Star Wars: The Force Unleashed – Ultimate Sith Edition

Star Wars – The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition – Ein sperriger Name, aber auch ein sperriges Spiel? Wurde mal wieder eine teure Lizenz in den Sand gesetzt?

Das Spiel beginnt

Kashyyyk. Langsam geht der dunkle Lord der Sith auf ein Rudel Wookies zu. Einmal lässig mit dem Arm gewedelt und die haarigen Gesellen fliegen durch die Luft. Was dann noch atmet wird per Lichtschwert zu den Ahnen geschickt.

So beginnt „Star Wars – The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition“ und das beste daran: Du steuerst den dunklen Lord im Kampf. Damit geht zumindest für Anhänger des Imperiums schon ein kleiner Traum in Erfüllung. Natürlich ist das spielerisch nicht sehr anspruchsvoll, denn Darth Vader ist so stark, dass er kaum einen Gegner zu fürchten hat. Aber man kann sich mit der Steuerung vertraut machen, was auch dringend nötig ist.

Hat man den letzten Gegner – einen Jedi, der sich hier feige versteckt hat – besiegt, geschieht das Unfassbare: Das Lichtschwert wird dir aus der Hand gerissen, und ein kleines Kind lächelt dich an. Aber darüber bist du weder erstaunt, noch beunruhig es dich.

Einige Jahre später: Das Kind hört auf den schönen Namen „Starkiller“ und ist der Schüler Darth Vaders geworden. Ab jetzt spielst du diesen Charakter und steuerst ihn durch imperiale Intrigen und viele Kämpfe.

Auf der Jagd

Das Spiel ist zeitlich wenige Jahre vor den Teilen 4 bis 6 der Kinofilme angesiedelt, und so werden wir von Darth Vader zusammen mit einer schicken Pilotin und einem Roboter quer durch die Galaxis geschickt um die letzten Jedis aufzuspüren und zu töten.

Dabei geht es nicht darum, subtil durch die Gegend zu schleichen, wie man es vielleicht von einem Auftragskiller erwarten würde. Nein, hier wird die große Keule ausgepackt – viele Gegner erfordern auch entsprechende Kampfmaßnahmen. Und so werden per „Machtschub“ die Gegner oder auch das Inventar aus dem Weg geräumt, oder per „Machtgriff“ gepackt und durch die Gegend geschleudert. Im Nahkampf kommt dann natürlich das Lichtschwert zum Zuge. Dabei sind die Level schön gestaltet, und auch die Kämpfe sind nett anzusehen. Praktischerweise muss man nicht auf so etwas wie Verbündete achten. Schon beim ersten Auftrag wird einem klargemacht, dass Darth Vader keine Zeugen gebrauchen kann. Also gilt es, alles was sich bewegt, anzugreifen, egal ob imperiale Sturmtruppen oder Rebellen. Was die Anzahl der Gegner pro Level noch einmal in die Höhe schraubt. Die gefundenen Jedis stellen so etwas wie Endgegner dar und sind dementsprechend schwierig zu besiegen. Um ihnen endgültig den Garaus zu machen, gilt es, bestimmte Kombinationen auszuführen die das Spiel vorgibt.

Auf dem Weg dahin kann man auch einiges der Umgebung zerlegen, was den Spielspaß nicht unbedingt mindert. Selbst die Fenster der Raumschiffe können zerstört und so eine Menge Gegner auf einmal ins All gesaugt werden. Dankenswerterweise kann man jederzeit speichern, so dass ein Bildschirmtod nicht allzu drastische Auswirkungen auf die Spielzeit hat.

Das Spiel ist also ein klassischer Actionkracher. Und das ist auch gut so. Dabei gibt es hier und da Extras einzusammeln und auch Neues zu entdecken. So kann man seinen Charakter mit Hilfe von gefundenen „Machtsphären“ verbessern oder sein Lichtschwert durch Kristalle aufbretzeln. Im Laufe des Spiels lernt man neue Kombos, um besser zu kämpfen, und natürlich hat Darth Vader noch andere Pläne mit einem, als nur Jedis zu meucheln. Aber auch wenn dadurch ein Hauch von Rollenspiel auf der Bildfläche erscheint, so ist es doch ein reines Actionspiel.

Die helle Seite

Die Grafik ist sehr gelungen, aber noch mehr gilt das für den Soundtrack. Was einem an Original „Star Wars“ Soundtrack und anderen Stücken um die Ohren schmettert ist wirklich toll. Das Leveldesign ist zwar gradlinig, aber nichts desto trotz detailreich gestaltet. Wenn gleich im ersten Level die riesigen Sternenzerstörer über einen hinwegdonnern oder ein T-Fighter getroffen im Abgrund verschwindet: Das hat schon was. Dazu gibt es einen Haufen Gimmicks. So lässt sich etwa der Charakter individuell einkleiden oder man kann sich Artworkzeichnungen und Filmsequenzen zu Gemüte führen. Und selbstverständlich werden im Laufe des Spiels immer mehr dieser kleinen Belohnungen freigeschaltet.

Dazu ist die ganze Stimmung das Star-Wars-Universums ganz gut ins Spiel gebracht worden, und als Zugabe gibt es noch drei Extralevel. Herz was willst du mehr?

Die dunkle Seite

Was will ich mehr? Zum Beispiel kürzere Ladezeiten. Manchmal habe ich geglaubt, dass sich jetzt mein kleiner iMac in die ewigen Jagdgründe verabschiedet habe. Aber nein, das Spiel hat nur etwas geladen und dabei geschätzte 200 mal seinen Namen „Star Wars – The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition“ vor sich hingesagt.

Dass es sich um eine Konsolenumsetzung handelt, kann „Star Wars – The Force Unleashed“ auch in der „Ultimate Sith Edition“ nicht verheimlichen. Wer kein Gamepad zur Verfügung hat, der wird sich des öfteren die Finger verknoten. Für einige Aktionen ist es nämlich notwendig, mehrere Tasten zu drücken und mit der zweiten Hand die Maus treffsicher zu bewegen. Und das ist manchmal genauso schwierig wie es sich anhört. Mit einem XBox-Controller geht das Ganze dann gleich viel flüssiger von der Hand. Aber selbst mit diesem Pad ist die Steuerung besonders im Kampfgetümmel manchmal etwas sehr gewöhnungsbedürftig, zum Beispiel wenn die Kamera mal wieder macht was sie will.

Und auch die Verwendung eines Gamepads ist längst nicht so problemlos wie es zunächst aussieht. So kann man zwar im Startmenü die Steuerung von „Maus & Tastatur“ auf „XBox 360 Controller“ umstellen, nur leider kommt man dann nicht über den Startbildschirm hinaus, weil es mit der Unterstützung des Controllers irgendwo hakt. Abhilfe schafften da nur Tools wie ControllerMate oder USB Overdrive.

Es gibt Spiele, bei denen die Installation kaum länger als die Aussprache des Titels dauert. Bei „Star Wars – The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition“ ist das nicht gerade der Fall, denn es gilt zunächst, von zwei DVDs gut 25 GB Daten auf die Festplatte zu schaufeln. Und wer nicht als Admin auf seinem Mac arbeitet, der sollte tunlichst den vorgeschlagenen Installationspfad nicht ändern. Sonst bekommt er nämlich die zweite Silberscheibe nicht installiert.

Diese Punkte sind extrem ärgerlich, und solange kein Patch diese Mängel behebt, mag ich das Spiel nicht uneingeschränkt empfehlen. ASH verspricht jedenfalls eine Prüfung.

Das Ende der Geschichte

„Star Wars – The Force Unleashed: Ultimate Sith Edition“ bietet viel für Auge und Ohr. Sehr viel. Star-Wars-Fans kommen schon in dem Moment auf Ihre Kosten, wenn der Vorspann abrollt und die Titelmelodie sich in die Gehörgänge bohrt. Der Rest der spielenden Menschheit erfreut sich an knackigen Kämpfen. Dazu gibt es eine nette Geschichte, aber auch eine stark gewöhnungsbedürftige Steuerung mit einigen Macken sowie ein auf Dauer doch etwas einseitiges Spielgeschehen. Positiv zu bemerken ist noch, das das Spiel komplett in Deutsch vorliegt, und dabei hat ASH einen guten Job gemacht.

Spaß macht es aber auf jeden Fall, und wer dem Star-Wars-Universum ähnlich verfallen ist wie ich, der stört sich weder an den erwähnten Problemen noch am fehlenden Mehrspielermodus.

Systemvoraussetzungen und Bezugsquellen

Soviel Pracht erfordert natürlich auch entsprechende Rechenkraft: Ein 2,4 GHz Intel-Mac mit Mac OS X 10.5 und 2 GB RAM sollte es schon mindestens sein. Dazu gesellt sich dann mindestens eine NVIDIA Geforce 8600 oder ATI Radeon HD 2600 mit jeweils mindestens 256 MB VRAM. Macs mit Intels bekloppter GMA-onboard-Grafik müssen leider draußen bleiben.

Getestet habe ich das Spiel auf einem iMac 21,5“ mit ATI Radeon 4670 (256 MB) mit 4 GB Arbeitsspeicher und Mac OS X 10.6.2. Dabei lief das Spiel in der nativen Bildschirmauflösung (1920*1080) fast immer flüssig.

Das Spiel ist ab 12 Jahren freigegeben, jüngere Schüler der dunklen Macht müssen sich also etwas zurückhalten.

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Spiel im macinplay-Shop.

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