Blizzard gewinnt, WoW verliert

Spieleentwickler und -publisher Activision Blizzard hat 2011 ein extrem ertragreiches Geschäftsjahr hingelegt. Bei steigenden Umsätzen (die Einnahmen stiegen um rund sieben Prozent auf 4,76 Milliarden Dollar) konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn um ca. 160 Prozent auf eine gute Milliarde Dollar fast verdoppeln. Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Robert Kotick, präsentierte die Zahlen.

Mehr als je zuvor hat Activision Blizzard im vergangenen Geschäftsjahr von Verkäufen im digitalen Raum profitiert. Im Jahresvergleich seien die Einnahmen über digitale Kanäle um mehr 14 Prozent auf mehr als 1,6 Milliarden Dollar gewachsen. Damit erreicht das Digitalgeschäfts 35 Prozent an den Gesamteinnahmen des Konzerns. Dieser digitale Erfolg habe mittlerweile mehr gründe als nur das seit Jahren als Cash-cow dienende MMORPG »World Of WarCraft«. Was vielen Mac-Spielern kaum bewusst ist: Neben WoW kommt auch die überaus erfolgreiche und auf dem Mac mittlerweile recht stiefmütterlich behandelte »Call of Duty«-Reihe von Activision Blizzard. Besonders beliebt ist hier der mit »Modern Warfare 3« eingeführte, kostenpflichtige Onlineservice »Call Of Duty Elite«. Diesen kostenpflichtigen Account nutzen mittlerweile rund 1,5 Millionen Premiumnutzer.

»World Of WarCraft« verliert hingegen an Einnahmen. Dies ist wohl auf die längere Phase ohne neues Add-on zurückzuführen. Daher verliere das Rollenspiel schon seit Monaten immer mehr Nutzer. Außerdem kam im vierten Quartal 2011 mit »Star Wars: The Old Republic« ein starker Konkurrent auf den MMORPG-Markt. Immerhin ist der Spielerverlust um das Achtfache geringer als im Quartal zuvor.

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