XIII (Preview)

Du wachst am Strand auf, über dir das Gesicht einer schönen Baywatch-Nixe und ihr beide seid allein… Bis zu diesem Punkt hört sich der Anfang des grafisch innovativen Shooters XIII von Feral eher nach einer verkappten Liebesschnulze an, wären da nicht zwei kleine Probleme: Zum einen bist du einer der meistgesuchten Männer der Welt, weil du den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ermordet hast, und zum anderen weißt du nicht mehr, wer du bist, was du gemacht hast und warum du an diesem Strand liegst und dich an nichts erinnern kannst.

Basierend auf der Comic-Reihe „XIII“ wurde dieser Shooter grafisch ebenfalls im Comic-Stil gehalten, was dank der Cell-Shading-Technologie trotz der „simplen“ Grafik im Vergleich zu anderen Shootern ziemlich beeindrucken aussieht und das richtige Feeling vermittelt. Und da das Spiel schon ein Comic als Vorlage hat, dürfen einige Comic-typischen Effekte natürlich nicht fehlen wie zum Beispiel die „Ahhhs“ und „Buffs“ und „Pengs“, welche immer dann im Geräuschblasen-Stil auf dem Bildschirm auftauchen, wenn ein Gegner das digitale Jenseits betritt oder wenn man schießt. Nettes Feature ist hier noch, dass der Held über einen zusätzlichen Sinn verfügt, der ihn Gegner hören lässt, die auf der anderen Seite der Tür stehen und damit sogar ihre Richtung und Entfernung bestimmen kann. Im Spiel sieht das dann so aus, dass auf einmal ein „Tap, Tap, Tap“ erscheint, das sich mit dem Gegner mitbewegt und je nach Entfernung größer oder kleiner wird. Sehr nützlich, wenn man dem Feind mal in den Rücken fallen will!

Trotz einer Comic-Vorlage – oder in diesem Falle vielleicht gerade deswegen – geht es bei XIII recht brutal zur Sache. Im Waffenarsenal hat man alles möglich von Flaschen über Stühle, Holzbretter, Wurfmesser und die üblichen Handfeuerwaffen. Trifft man einen Gegner an besonders empfindlichen Punkten wie dem Gesicht, dann wird man dadurch „belohnt“, dass zusätzlich noch drei kleinere Fenster aufpoppen, die das ganze dann noch mal sehr ausführlich und detailliert zeigen inklusive aller Blutfontänen und Schmerzensschreie, die man so von sich gibt, wenn man ein Messer im Auge hat. Ob das allerdings wirklich notwendig ist, um das Spielgeschehen zu vertiefen, darf allerdings bezweifelt werden. Die USK fand das bei der PC-Version, die ich für diese Vorschau auf die Mac-Version benutzt habe, nicht so schlimm und gab dem Spiel ein „Ab 16“.

Gelegenheit für solche Extraeinlagen gibt es jedoch in den zahlreichen Leveln zur Genüge. Fängt man noch recht bescheiden am Strand an, so geht es weiter in die Wüste Nevadas, schneeverschneite Berge, Gefängnisse und militärische Stützpunkte, um hier einige der örtlichen Gegebenheiten zu nennen. Alle Level können immer wieder mit netten kleinen Details aufwarten, wie Soldaten, die ihren Kameraden ein kleines Ständchen singen und so für die nötige Ablenkung sorgen, damit man sich vorbeischleichen kann, oder aber Mitgliedern einer Spezialeinheit, die sich über einen ehemaligen Kameraden unterhalten, der verschwunden ist.

Fazit:

Alles in allem macht dieser auf der Unreal-Warfare-Engine basierende Shooter richtig Laune und ist in der Lage, dem Genre einen gewissen neuen Schub zu geben, der bei anderen Spielen irgendwie seit der x-ten Auflage auf der Strecke geblieben ist… XIII gehört auf alle Fälle auf die Wunschliste für jeden 3D-Shooter-Fan, der mal Lust auf was Neues hat und wissen will, wer eigentlich den Präsidenten ermordet hat!

Ingmar Wenz

Verfügbarkeit

Zu haben ist das Produkt im macinplay-Shop.

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