Gamescom 2016 – unsere Eindrücke von der weltgrößten Messe für Computerspiele

Die Computerspielemesse Gamescom 2016 war im August fünf Tage lang Anziehungspunkt für hunderttausende Privat- und Fachbesucher. Auf dem Messegelände in Köln drängten sich die Besucher, um die kommenden Spiele-Hits für Computer und Konsolen zu anzuspielen. Wir waren in diesem Jahr zu zweit vor Ort, um nach neuen Hits für Mac, iPhone, iPad und Apple TV Ausschau zu halten.

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Mitte August 2016 war für Computer- und Konsolenspieler wie immer in den letzten Jahren die langersehnte Zeit der Bescherung. Fünf Tage lang präsentierten Entwickler und Publisher aus aller Welt in Köln auf der Gamescom 2016 ihre aktuellen und kommenden Games.

Gamescom 2016 – macinplay vor Ort

Auch wir stürzten uns in diesem Jahr wieder ins Getümmel. Diesmal waren wir wieder zu zweit. Neben Holger, der drei Tage lang die Hallen unsicher machte, fuhr auch ich wieder für zwei Tage zur Messe, nachdem ich zur Gamescom-Zeit im vergangenen Jahr lieber im Kreißsaal in Kiel meinen eigenen Gamer-Nachwuchs begrüßt hatte. Ein Jahr später weiß der Kleine übrigens schon, wie er Siri an meinem iPhone aktiviert und freut sich immer, wenn das Telefon zu ihm spricht. Damit ist Junior also auf dem besten Weg, wie sein Papa und seine zwei großen Brüder zum Gamer zu werden.

Gamescom 2016: Anstehen für den Sicherheitscheck
Gamescom 2016: Anstehen für den Sicherheitscheck

Anstehen bei den Sicherheitskontrollen

Doch genug vom Familien-Idyll. Dafür war auch in diesem Jahr viel zu viel los auf der Messe. Unter dem Eindruck von Terroranschlägen und Amokläufen der vergangenen Wochen im In- und Ausland wurden erstmals Sicherheits-Checks vor dem Einlass zu den Messehallen durchgeführt. Sowohl Privat-, als auch Fachbesucher, Aussteller und Pressevertreter mussten sich den Kontrollen unterziehen. Die Veranstalter baten im Vorfeld die Cosplayer darum, ihre selbstgebastelten Waffen daheim zu lassen. Auch die restlichen Besucher sollten möglichst ohne Gepäck anreisen, damit die Kontrollen nicht übermäßig Zeit in Anspruch nehmen würden. Ein hehrer Wunsch, aber schließlich muss man Schnittchen und Trinkflasche irgendwie transportieren. Das Catering auf der Messe liegt ja für Teenager und schlecht bezahlte Redakteure etwas über dem zur Verfügung stehenden Budget.

Wer dennoch mit dem Rucksack anreiste, musste ihn durchsuchen lassen. Wir wissen nicht, wie es bei den Privatbesuchern lief, aber in der Presseschlange verlief alles recht zügig. Doch wer in weiser Voraussicht bereits um 7:00 Uhr den Sicherheitscheck über sich ergehen ließ, hing dann bis zum offiziellen Einlass um 10:00 Uhr zwischen Sicherheitscheck und Eingang zu den Messehallen fest.

Allerdings waren die Kontrollen bei uns Presse-Fuzzis auch nicht besonders streng. Das klappernde Etui mit dem Bedienteil des Autoradios veranlasste den Kontrolleur zwar zur Nachfrage: „Irgendwelche Waffen dabei?“ Als ich dies verneinte, war ich aber auch schon durch. Ich nehme mal an, dass man bei einer französischen, britischen oder US-amerikanischen Kontrolle nicht so schnell durchgekommen wäre.

Anreise mit Hindernissen

Apropos Anreise: Im Grunde ist es relativ egal, wie man zu diesem Mega-Event anreist. Ich habe meine Wurzeln am Niederrhein und komme deshalb zur Gamescom-Zeit immer bei der Verwandtschaft unter. Von dort reise ich täglich dann die gut 90 km nach Köln und wieder zurück.

In diesem Jahr entschied ich mich am Gamescom-Mittwoch für das Auto – blöde Idee. Die Autobahnen der Region waren voller Baustellen. Trotz der Ferienzeit in Nordrhein-Westfalen war das Verkehrsaufkommen sehr hoch. So dauerte die Fahrt deutlich länger als erwartet. Der Presseparkplatz war bei meiner Ankunft auch schon voll, aber es waren noch Plätze auf dem Privatbesucherparkplatz frei. Im Laufe des Tages sollte dieser sich auch füllen, obwohl der erste Tag der Messe wie immer eigentlich Fachbesuchern und der Presse vorbehalten war. Bei der Rückfahrt wurde die Auffahrt auf die Autobahn sogar mit einer Ampelanlage geregelt: „Gut. An der Ampel warten, bei Grün auf die Beschleunigungsspur, immer nur ein Auto. Der Nächste.“

Für den Gamescom-Donnerstag entschied ich mich dann für die Bahn. Immerhin fuhr der Nahverkehrszug durch. Da ich auf der Strecke an einem der ersten Bahnhöfe und auch zu einer relativ frühen Zeit einstieg, erwischte ich sogar einen Sitzplatz. Voll wurde es trotzdem. Spätestens ab Leverkusen durfte niemand mehr zusteigen. Aus den vergangenen Jahren weiß ich, dass man auf jeden Fall vor 8:00 Uhr in den Zug steigen muss, um nicht in Verhältnisse zu geraten, die an den japanischen Berufsverkehr erinnern. Die Rückfahrt trat ich dann auch schon gegen 16:00 Uhr an. Hier musste ich die ersten Minuten schon stehen, bis ich dann doch noch einen Sitz erwischte. Bei früheren Gamescoms hatte ich bei einer Rückfahrt zu späterer Stunde auch schon mal drei, vier Züge ausgelassen, weil ich mir das enge Kuscheln mit verschwitzten Gamescom-Besuchern nicht antun wollte.

Wer es allerdings wie Holger mit einem Hotel versuchte, konnte die Wirtschaftstheorie von Angebot und Nachfrage live erleben. Die Preise für ein Zimmer an den Messetagen wurden mit dem Faktor 4 multipliziert. Und dann durfte man noch dankbar sein, dass man überhaupt eins ergattert hat.

Gamescom 2016: Am Fachbesuchertag war noch Platz
Gamescom 2016: Am Fachbesuchertag war noch Platz

Gamescom 2016 – Zahlen, Daten, Fakten

Dass die Gamescom die weltgrößte Computer- und Videospielmesse ist, bestätigen auch in diesem Jahr wieder die Zahlen, die die Kölnmesse und der Veranstalter Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) vorgelegt haben. Wie im vergangenen Jahr tummelten sich auch diesmal 345.000 Besucher auf 193.000 m2 Ausstellungsfläche. Damit ist die Obergrenze erreicht. Mehr passt an den fünf Tagen einfach nicht in die Messehallen. Von den 345.000 waren 30.500 Fachbesuchern. Das waren 8 Prozent weniger als zuvor. Doch diese wurden locker mit Privatbesuchern aufgefüllt.

877 Unternehmen aus 54 Ländern zeigten ihre Produkte. Viele davon waren aber nicht für Privatbesucher zugänglich. Denn einige Hallen waren wie üblich ausschließlich den Fachbesuchern und Pressevertretern vorbehalten. Zum Rahmen-Programm der Gamescom gehörte wieder das Gamescom City Festival in der Kölner Innenstadt. Geboten wurden neben Anspielstationen für die neusten Spiele Live-Musik von rund 30 Bands und Künstlern, über 40 Futterkrippen mit sogenanntem „Streetfood“ und andere Entertainment-Angebote. Insgesamt sollen also gut eine halbe Millionen Besucher nach Köln gelockt worden sein.

Gamescom 2016 – unsere Highlights

Obwohl bereits der Presse- und Fachbesuchertag am Mittwoch die Hallen gut füllte, konnten Holger und ich doch noch recht gemütlich durch die Hallen schlendern und nach Titeln für Mac, iPhone, iPad und Apple TV Ausschau halten. Am ersten Privatbesuchertag verzogen wir uns dann hauptsächlich in den Businessbereich und waren dort vor den Gamer-Horden in Sicherheit. Dort lief mich allerdings ein in einem schwarzen Polo-Shirt mit Apple-Logo gewandeter Mensch fast über den Haufen. Was der wohl dort getrieben hat? Informationen über die neuesten VR-Titel eingeholt? Recherche-Arbeit für Cupertino? Wer weiß?

Zwei der Messe-Highlights befanden sich dennoch in den Privatbesucher-Hallen. Zum einen belegte natürlich wieder die große Retro-Ausstellung eine halbe Halle. An vielen Spielstationen konnte man sich über frühere Spielsysteme wie den Amiga, das Sega Megadrive oder auch Arcade-Automaten informieren und selbst alte Klassiker spielen.

Gamescom 2016: Eine Spielwiese für Retro-Fans
Gamescom 2016: Eine Spielwiese für Retro-Fans

Das zweite Highlight war der riesige Gemeinschaftsstand der Indie-Entwickler: die Indie Arena Booth in Halle 10 – organisiert in diesem Jahr unter anderem von Jana Reinhardt von Ratking Entertainment, die auf der Gamescom vor zwei Jahren mit TRI: Of Friendship and Madness (GOG/Steam) einen tollen Knobel-Platformer gezeigt hatten. Insgesamt konnte man auf dem 620 m2 großen Stand über 80 Spiele von 60 Entwicklern aus 18 Ländern anspielen. Darunter auch jede Menge Titel für macOS und iOS.

Gamescom 2016: Indie Games von Enthusiasten für Enthusiasten
Gamescom 2016: Indie Games von Enthusiasten für Enthusiasten

In den übrigen Hallen dominierten besonders drei Themen die Veranstaltung: Virtual Reality, eSports und die Fortsetzungen großer Spieletitel. Titanfall 2, Mafia 3, FIFA 17 – irgendwie scheint sich immer wieder zu bestätigen, dass die großen Publisher lieber auf Altbewährtes setzen, anstatt Neues zu wagen. Letzteres wird lieber den Indie-Entwicklern überlassen.

Games für Mac, iPhone und iPad

Doch dass eine Spiele-Fortsetzung nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss, sollte einleuchten. Wenn einem ein Spiel besonders gut gefällt, greift man sicher auch zum Nachfolger. Da wir aber hauptsächlich auf der Suche nach tollen Spielen für den Mac (und iPhone/iPad) waren, haben wir EA gleich links liegen lassen. Auch viele der anderen großen Publisher veröffentlichen Mac-Versionen von ihren Titeln zwar nicht selbst, vergeben aber meist Lizenzen an Portierung-Spezialisten wie Aspyr Media und Feral Interactive.

Ein kleiner Auszug aus der Liste der spannendsten Titel

Im Folgenden beschreiben wir kurz, welche Titel es für Mac und iPhone/iPad zu sehen gab. Wir konnten uns leider unmöglich alles anschauen. Zu den meisten Titeln geben wir Euch nach und nach in weiteren Artikeln ausführlichere Auskunft.

Die großen Namen

Bei 2K Games hat sich Holger beispielsweise Civilization VI und Mafia III angesehen. Die Vorgänger wurden bereits von Aspyr beziehungsweise Feral für den Mac umgesetzt. Simulationsfreunde konnten sich am Stand vom Landwirtschaftssimulator 17 gemeinsam mit einem Kuhdarsteller und zwei Jung-Bäuerinnen vor einem Traktor fotografieren lassen. Giants Software, Focus Home Interactive und Astragon bringen das Spiel auch für den Mac.

Gamescom 2016: Einer der besten Messestände war der von Kalypso
Gamescom 2016: Einer der besten Messestände war der von Kalypso

Am Stand von Kalypso Media gab es viele Anspielspationen. Für den Mac hatten die Wormser Sudden Strike 4, Project Highrise, The Metronomicon und Vikings – Wolfes of Midgard im Gepäck, die wir uns im lauschigen Businessbereich angeschaut haben. Auch einige Mobilspiele hatten sie im Gepäck, für die wir leider keine Zeit hatten.

Atari schien auf der Gamescom keinen eigenen Stand zu haben. Im Hotel gegenüber gab es allerdings eine Vorführung des kommenden Rollercoaster Tycoon World. Die Early-Access-Version gibt es bereits auf Steam – allerdings derzeit nur für Windows. Außerdem gab es ein kleines Free-2-Play-Spiel fürs iPad zu sehen.

Bei Square Enix gab es natürlich Final Fantasy XIV für den Mac und Deus Ex GO für iOS zu sehen. Letzteres Spiel haben wir im Businessbereich angespielt und derzeit schon im Testlabor.

Am Stand von THQ Nordic konnte man die Spielumsetzung von Markus Heitz‚ Fantasy-Hit Die Zwerge bestaunen. Wir haben als private Unterstützer der Kickstarter-Kampagne Zugang zur Beta-Version und uns daher den Besuch gespart. Es gab ja noch genug anderes zu sehen.

Microïds zeigte mit der lange erwarteten Adventure-Fortsetzung Syberia 3 und dem Motorrad-Fun-Racer Motor Racer 4 zwei vielversprechende Titel. Außerdem hatten die Franzosen noch eine frühe Version des Adventures Yesterday Origins im Gepäck, das sich um zwei Unsterbliche dreht.

Bei Wargaming.net gab es die finale Version des Reboots des Master of Orion zu bestaunen, das Spiel ist auch schon im Handel und in unserem Testlabor. Außerdem feierte man ausgiebig den 100. Geburtstag des Panzers in World of Tanks und die Kapitäne in World of Warships dürfen nun auch mit deutschen Schiffen die Weltmeere unsicher machen.

Die kleineren Namen

Daedalic unterstützte die Mac-Plattform wie immer sehr gut und hatte wohl einen kleinen Stand bei THQ Nordic. Wir waren im Businessbereich und haben uns folgende Titel zeigen lassen: Silence – The Wispered World 2, The Long Journey Home, State of Mind, Caravan, Bounty Train und Shadow Tactics.

Bei Versus Evil konnten wir uns ebenfalls im Businessbereich die iOS-Versionen der interessanten Games Dungeoneering und Anti Hero anschauen. Mit Like A Boss gab es leider technische Probleme.

Am Business-Stand der PR-Firma Cosmocover gab es ebenfalls viele tolle Titel zu sehen. Von Gambitious haben uns Outreach, Diluvion, Zombie Night Terror, Oh,Sir!, Transport Fever und RunGunJumpGun gefallen. Am selben Stand gab es auch den SEGA Motorsport Manager zu bewundern.

Gamescom 2016: Bei Application Systems Heidelberg gab es mit Cape Lucem auch ein interessantes VR-Spiel (nur Windows) zu sehen
Gamescom 2016: Bei Application Systems Heidelberg gab es mit Cape Lucem auch ein interessantes VR-Spiel (nur Windows) zu sehen

Am Baden-Württemberg-Stand im Businessbereich gab es die neuesten Titel von Application Systems Heidelberg zu sehen: Unforeseen Incidents für den Mac, die iOS-Version von Nelly Cootalot sowie das VR-Spiel Cape Lucem. Letzteres gibt es aufgrund der VR-Thematik leider nur für Windows.

Deep Silver Fishlabs zeigte Galaxy on Fire 3 und Sacred Legends für iOS.

Die Casual Spezialisten der European Games Group stellten mit Tiles & Tales ein charmantes Free-To-Play-Puzzle-RPG vor und bauen ihre Präsenz auf Steam mit Big Bang Empire weiter aus.

Rortos ist ein italienische Softwareschmiede, die sich ganz dem Genre der Flugsimulation verschrieben hat. Dabei bieten die Spiele einen überraschend einfachen Einstieg, lassen sich aber auch auf Hardcoreniveau steuern. Neu im Gepäck hatte man eine Simulation der amerikanischen Kunstflugstaffel Blue Angels, die sowohl auf iOS-Geräten als auch auf Macs im Anflug ist. Und wer mehr auf Schiffe steht, der kann in Marina Militare neben Jets und Helikoptern auch sämtliche Schiffe der italienischen Marine steuern, inklusive der prächtigen Amerigo Vespucci steuern.

Das polnische Studio AT Games hatte neben dem ambitionierten Full of Stars, ein „story driven arcade game“, das beim Anspielen einen guten Eindruck machte, auch noch das abgedrehte Laser Kitty Pow Pow dabei. Ein kleines Free-to-Play-Spiel für zwischendurch, in dem per Laserstrahlen verschießenden Katzenkopf Ninjas abwehren muss. Und nein, ich habe keinen Schimmer, wie man auf solche Ideen kommt.

Am Schweizer Stand war ich auch, dort gab es unter anderem den Dual-Stick-Shooter Airheart der Blindflug Studios zu sehen und zu spielen.

Neben den zahlreichen Terminen gab es auch wieder einige unverhoffte Begegnungen am Wegesrand. Bei mir war es das Retro-lastige Huntdown, ein vertikal scrollender Run-&-Jump-Shooter aus Schweden und der minimalistische Plattformer sU, den ein Belgier in einem selbstgebauten Arcadekasten zeigte. Beide Spiele sind völlig unterschiedlich, aber auf ihre Art spielenswert.

Und dann gab es noch Orwell, ein wirklich fantastisches Spiel, in dem ihr einen Überwacher mimt und mittels Kameras und Mailhacks ein Attentat aufklären müsst. Dabei gilt es, Fakten zu sortieren und abzuwägen. Und Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen die über Freiheit oder Gefangenschaft bestimmen. Leider ist von diesem Spiel noch keine Mac-Version geplant, aber das Konzept der Hamburger Osmotic Studios ist wirklich großartig, da lohnt dann auch einmal ein Blick über den Tellerrand.

Zu einigen dieser Titel bekommt Ihr hier auf macinplay in den nächsten Tagen detailliertere Infos.

Gamescom 2016 – unser Fazit

Eines ist sicher: Die Gamescom 2016 war nicht alleine den Windows- und Konsolenspielern vorbehalten. Auch für uns Mac-, iPhone- und iPad-Spieler gab es wieder viel zu sehen. Beim größten Trend – den Virtual-Reality-Games – bleiben die Apple-Plattformen aber außen vor. Das liegt zugegebenermaßen nicht an den Spiele-Entwicklern oder VR-Hardware-Herstellern, sondern an Apple selbst. Denn leider stattet das kalifornische Unternehmen seine Rechner nur noch in den Top-Modellen mit dedizierten Grafik-Chips aus. Ein Großteil der Mac-Produktpalette muss mit Intel-Chipsätzen auskommen, die auch nicht annähernd genug Grafikleistung bringen, um damit Virtual-Reality-Inhalte darstellen zu können. Aber wahrscheinlich arbeitet Apple im Hintergrund an einer eigenen VR-Lösung.

Auch eSports ist kein Thema für Mac-Spieler. Und große Titel wie die FIFA-Reihe finden erst gar nicht den Weg auf den Mac. Bei anderen AAA-Games darf man auf die Umsetzungs-Arbeit von den erfahrenen Mac-Profis bei Feral Interactive und Aspyr Media hoffen. Und dennoch ist die Gamescom auch eine Messe für Mac-Gamer.

Mittelgroße und kleine Publisher wie Kalypso Media, Astragon oder Daedalic Entertainment halten dafür die Mac-Fahne hoch. Bei ihnen gibt es immer etwas zu gucken. Auch die Indie-Entwickler müssen wir loben. Versionen ihrer Spiele für Mac und/oder iPhone/iPad sind fast immer drin. Wer die Messe jedoch als Privatbesucher ansteuert und keinen Zugang zum Businessbereich hat, bekommt unter Umständen nur die Hälfte der Titel zusehen. Aber alleine das lohnt sich schon. Und für den Rest habt Ihr uns. Wir schauen uns für Euch um. Und nächstes Jahr sind wir wieder vor Ort.

Gamescom 2017 – ein Ausblick

Auch 2017 wird die Gamescom wieder in Köln laufen. Allerdings wird es kleine terminliche Änderungen geben. Die Veranstalter haben angekündigt, dass die Messe ab dem nächsten Mal in die letzte volle August-Woche rutschen wird. Außerdem wird die Messe nicht wie sonst von Mittwoch bis Sonntag stattfinden, sondern erstmals von Dienstag bis Samstag. Die Gamescom 2017 wird also von Dienstag, den 22. August, bis zum Samstag, den 26. August, in Köln stattfinden.

Der erste Tag bleibt wie gehabt den Fachbesuchern und der Presse vorbehalten. Mittwoch bis Samstag dürfen dann die Privatbesucher in die Messehallen. Wer nicht in der Nähe wohnt und die weite Anreise und/oder die teuren Übernachtungspreise scheut, darf sich auf uns verlassen. Wir werden wieder vor Ort sein und berichten. Vielleicht dann auch von Virtual-Reality-Games für den Mac.

Wenn jemand Lust hat, uns bei macinplay zu unterstützen, News zu schreiben, Games zu testen oder auch bei der Gamescom 2017 dabei zu sein, darf sich gerne an uns wenden. Wir suchen immer tatkräftige Unterstützung. Gemeinsam können wir dann noch umfangreicher über die Gamescom berichten.

Bilder von der Gamescom 2016

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Autoren und Bilder: David und Holger