UMTS-iPhone zum 9. Juni?

Gerüchte sind ja gut und schön, aber besser sind doch Meinungen von unabhängigen Fachleuten. In diesem Falle von Marktanalysten der Citigroup. Die rechnen nämlich damit, so berichtet die englische Macworld, dass am 9. Juni ein neues UMTS-iPhone präsentiert werden wird.

Damit aber die derzeitigen iPhones, die bekanntlich datenübertragungstechnisch nur EDGE können und damit doch recht schwachbrüstig sind, doch noch abverkauft werden können, rechnen die Analysten mit einem Preisrutsch auf 299 Dollar (aktuell etwa 190 Euro). Außerdem könne sich der Formfaktor leicht verändern.

Apple hatte auf seiner wir-veröffentlichen-unsere-Quartalszahlen-Veranstaltung vorgestern großspurig behauptet, noch in diesem Jahr 10.000.000 (das sind zehn Millionen) iPhones absetzen zu wollen. Aktuell ist man gerade mal knapp 2.000.000 (das sind acht Millionen zu wenig) los geworden. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn das Ziel erreicht werden soll, denn das Jahr ist bald schon halb rum. Um die fehlenden acht Millionen iPhones unter die Leute zu bringen, hat Apple eigentlich nur eine Chance: in neue Märkte gehen. Da bieten sich irgendwie China (Olyyyyyympiaaaa!) und Indien mit ihren riesigen Potenzialen an Menschen an. Ja, auch in China und Indien gibt es Leute, die sich Apple-Produkte leisten können. Vermutlich sogar mehr, als in Europa und Nordamerika zusammengenommen überhaupt Menschen leben.

Gehen wir also erst einmal davon aus, dass Apple einen Deal mit den Chinesen und Indern vorbereitet (oder schon in der Tasche hat), um die gesteckten Ziele zu erreichen. Gehen wir erst einmal lieber nicht davon aus, dass Apple die europäischen Preise auf ein erträgliches Maß senkt, die bescheuerte Vertragsbindung an Exklusivpartner aufhebt und endlich vernünftige Business-Software bereitstellt, die das iPhone wenigstens zum unschönen und klobigen Blackberry in Konkurrenz setzt.

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