Tactical Ops: Crossfire

Von Tom

Wie alles begann…

Kurz vor dem Beginn des neuen Jahrtausends begann auch die Geschichte von Tactical Ops. Im Dezember ’99 kam eine neue Modifikation der Unreal Tournament Engine.
SWAT 1.0 war geboren. Doch musste sich die Gruppe um den Mod schnell einen neuen Namen einfallen lassen, da der alte lizenzrechtliche Probleme mit sich brachte. So beschloss man kurzer Hand das Ganze in Tactical Ops umzubenennen. Vom Prinzip her, ähnelt das Game der Modifikation der Half Life Engine, auch bekannt als Counter-Strike. Der Hauptunterschied jedoch besteht darin, dass TO wesentlich „aktionlastiger“ und sich schneller Spielt als CS. Auch gibt die Engine, zumindest im Vergleich HF zu UNREAL , einfach mehr her 😉

Dann wurde im April ’05 eine neue Version des Games angekündigt. Niemand glaubte so recht daran, was vielleicht auch daran lag, dass man sich ausgerechnet den 1. April für die Ankündigung ausgesucht hatte. Aber nun ist es soweit. Die erste Beta ist draußen und natürlich mussten wir uns die gleich mal zu Gemüte führen.

„Was gibt’s für’s Geld“

Der Mod legt es nicht darauf an, 100% Realismus zu vermitteln ,was auch meiner Meinung nach in die Hose gehen kann (vgl. CS) Entwickelt wurde das Ganze vom alten TO Team. Dazu gekommen sind noch etliche Mapper und Grafiker.
Eigentlich wurde hier alles komplett neu geschrieben. Man findet in den Leveln so gut wie kein Element aus UT 2004, welches nicht an das Gameplay angepasst wurde. TO Crossfire stellt also eher ein komplettes Game dar, als eine blosse Modifikation.
Am Anfang hab ich mir etwas schwer getan, in das Spiel zu finden. Jedoch, ist man erstmal eingespielt, macht’s von Minute zu Minute mehr Spass. Und glaubt mir, es macht echt süchtig. Ein Battle mit nem Kumpel von mir, sollte eigentlich nur 1 bis 2 Stunden dauern. Irgendwie hat sich das Ganze dann übers Wochenende hingezogen 😉 Allerdings muss man sagen, dass man hier und da noch deutlich den BETA Charakter des Games erkennt. Sei es bei Objekten, welche noch überarbeitet werden müssen, als auch am Sound, der ab und an mal hackt. Im Großen und Ganzen ist das Game jedoch auch in diesem Stadium bereits gut spielbar.

Gekämpft wird, wie schon Eingangs erwähnt, entweder auf Seiten der bösen Terroristen oder als Mitglied der Special Forces. Natürlich darf es in einem FPS nicht an Waffen fehlen. Hierbei gibt es einige, die nur einer bestimmten Fraktion zur Verfügung stehen. Andere können von beiden Seiten erworben werden.
Von den Scenarios stehen natürlich alle Klassiker zur Verfügung, aber auch neue, interessante Sachen. Mit dabei sind die guten alten Bomben Scenarios, Geiselbefreiung, aber auch Terminal Hacking und Team Deathmatch.
Der Schwerpunkt bei TO:C liegt natürlich im LAN und Online Play. Gleich zu beginn der Testphase, befanden sich bereits duzende von Server online. Es sollte als kein Problem darstellen, sich hier gleich ins Getümmel stürzen zu können. Natürlich ist auch ein Bot-Modus integriert, Jedoch hier von „Künstlicher Intelligenz“ zu sprechen, halte ich in diesem Stadium noch von beinahe lächerlich

 

„Up Your Arsenal!“

Kommen wir nun zum einem weiteren interessanten Teil: den Wummen 😉
Was wäre ein FPS ohne richtiges Arbeitsgerät. Natürlich ist dies auch in TO:C vorhanden. Erfahrene Spieler werden sich hier schnell zu Hause fühlen, denn es sind natürlich viele Klassiker dabei. Aber auch einige neue, nette Erweiterungen, welche einem das Leben erleichtern und den Gegnern erschweren.
Natürlich für den Nahkampf Messer, was sonst. Die Spec’s bekommen das SpecPlus und die Terrors ein Tauchermesser. Bei den Handfeuerwaffen sind 4 Modelle vertreten. Für die Guten dieses mal die Beretta 92F, für die Bösen die HK USP Compact. Natürlich gibt es hier auch gemeinsame Waffen, wie die alt geschätzte IMI Desert Eagle und die Taurus Raging Bull.

Bei den Submaschinen-Pistolen reicht die Palette bei den SF von der vollautomatischen Mac11, über die HK MP5k PDW bis zur HK MP7. Die Terroristen dürfen sich mit der Scorpio vz.61, dem Klassiker HK MP5A3, der FN P90, oder der Famae SAF Silenciada vergnügen.

Natürlich bedarf es auch durchschlagskräftiger Waffen im Häuserkampf. Hier kommt die Shotgun Fraktion voll und ganz auf Ihre Kosten. Mit dabei sind auf Seiten der SF die Franchi SPAS 12 und die vollautomatische M3 Jackhammer. Die bösen Buben dürfen mit der süßen Serbu Super Shorty und der Benelli Nova Pump Tactical durch die Gegend holzen.

Darf’s noch ein bisschen mehr Bumms sein? Here we go. Ganz vorne dabei die M4 Commando, sowie die Famas G2 und die Steyr Aug aus Ösiland. Gegenüber treten an die IMI Galil und Sig 551. An der AK 47 und der HK G3 dürfen sich beide Parteien nach Herzenslust austoben. Last but not least die Scharfschützengewehre. Was wäre das Leben ohne sie. Für unsere lieben Counter-Terrors gibts die HK MSG90. Die Gegenseite ballert mit der Dragunov SVD zurück. Beide jedoch lechzen nach der AI AWM. Denn hier reicht ein Schuss als Jenseitssendung. Der Zweite ist dann Leichenschändung 😉

Jedoch sollte man mit all diesen Waffen nie in ein Gebäude stürmen, welches man nicht vorher dementsprechend gesichert hat. Hierfür sind kleine nützliche Helfer in Form von Granaten am Start. Mit der XM86 Flashbang kann man seinen Gegner wunderbar blenden oder mit der AN M8 Rauchgranate im wahrsten Sinne des Wortes ausräuchern. Wer es lieber auf die harte Tour mag, kann sich auch der M61 Splitter Granaten bedienen. Ihr seht also, für jeden ist was dabei. Eingekauft wird das ganze über das gute alte Supply Menu aus TO. Leider sind die Waffen und das Equipment nicht durch Bilder ergänzt. Dies hätte vor Allem Anfänger, die mit den Waffenbezeichnungen noch nicht so klar kommen, etwas geholfen. Aber wer weiss, vielleicht findet dieses Feature ja noch Einzug in einer kommenden Version.
Auch die Körpertrefferzonen wurden überarbeitet. Der Schaden wird nun noch differenzierter gewertet. Immer ganz davon abhängig, welches Körperteil denn nun auch getroffen wurde. Also keinen Headshot bei einem Schuss ins Knie 😉

O Brothers in Arms, Where Art Thou?

Natürlich helfen Waffen alleine nicht. Man braucht auch Level in denen man auf seinen Gegner Jagd machen kann. Die mitgelieferten 11 Maps sind in sehr unterschiedlichen Umgebungen und Ländern angesiedelt und auch dementsprechend angepasst. Die Atmosphäre kommt bei allen sehr gut rüber und das Leveldesign alter Klassiker wurde für den Spielfluss nochmals neu überarbeitet.
Natürlich hackts an einigen Enden noch ein wenig. Aber das störrt den Spielspass nicht im geringsten. Auch ist immer für Spannung gesorgt, da in allen Maps verschiedene Strategien und Angriffsrichtungen möglich sind.

Engine at its best!

Echt Wahnsinn, was die Jungs aus dem Entwicklerteam aus der Engine herausgeholt haben. Die Effekte schauen alle sehr beeindrucken aus. Auch wenn hier und da noch, was Kantenglättung angeht, etwas nachgebessert werden muss.
Auch sehr erwähnenswert ist die konstante Framerate. Diese bleibt im gesamten Spiel, selbst im härtesten Feuergefecht, nahe zu immer gleich. Zum Thema Sound ist zu sagen, dass dieser, wenn auch nicht immer, überzeugen kann. Die Effekte klingen in meinen Ohren noch etwas „blechern“ aber denn noch gut. Der Soundtrack ist bunt gemischt und dürfte so alle Fraktionen zu frieden stellen.

Fazit

Ich bin zutiefst beeindruckt von dem, was die Jungs da auf die Beine gestellt haben. Wenn man bedenkt, dass dies nur durch Freizeit geschieht und Sie nichts dafür bekommen, ist Ihr Durchhaltevermögen bewundernswert. Das Spiel ist, trotz der Beta-Phase, schon sehr weit. Auch wenn’s hier und da mal hackt, die Stimmung springt sofort über und macht geradezu süchtig. Die Maps sind ausgewogen und für jeden ist etwas dabei. Die bewehrte UT2004 Engine macht das Ganze zu einem wahren Augenschmaus. Vielleicht könnte man noch einen Schritt weiter denken, Richtung UT2k7 ? Alles in allem, auf alle Fälle einen Test wert und man sollte das Projekt unbedingt im Auge behalten!

 

Publisher
TO Crossfire Team
Produktseite
http://www.to-crossfire.net/
Mind. Systemanforderungen
Da das Game auf der UT2k4 Engine basiert, sollte diese annähernd gleich sein.
Testsystem
iMac 20″CoreDuo 2 GHz
2 GB Ram
OSX 10.4.6G5/2,7Ghz Dual
3GB Ram
ATI Radeon X800
OS X 10.4.6

Pro
gute Grafik
schnelles Gameplay
Contra
dumme Bots
Sound etwas blechern Dieser Testbericht erschien ursprünglich auf crackintosh.de und wird mit freundlicher Genehmigung von Olaf Kasper und seiner Autoren hier für die Nachwelt erhalten.

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