Stellenabbau bei Maxis und Raven

Hinter dem Studio Maxis verbirgt sich die Schmiede, die Simulationsspiele wie „Sim City“ (mit all seinen Spin-offs und Ergänzungen), „Die Sims“ und „Spore“ erfunden hat. Kopf hinter den Riesenerfolgen ist Spielentwickler Will Wright, der Maxis jedoch im April verlassen hat, um ein neues Unternehmen namens „Stupid Fun Club“ zu gründen. Maxis gehört zu Electronic Arts. Raven Software, Bestandteil von Activision, hat eine andere Geschichte: Sie sind die Entwickler von Actionhits wie der „Heretic“- und „Hexen“-Saga, den „Soldier of Fortune„-Teilen, von „Star Wars Jedi Knight II: Jedi Outcast“ und „Star Wars Jedi Knight: Jedi Academy„, „Quake 4“ und der Neuauflage von „Wolfenstein“. Viele dieser Spiele wurden in enger Zusammenarbeit mit id Software und anderen Branchengrößen entwickelt.

Beide Studios verbindet eine traurige Gemeinsamkeit: Sowohl Activision als auch Electronic Arts nutzen die Wirtschaftskrise, um die Studios zu verkleinern und Stellen abzubauen. Das ist eigentlich seltsam, denn die Videospielindustrie trotzt der Wirtschaftskrise. Entsprechend dürfte sich das Betriebsklima bei Raven und Maxis rasant der Grasnarbe nähern und die Motivation der Mitarbeiter mit sich reißen. Wer in einem gestalterischen Beruf tätig ist – Spieleentwickler sind das -, der weiß, dass der natürliche Feind des Kreativen der Controller ist, der ausschließlich den Shareholder Value im Blick hat. Wir sind gespannt auf die künstlerische Qualität der nächsten Produkte aus diesen beiden Häusern.

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