Gamescom 2016 – Orwell – Ich sehe dich

Ein langweiliger Tag im Überwachungszentrum, auf der Freedom Plaza ist alles ruhig. Zwar erkennt die Gesichtserkennung eine vor kurzem festgenommenen Person, aber das war nur ein kleines Vergehen während einer dieser Demos. Gelangweilt schalte ich auf die nächste Kamera um.

Seitdem das Orwell Programm läuft ist es auf den Strassen sehr viel ruhiger geworden, denke ich, als plötzlich eine Explosion die Idylle zerreißt…

 

 

So beginnt eines der spannendsten Projekte die ich auf der Gamescom zu sehen bekam. In dem Spiel der Hamburger Osmotic Studios spielt ihr einen Überwacher der herausfinden muss wer und warum auf dem zentralen Platz der Hauptstadt eines fiktiven Staates eine Bombe gezündet wurde. Dazu steht euch ein ein ebenfalls fiktives (?) Tool namens Orwell zu Verfügung. Hier könnt ihr alle Hinweise sammeln und verknüpfen um nach und nach die Zusammenhänge aufzudecken.

Der erste Anhaltspunkt ist natürlich die „polizeibekannte Person“ die ihr auf dem Monitor gesehen habt. Mit Hilfe der Software bohrt ihr euch langsam aber sicher in das Privatleben von Cassandra Watergate. Ihr folgt ihr in den sozialen Netzwerken, überprüft ihre Kontakte, lest die eMails und  müsst diese Informationsflut ordnen und bewerten. Denn so perfekt ist die Software dann doch nicht, ohne eine letzte Instanz, die die Hinweise ordnet und einschätzt geht es dann doch (noch) nicht. Aber seit auf der Hut, denn auch die Überwacher haben eine letzte Instanz über sich…

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Orwell ist auf den ersten Blick ein Spiel das ein wenig an die klassischen Textadventure meiner Jugend erinnert. Aber nach wenigen Minuten wird klar das es mehr ist. Orwell zeigt uns wie Überwachung funktioniert und wie leicht unser aller Spuren bequem vom Schreibtisch aus zu verfolgen sind, aber es zeigt auch wie man Informationen falsch interpretieren kann. Damit ist Orwell ein Lehrstück in Zeiten in denen wir lernen müssen das es trotz massiver Überwachung keine endgültige Sicherheit gibt, aber die Behörden trotzdem schon vom nächsten Schritt träumen.

Damit ist Orwell wohl das nächste Spiel für das ich meine Bootcamp-Partion aus dem Dornröschenschlaf holen werde. Denn wenn es Ende des Jahres erscheint, dann wird es wohl nur für Windows erscheinen.

Auf Sream ist es jedenfalls schon mal gelistet.

Orwell
Entwickler: Osmotic Studios
Preis: 9,99 €
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