Star Trek Voyager: Elite Force Expansion Pack

Große Erwartungen wurden an das Elite Force Expansion Pack gestellt, schließlich versprach der Hersteller nicht nur neue Missionen, sondern auch die Möglichkeit, dass man sich frei auf der Voyager bewegen könne, der Großteil aller Decks sei zugänglich.

Das Starten von Elite Force geht wie gewohnt vor sich, bei der Oberfläche fällt der neue Modus „Virtuelle Voyager“ direkt ins Auge. Doch wo sind die neuen Karten? Nach einem kurzen Spaziergang stelle ich fest, dass man auf dem Holodeck, wo früher die neuen Waffen getestet werden konnten, nun die neuen Missionen ausgewählt werden können. Die von mir mit viel Spannung erwartete Captain Proton-Mission enttäuscht nach einem Test, denn sie hat keine wirkliche Story und gestaltet sich sehr eintönig, hier hätte sich deutlich mehr machen lassen.

Die andere Mission besteht in der Einnahme einer klingonischen Festung. Genau wie das Captain Proton-Programm ist sie nicht sehr abwechslungsreich und eher langweilig.

Als das Highlight des Expansion Packs wird die Möglichkeit angepriesen, sich durch das gesamte Raumschiff Voyager bewegen zu können. Bei meinen Spaziergängen traf ich auf Kollegen sowie auch Poker-Spieler und Reperatur-Mannschaften, die Voyager wirkt wirklich lebendig. Zu den Quartieren der Offiziere bekommt man Zutritt, sobald entsprechende Sicherheitsprivilegien erreicht wurden. In diesen finden sich auch Log-Bücher, die unheimlich spannend sind. Man bekommt Einblick in die Ansichten und Meinungen der verschiedenen Offiziere über das Hazard-Team und den U-Mod. Stunden lassen sich nur mit dem Lesen dieser literarischen Kunstwerke verbringen.

Was mir am besten am Expansion Pack gefällt, sind die neuen Multiplayer-Funktionen. Die drei Modi, die es bisher gab, wurden um vier weitere ergänzt. Der beste ist zweifelsohne der Assimilations-Modus. In diesem ist es die Aufgabe des Föderations-Teams, die Borg-Königin zu vernichten, während es die Aufgabe des Borg-Teams ist, die Mitglieder des Föderations-Teams zu assimilieren. Dies gestaltet sich sehr witzig, denn sobald ein Borg einen seiner Gegner assimiliert, wird dieser zu einem Borg, d.h. dass das Föderations-Team so wirklich Männer verliert. Die paar Karten, die es bisher gab, wurden um ganze 22 weitere ergänzt, hier gibt es riesige, detaillierte Karten, aber auch kleine Arenen.

Mit der Installation des Expansion Packs wird das eigentliche Elite Force um zwei neue Startdateien und um einige Dateien erweitert. Die neuen Startdateien beinhalten aber nicht nur das Expansion Pack, sondern auch die neue Version 1.2 und sind zusätzlich noch carbonisiert, sie laufen also unter Mac OS X. Das Update auf Version 1.2 ist elementar wichtig, ohne ist es nicht möglich, im Internet gegen Gegner anzutreten, die ebenfalls diese Version benutzen. Die Carbonisierung stellt sich insgesamt als sehr gut heraus, Elite Force läuft mit der gleichen Performance wie unter dem klassischen Mac OS. Beim Spielen ist aufgefallen, dass die Maus etwas hakelig zu bedienen war, wie sich nach einiger Zeit herausstellte, ist es kaum möglich, sich umzusehen während man sich bewegt. Beim Spazieren durch die Voyager ist dies nicht sehr schlimm, doch wenn man wirkliche Gefechte im Internet austrägt, wird es zu einem deutlichen Handicap. Ob hierfür in der nahen Zukunft ein Bugfix bereitgestellt wird, ist bisher unklar.

Fazit:

Im Test zeigte sich, dass der größte Vorteil des Expansion Pack die neuen Möglichkeiten des Multiplayer-Modus ist. Wer keinen Anschluss an das Internet hat, oder nicht an Online-Spielen interessiert ist, sollte sich den Kauf dieser Erweiterung zweimal überlegen. Die beiden neuen Missionen überzeugten im Test nicht, die neue Möglichkeit, auf der Voyager spazieren zu gehen, dagegen umso mehr.

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel im macinplay-Shop oder bei Amazon.de.

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