent ist. Dabei orientiert sich das ganze Setup eher an Miss Marple denn an Miami Vice. Also eher was zum entspannten Zuschauen und Mitraten, und weniger actiongeladene Verfolgungsjagden.

Da dachten sich die Macher von „20.000 Meilen unter dem Meer“: „Hey, das ist doch genau unser Ding, da machen wir doch schnell mal ein neues Suchbildabenteuer draus!“ Und schon hatte ich es auf dem Schreibtisch. Darum habe ich mich auch gleich auf die Suche nach den Mördern gemacht.

Wer den Test zum Jules-Vernes-Suchbildabenteuer gelesen hat, der weiß eigentlich schon, worum es geht: „Mord ist ihr Hobby“ ist ein Casual Game, das davon lebt, dass man in bunten Bildern verschiedene Dinge suchen und durch Anklicken entfernen muss.

Als besonderen Gag fehlen diesmal in den Gegenstandsbeschreibungen einzelne Buchstaben, die man ebenfalls in den Bildern finden kann, um die Begriffe zu vervollständigen. Dabei handelt es sich immer um die Vokale a, e, i, o und u sowie den im deutschen besonders oft vorkommenden Buchstaben y. Ja genau, das Spiel ist wie die TV-Serie eine englischsprachige Produktion. Was man auch daran merkt, dass die Unterhaltung der Protagonisten in einem amerikanisch gefärbten Englisch erfolgt, das immerhin mit deutschen Untertiteln übersetzt wird. Dazu gibt es einige kleine Minspiele wie Puzzles zusammensetzen oder Paare finden.

Zu Jules Vernes Suchbildabenteuer gibt es aber auch noch einige andere Veränderungen: So ist jetzt in jedem Bild ein Rätsel versteckt, das sich nur in Kombination mit einigen Gegenständen lösen lässt. Ein Beispiel: Gesucht ist der Begriff „Benzinkanister“. Ihr findet den Kanister und könnt damit zusammen mit einem ebenfalls gefundenen Trichter einen Motor mit Benzin versorgen. Der Motor springt an und hebt per Winde ein Fischernetz hoch. Jetzt könnt Ihr ein bisher verborgenes Indiz zu dem Mordfall sehen und aufnehmen. Das ist ganz nett, aber wesentlich einfacher als es jetzt hier klingt, da das Programm den Spieler an die Hand nimmt und zur richtigen Verwendung der Gegenstände führt. Und es gibt jetzt ein Zeitlimit für die Lösung der Rätsel. Dies ist allerdings so großzügig bemessen, dass man zwischendurch guten Gewissens einen Blick in die Tageszeitung werfen kann, ohne in Zeitnot zu geraten. Sollte Eure bevorzugte Lektüre dicker sein, so könnt Ihr das Zeitlimit auch ausschalten.

Der Rest vom Fest

Insgesamt gilt es fünf Fälle zu lösen, indem man sich durch kunterbunte Bildchen klickt und mehr oder weniger komplizierte Puzzles und kleine Rätsel löst. Das ist jetzt keine Offenbarung, klappt aber schon wesentlich besser als bei „20.000 Meilen unter dem Meer“. Das Spielprinzip passt wesentlich besser zur Geschichte, die Rätsel sind etwas abwechslungsreicher und auch einen Hauch anspruchsvoller, und sein Englisch kann man auch noch nebenbei etwas aufpolieren.

Dafür sind aber auch die Hardwareanforderungen leicht gestiegen. Unterhalb von Mac OS X 10.4.11 und einer Intel-CPU läuft hier nichts mehr; die PowerPC-Unterstützung ist weggefallen.

Fazit:

Ihr sucht also ein unkompliziertes Spiel für Zwischendurch, mögt leichte Rätsel und schaut manchmal „rein zufällig“ die Suchbildrätsel auf DSF, 9Live oder Sport 1 oder wie die jetzt heißen? Dann könnt Ihr nicht viel falsch machen. Auch jüngere Semester haben ihren Spaß an der Knobelei. Hardcorespieler und fanatische Rätsellöser warten vielleicht lieber auf was anderes.

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt im macinplay-Shop.

Bilder (klicken für mehr)

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