Gamescom 2017 – Tag 0

Die Gamescom 2017 startete wie in den Vorjahren mit einem Fachbesucher- und Medientag. Wir haben die Chance genutzt und die Messe abseits des Privatbesuchertrubels besucht.

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Im Vorfeld der Gamescom 2017 konnte ich nur wenige Termine mit den Ausstellern abmachen. Daedalic beispielsweise war schon früh ausgebucht. Außerdem erhielt ich viele Absagen von Publishern, die angaben, diesmal keine Mac-Titel mit nach Köln gebracht zu haben. Dazu gesellte sich mal wieder die Unwissenheit vieler Marketing-Leute, die nicht einmal wussten, dass die Spiele, die sie bewerben sollten, auch für den Mac in Arbeit sind. Ich nenne jetzt keine Namen, denn wir wollen ja auch Test-Versionen bekommen, wenn die Spiele dann endlich erschienen sind. Nervig ist die Mac-Ignoranz im Spielemarkt aber immer noch.
Nunja, kurz vor Messebeginn hatte ich dann doch noch ein paar Termine im Kalender stehen. Den Rest der Zeit – ich konnte mir nur einen Tag für die Gamescom freinehmen – wollte ich durch die Hallen schlendern und schauen, was sonst noch für Mac-Gamer interessant sein könnte.
Ich hatte mir für meinen Messerundgang Tag 0 der Gamescom – also den Fachbesucher- und Medientag – ausgesucht. Kollege Holger wollte sich dann an den Tagen 1 und 2, als die Privatbesucher in die Hallen strömten, durchs Getümmel quetschen.
In Köln war wieder Messe: Gamescom 2017
In Köln war wieder Messe: Gamescom 2017

Gamescom 2017 – Anreise der Lemminge

Ich war mir etwas unschlüssig, ob ich diesmal den Zug oder das Auto Richtung Köln nehmen sollte. Im vergangenen Jahr hatte ich beides ausprobiert. Und beide Transportvarianten hatten sich als Katastrophen erwiesen. Die Züge waren voller als die Tokioter U-Bahn zur Rush-Hour während der Olympischen Spiele. Mit dem Auto quälte ich mich 2016 zwar bequem, dafür aber stundenlang über die relativ kurze Strecke Duisburg-Köln, um dann auf dem Messegelände vor dem vollen Presseparkplatz zu stranden. Glücklicherweise war noch was auf dem Besucher-Parkplatz frei. Die Rückfahrt dauerte noch länger. Auf der Auffahrt zur A3 stand sogar eine Ampel, die immer nur ein Auto auf die Autobahn gelassen hatte. Hätte auch nur ein Smart die Ampel ignoriert, die A3 wäre explodiert.
Nunja, in diesem Jahr hatte ich etwas Glück. Auf dem Duisburger Hauptbahnhof stieg ich in den Regionalexpress Richtung Köln und bekam sogar noch einen Sitzplatz. Die Pendler waren recht freundlich, wahrscheinlich auch weil nicht ganz so viele Nerds einstiegen wie zu Messezeiten gewohnt. In den Vorjahren ernteten die Gamescom-Besucher meist böse Blicke von den normalen Pendlern. Wer will schon morgens auf dem Weg zur Arbeit von so vielen, oftmals noch nicht volljährigen Teenagern, die ununterbrochen von irgendwelchen neuen Konsolen oder Pokémon schwafeln, beim Wachwerden gestört werden?

Ab durch die Baustelle

So konnte ich einigermaßen pünktlich am Bahnhof Köln-Messe/Deutz aussteigen und Richtung Messegelände wandern. Als erstes fiel mir die große Baustelle auf, durch die die Besucherströme gelenkt wurden. Dann folgte vor dem Eingang die Sicherheitskontrollen, die noch strenger waren als im Vorjahr. Ich musste tatsächlich jede Tasche und jeden Reißverschluss an meinem Rucksack, meiner Kabeltasche, meiner Kameratasche und meiner Federmappe öffnen. Alles wurde durchwühlt. Zum Glück blieben andere Reißverschlüsse verschlossen, wohl aber nur weil meine Kontrolleurin zu langsam war und sie sonst ihr Besucher-pro-Zeiteinheit-Pensum nicht geschafft hätte.
Endlich am Eingang Süd der Messe angelangt, durfte ich mich dann in die nächste Schlange einreihen – in die der Presseleute. Während die Aussteller geschäftig in die Messehallen strömten, um ihre Stände startklar für die erwartete Journalistenmeute zu machen, standen eben jene sich die Füße platt. Einlass für die Schreiberlinge, Kameraleute und all ihre Kollegen war eine Stunde später – zusammen mit den Fachbesuchern um 9:00 Uhr. Die weniger Privilegierten – also alle, die sich nicht Aussteller, Fachbesucher oder Journalisten/Blogger nennen – durften dann erst um 10:00 Uhr rein.
Gamescom 2017: Am Fachbesucher- und Medientag war es noch recht übersichtlich, vor allen Dingen im Fachbesucherbereich
Gamescom 2017: Am Fachbesucher- und Medientag war es noch recht übersichtlich, vor allen Dingen im Fachbesucherbereich
Um 9:00 Uhr war es also dann für mich soweit. Glücklicherweise stand ich recht weit vorne in der Schlange und konnte schnell hinein. Alles in allem schien mir in diesem die Messe deutlich entspannter als in den Vorjahren. Vielleicht bin ich aber inzwischen auch einfach in dem Alter, in dem mir alles am A… vorbeigeht und mich kaum noch etwas aus der Ruhe bringt.
Bevor ich jetzt über den eigentlich Kern der Messe – die Computerspiele – berichte, folgt ein kurzer Exkurs ins Politische.

Politische Schaubühne

Die Gamescom 2017 war wie keine ihrer Vorgänger so von der Politik ins Visier genommen worden. Entweder wird die Gaming-Industrie und/oder die Gaming-Kultur endlich von den Politikern als wichtig genug wahrgenommen oder es lag einfach an den bevorstehenden Bundestagswahlen, dass sich so viele Politiker auf der Messe zeigten und damit sowohl die Digitalwirtschaft als auch die Jungwähler auf ihre Seite ziehen wollten.
Gamescom 2017: Eröffung der gamescom 2017 mit v.l.n.r. Sean Casey (Parliamentary Secretary to the Minister of Canadian Heritage, Kanada), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Stadt Köln), Armin Laschet (Ministerpräsident NRW), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Felix Falk (Geschäftsführer BIU), Tobias Haar (Vorstandsmitglied BIU), Gerald Böse (Vorsitzender der Geschäftsführung koelnmesse)(Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx)
Gamescom 2017: Eröffung der gamescom 2017 mit v.l.n.r. Sean Casey (Parliamentary Secretary to the Minister of Canadian Heritage, Kanada), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Stadt Köln), Armin Laschet (Ministerpräsident NRW), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Felix Falk (Geschäftsführer BIU), Tobias Haar (Vorstandsmitglied BIU), Gerald Böse (Vorsitzender der Geschäftsführung koelnmesse)(Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx)
Den Anfang machte die Kanzlerin. Wo Frau Dr. Merkel (CDU) sonst nur der Hannovermesse, der IFA oder der Cebit ihre Aufwartung machte, eröffnete sie in diesem Jahr die Gamescom 2017 und erzählte von der besonderen Bedeutung der Computer-Games und der gesamten Branche für die deutsche Wirtschaft. Gleiches salbaderte zuvor der neue Ministerpräsident von NRW, Armin Laschet (CDU), in Bezug auf sein Bundesland. Nach den Eröffnungsreden brachen die Kanzlerin und der Ministerpräsident gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) zum obligatorischen Rundgang durch die Messehallen auf. Mit dabei war auch Sean Casey (Liberal Party, Kanada), Staatssekretär im Ministerium für das Kanadische Erbe (u.a. zuständig für Kunst, Kultur und Medien). Denn Kanada war mal wieder Partnerland der Gamescom. Immerhin besuchte die illustre Runde nicht nur die großen der Branche, wie Sony und Ubisoft, sondern nahm sich auch Zeit für ein Gespräch mit Mareike Ottrand, der Mitgründern des kleinen Indie-Entwicklers Studio Fizbin.
Gamescom 2017: Eröffnung des gamescom congress, Wahlkampfarena, v.l.n.r. Colin Gäbel (Rocket Beans Entertainment), Peter Smits (PietSmiet), Florian Mundt LeFloid), Dr. Peter Tauber (CDU Generalsekretär), Hubertus Heil (SPD Generalsekretär), Matthias Höhn (DIE LINKE Bundesgeschäftsführer), Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen Politischer Bundesgeschäftsführer), Nicola Beer (FDP Generalsekretärin), Konrad-Adenauer-Saal, Congress Centrum Nord (Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Oliver Wachenfeld)
Gamescom 2017: Eröffnung des gamescom congress, Wahlkampfarena, v.l.n.r. Colin Gäbel
(Rocket Beans Entertainment), Peter Smits (PietSmiet), Florian Mundt LeFloid), Dr. Peter Tauber (CDU Generalsekretär), Hubertus Heil (SPD Generalsekretär), Matthias Höhn (DIE LINKE Bundesgeschäftsführer), Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen Politischer Bundesgeschäftsführer), Nicola Beer (FDP Generalsekretärin), Konrad-Adenauer-Saal, Congress Centrum Nord (Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Oliver Wachenfeld)

Wahlkampf mit Bühnentalk

Doch die Kanzlerin bildete nur die Spitze des politischen Eisbergs auf der Gamescom 2017. Am Mittwoch, den 23.08.2017 stand mit der Eröffnung des Gamescom Congress – der Fachtagung im Rahmen der Gamescom – durch den NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Pinkwart (FDP), ein weiterer politischer Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Getippt wurde das Ganze nur noch durch die Wahlkampf-Arena, bei der sich Politiker der fünf großen deutschen Parteien – allesamt Generalsekretäre beziehungsweise Bundesgeschäftsführer – den Fragen der Moderatoren und des Publikums stellen mussten. Es ging neben aktuellen Wahlkampfthemen natürlich auch um die Videospielkultur im allgemeinen und eSports im besondern, sowie um den Stellenwert der Digital-politik und den Einsatz von digitalen Medien in der Bildung. Den Fragen stellten sich Nicola Beer (FDP), Hubertus Heil (SPD), Matthias Höhn (Die Linke), Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Peter Tauber (CDU). Moderiert wurde das Ganze von den YouTubern Florian Mundt (LeFloid) und Peter Smits (PietSmiets) sowie von Daniel Budiman (Rocket Beans TV).

Wahlkamp-Arena im Video

Rundgang durch die Messehallen

Aber jetzt endlich ans Eingemachte – an die Spiele auf Gamescom 2017. Leider konnte ich mir nicht alles im Detail anschauen und kann von vielen Dingen nur kurz berichten. Dafür bot die Gamescom einfach zu viel – auch für Mac-Gamer. Vor dem ersten Termin hast eich noch etwas Zeit und begann mit einem ersten Rundgang durch die Hallen.
Gamescom 2017: Kindheitstraum - im Auto von Danger Mouse sitzen
Gamescom 2017: Kindheitstraum – im Auto von Danger Mouse sitzen

Danger Games

Als erstes fiel mir der Stand von Danger Games ins Auge. Das Design erinnerte mich sofort an eine meiner Lieblingsfernsehserien aus meiner Kindheit: Danger Mouse. Und tatsächlich handelt es sich bei Danger Games um ein Spiel mit den Charakteren der Zeichentrickserie um den Geheimagenten-Mäuserich Danger Mouse. Sowohl der nervige Assistent Lübke, als auch Danger Mouse’ Erzfeind Baron von Etzmolch sind mit von der Partie.
Allerdings geht es in dem Spiel nicht um ein spannendes Agenten-Abenteuer, einen Egoshooter, oder auch nur um ein Jump’n’Run. Vielmehr ist Danger Games ein Rennspiel im wahrsten Wortsinn. Es laufen darin vier Figuren aus der TV-Serie um die Wette. Dabei stellen sich ihnen etliche Hindernisse in den Weg, zum Beispiel riesige und sehr aggressive Hot Dogs. Entweder umgeht oder überspringt man diese Spaßbremsen oder setzt sich mit einer der vielen verschiednen Waffen zur Wehr. Diese Waffen erhält man über verschiednen Spielkarten, ähnlich wie bei Hearthstone oder anderen Sammelkartenspielen. Die gewonnen Punkte lassen sich zur Verbesserung der Waffen, Hilfsmittel oder Charakter einsetzen.
Das Spiel ist am ersten Privatbesuchertag der Gamescom für iOS und Android erschienen.
Am Stand von Danger Games habe ich dann auch erfahren, dass es eine Neuauflage der Zeichentrickserie gibt, die unter anderem auf Nickelodeon und Netflix laufen soll. Allein für diese Information hat sich der Messebesuch doch schon gelohnt.
Danger Mouse: TDG
Danger Mouse: TDG
Entwickler: 9th Impact
Preis: Kostenlos+
Danger Mouse: The Danger Games
Danger Mouse: The Danger Games
Entwickler: 9th Impact
Preis: Kostenlos+

Fortnite

Direkt neben dem gelben Flitzer von Danger Mouse konnte man ein Lama reiten. Nein, Tierquälerei gab es auf der Gamescom glücklicherweise nicht. Vielmehr konnten sich mutige Gamer auf ein mechanisches Lastentier schwingen und versuchen, trotz bockiger Bewegungen möglichst lange „im Sattel“ zu bleiben.
Gamescom 2017: Lama-Action am Fortnite-Stand
Gamescom 2017: Lama-Action am Fortnite-Stand
Die ganze Geschichte diente dazu, das neue Spiel von Epic Games zu bewerben. Fortnite wurde bereits auf Apples Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC 2015 als eines der ersten Mac-Spiele mit Unterstützung der hauseigenen Metal-API angekündigt. Es handelt sich um ein Survival-Sandbox-Game mit einem Co-Op-Modus. Es müssen Forts aufgebaut und gegen die anstürmenden Monsterhorden verteidigt werden. Das Spiel ist vor kurzem in einer Vorab-Version erschienen und wird bis zum finalen Release noch ordentlich glattgebügelt.
Das Spiel ist als eines von vier sogenannten Gründerpaketen zu erwerben, die mit verschiedenen Waffen, Helden und anderen hilfreichen Items ausgestattet sind. Der Preis reicht dabei von 39,99 Euro bis zu 149,99 Euro. Im Jahr 2018 wird das Spiel dann als Free-2-Play-Modell vertrieben.
Nähere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite des Spiels.

Trailer zu Fortnite

Große Publisher setzen auf Altbewährtes
Natürlich fielen besonders die riesigen Messestände der Top-Publisher EA, Ubisoft, Sony, Wargaming, Blizzard und Co auf. Doch wie zu erwarten, gab es dort wenig Neues zu entdecken. Ganz im Gegenteil – in diesem Jahr schien die „Crème de la Crème“ der Gaming-Industrie noch einfallsloser als je zuvor. FIFA 18, Assassin’s Creed: Origins, Forza Motorsport 7 – ein wahres Fest der Fortsetzungen. Mehr dazu könnt Ihr in unserer Lobeshymne auf die Innovationsfreude der Branche lesen: Gamescom 2017 – findige Firmen fertigen fantastische Fortsetzungen

Kostüme, Kräftemessen und Karrieren

Natürlich gab es auf der Messe neben dem eigentlich Kerngeschäft der Gamescom – der Vorstellung neuer Spiele –  auch ein großes „Begleitprogramm“. Wer dem eSports frönen wollte, wurde ebenso bedient wie die vielen Fans, die mit selbstgebasteltem Equipment und liebevoll geschneiderten Kostümen. Aber auch diejenigen, die ihr Hobby zur Profession machen wollten, wurden mit vielen Informationen bedient.
In Halle 9 konnten die Zuschauer Matches der ESL den Profi-Spielern unter anderem in den Disziplinen League of Legends, FIFA 17 und Counter-Strike: GO zujubeln. Aber auch Amateurturniere wurden ausgerichtet, So dass sich auch die eBreitensportler austoben konnten.
Gamescom 2017: gamescom ESL arena, Stand: Turtle Entertainment, Halle 9 (Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx)
Gamescom 2017: gamescom ESL arena, Stand: Turtle Entertainment, Halle 9 (Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx)
Blizzard veranstaltete auch ein Turnier zum Sammlekartenspiel Hearthstone. So wurden die Finalrunden der Hearthstone Global Games in Köln durchgeführt.

Wer bei Hearthstone gerne selbst erfolgreich sein möchte, sollte sich mal unsere Anfängertipps anschauen Die Tipps & Tricks zu Hearthstone findet Ihr hier.

Gamescom 2017: der Bereich family & friends in Halle 10 lud zum Retro-Gaming und Entspannen ein
Gamescom 2017: der Bereich family & friends in Halle 10 lud zum Retro-Gaming und Entspannen ein

Friends & Family

In der Friends&Family-Zone in Halle 10 fand man ausreichend Platz zum Relaxen. Im Retro-Bereich konnte man sich auf einer der vielen Sitzgelegenheiten niederlassen und dabei die Spiele der vergangenen Generationen genießen. Es standen bekannte und weniger bekannte Spielsysteme wie Amiga, Atari ST, C64, Sega Megadrive, SNK Neo Geo oder auch Arcadeautomaten bereit, um sich in der Gaming-Historie weiterzubilden. Der deutliche Vorteil bei den Retro-Spielen gegenüber den meisten anderen Messeständen war es, dass man beim Zocken sitzen durfte. Wer schon mal eine Messe besucht hat – egal ob Gamescom, Cebit oder eine Verkaufsmesse für Kinderbekleidung – weiß jede Sitzmöglichkeit zu schätzen. Nur bei den MMOs der großen Publisher, wie etwa Blizzard, gab es ähnlichen Luxus.
Doch neben alten Spielen auf alten Systemen gab es im Retro-Bereich auch einiges Neues zu bestaunen. So wurde ein Neuauflage des C64 angepriesen. Darüber hinaus wurden neue Spiele für schon lange nicht mehr hergestellte Systeme vorgestellt. Ein Gemeinschaftsstand von Amiga-Enthusiasten informierte über das aktuelle offizielle Betriebssystem und seine Derivate. Hier habe ich mich als alter Amiga-Fan dann auch festgequatscht und dadurch beinahe meinen ersten Termin verpasst. Dabei habe ich erfahren, dass es durchaus noch einige Firmen gibt, die einigermaßen erfolgreich neue Hard- und Software für den Amiga entwickeln und davon auch leben können. Natürlich sind die Preise deutlich höher als im Windows-Bereich, aber wahre Amiga-Fans sind durchaus bereit, etwas mehr Geld in ihr Hobby zu investieren als die Standard-PC- oder auch die Mac-Lemminge.
Außerhalb des Retro-Bereichs gab es zu aktuelleren Spielen wie Die Sims einige Anspielstationen. Hier konnte man bei deutlich geringerem Geräuschpegel als in den anderen Publikumshallen die eine oder andere Runde in Ruhe zocken.
Wer sich als Ausgleich zum stundenlangen Anstehen an den großen Spieleständen etwas körperlich betätigen wollte, dem standen ebenfalls ein paar Möglichkeiten zur Verfügung. So konnte man beispielsweise Headis, eine Mischung aus Tischtennis und Kopfball spielen. Es gab auch Tanzspiel-Automaten, an denen man sich verausgaben konnte. Die Halfpipe war allerdings noch verwaist, wurde aber bestimmt an den folgenden Tagen intensiv genutzt.
Gamescom 2017: back to the roots
Gamescom 2017: back to the roots
Wer darüber nachdachte, eine Karriere in der Gaming-Industrie anzustreben, war genau richtig auf der Gamescom. Universitäten, private Bildungsinstitute und Firmen aus der Gaming-Industrie priesen auf dem Gamescom Campus ihre zahlreichen Bildungsgänge und Jobangebote an. Egal ob Gamedesigner, Animationen, Soundtechniker, Programmierer oder Projektleiter – für die vielfältigen Interessen und Aufgabenbereiche bei der Spieleentwicklung wurden die verschiedenen Berufsbilder und Ausbildungen dargestellt, sowie Jobs angeboten.

Kauf mich

Zwischen den Publikumshallen und der Business Area gab es große Verkaufsflächen für Merchandising-Artikel. Alles, was irgendwie mit Computerspielen, Comics, Zeichentrickserien, Fantasy oder Science Fiction zu tun hatte, wurde als Action-Figur, Musik-CD, T-Shirt, Wecker, Hausschuh, Besteck, Klopapier und als sonstige Gegenstände des alltäglichen und nicht ganz so alltäglichen Gebrauchs angeboten. Der Fantasie und der Wünsche der Besucher standen nur die Füllstande ihrer Geldbörsen entgegen.

Business as usual

Der Business-Bereich blieb wie immer den Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten. Hier führten wie immer die Aussteller ihre Spiele und ihre in Arbeit befindlichen Projekte den Journalisten abseits der Privatbesucherströme vor. Dorthin führte mich auch der erste Termin.

Bumblebee

Der Indie-Entwickler Bumblebee war zwar mit keinem eigenen Stand vertreten, aber der Businessbereich bot sich für ein Treffen mit Tassilo Rau, dem Bumblebee-Gründer, an. Tassilo zeigte mir ein paar Spiele, die bereits erschienen sind. Schachspieler können sich mit 3D Chess messen. Schachspiele gibt es zwar einige. Mit dem Mac-Betriebssystem wird sogar seit vielen Jahren ein eigenes Programm mitgeliefert. Was 3D Chess allerdings interessant macht, ist der Chaos-Modus. Hier agiert die KI völlig unvorhersehbar und vielleicht auch nicht immer vernünftig. Selbst versierte Schachspieler können dadurch ganz schön ins Straucheln geraten.
3D Chess git es bei Steam.
3D Chess
3D Chess
Entwickler: bumblebee
Preis: 4,99 €
Für beinahe jedes Fahrzeug, jede Tätigkeit und jede Lebenslage gibt es irgendeine Simulation: vom Flugzeug über die Eisenbahn, den Traktor oder Fahrrad bis hin zur Ziege, dem Brot und sogar dem Felsen wird heutzutage alles simuliert, was bei Drei nicht auf den Bäumen ist.
Das Angeln gehört da schon zu den gewöhnlicheren Tätigkeiten am Computer. Selbst im erfolgreichen MMORPG World of Warcraft werden Angelwettbewerbe ausgetragen und manch ein Spieler hat mehr Zeit mit seiner Angelrute an irgendeinem See als mit einem Schwert oder Zauberstab in einem Dungeon verbracht.
Doch auch für die Angel-Enthusiasten hält Bumblebee ein Spiel parat: 3D Arcade Fishing. Hier gilt es – wie der Eine oder Andere es bereits vermutet haben mag – darum, die Angel in ein Gewässer auszuwerfen und den einen oder anderen Fisch damit herauszuziehen. Doch so simpel, wie es sich anhört, ist es nicht. Denn das Spiel bietet eine Vielzahl an Fischarten. Und jede Fischart springt auf einen anderen Köder an. Man kann sich die verschiedenen Köder im Spiel-eigenen Shop besorgen. Genauso besorgt man sich dort besseres Equipment, um auch stärkere Fische an Land ziehen zu können. Auch wenn sich die Idee eines Angel-Simulators für mich irgendwie absurd anhört, werde ich das Spiel mal ausprobieren. Irgendwie reizt es mich doch.
3D Arcade Fishing
3D Arcade Fishing
Entwickler: bumblebee
Preis: 4,99 €
Ghost Control Inc. darf nicht unerwähnt bleiben. Tassilo zeigte mir das Spiel zwar nicht nochmal, aber ich habe schon viele lustige Stunden mit der Geisterjägerei verbracht. Das Spiel gehört auf jeden Fall zu meinen Allzeit-Favoriten auf dem Mac.
Villagers gibt es ebenfalls schon ein wenig länger. Hierbei handelt es sich um ein Aufbauspiel, in dem man seine Siedlung mit Rohstoffen versorgen muss, um sie nach und nach auszubauen. Die Siedler lassen grüßen. Wir hatten das Spiel bereits im Test: Villagers.
Villagers
Villagers
Entwickler: bumblebee.
Preis: 19,99 €
In Vitra hingegen gibt es leider nur für Windows. Schade eigentlich, denn das japanophile Rollenspiel sieht toll aus und würde sich sicher auch auf dem Mac gut machen.
In Vitra - JRPG Adventure
In Vitra - JRPG Adventure
Entwickler: bumblebee
Preis: 4,99 €
Bumblebee hat allerdings auch zwei Titel in Arbeit. Zum einen richtet sich Harvest Life an alle Möchtegern-Farmer. Allerdings nicht an diejenigen, die gerne große Maschinen bedienen. Für jene Simulanten ist eher der Landwirtschaft-Simulator von Astragon gedacht – Trecker fahr’n!
Harvest Life erinnert eher – und nicht nur vom Namen her – an Harvest Moon.
Im Spiel erbt man einen Bauernhof und muss ihn nun bewirtschaften. Neben dem Bestellen der Felder gilt es auch diverse Mini-Spiele zu meistern, in denen man beispielsweise Holz hacken muss. Doch von Gülle und harter Arbeit alleine wird man nicht glücklich. Der Bauer oder wahlweise die Bäuerin braucht auch was fürs Herz. Und so kommt es, wie es kommen muss: Wir verlieben uns in die Postbotin / den Postboten. Von nun an gilt unser ganzes Streben, das Herz der /des Angebeteten zu gewinnen. Und er / sie bringt jeden Morgen die Zeitung. Ein Entrinnen ist unmöglich – resistance is futile!
Das Spiel soll bereits im Oktober erscheinen.
Puzzle with Your Friends ist wie Words with Friends – nur halt mit Puzzeln und nicht mit Wörtern. Man kann also gemeinsam (oder gegen?) seine Freunde Puzzle zusammensetzen. Wir sind gespannt, wie motivierend so eine Puzzle-Schlacht sein kann.

Outline Development

Bei schönstem Sonnenschein habe ich mich mit Tobias Müller und seiner Frau Meike bei im Schatten eines Baumes im Außenbereich der Messe getroffen. Tobias ist der Gründer von Outline Development und damit für viele Umsetzungen von Brett- und Kartenspielen auf den Mac und das iPhone und das iPad verantwortlich.
Zu den Top-Titeln für iPhone und iPad gehören unter anderem das geniale Café International, das Würfelspiel Qwixx und Gehirnjogging für Kids.
Qwixx
Qwixx
Preis: 4,49 €
Für den Mac gibt es von Outline Development die Spiele Sioux – Das Vermächtnis der Ogallala, Café International und Halli Galli.
Derzeit konzentriert man sich bei Outline Development hauptsächlich auf die Plattformen iOS und Android, wobei die iOS-Verkäufe wohl zwei Drittel des Umsatzes ausmachen. Derzeit arbeitet Outline Development an zwei Titeln, die beide wieder für Mobilgeräte erscheinen sollen: Heimlich & Co. sowie Abluxxen.
Heimlich & Co. war 1986 Spiel des Jahres. Die Lizenz für eine Computerspielumsetzung besitzt Outline Development bereits seit 2003. Allerdings ist man jetzt erst dazu gekommen, das Projekt in Angriff zu nehmen. Da kann man mal sehen, dass im Bereich Gesellschaftsspiele Lizenzen nicht ganz so teuer oder kompliziert sind, wie bei anderen Titeln aus der Popkultur. Außerdem erhält man das Artwork vom Originalgrafiker des Gesellschaftsspiels. So lassen sich mit relativ wenig Budget und einem kleinen Entwicklerteam Karten- und Brettspiele sehr schnell – in ca. 4 bis 6 Wochen – in eine Digitalversion überführen.
In Heimlich & Co. von Amigo geht es darum, seinen Geheimagenten möglichst viele Punkte sammeln zu lassen. Dabei weiß niemand der Spieler, welcher der jeweils anderen Geheimagenten zu welchem Mitspieler gehört. Und die Geheimagenten können von jedem Spieler bewegt werden. Erst am Ende des Spiels erfolgt die Auflösung, welcher der Agenten zu welchem Spieler gehört und wer gewonnen hat.
Der zweite Titel ist im Vergleich zu Heimlich & Co. mit einem Alter von drei Jahren noch recht frisch. Abluxxen ist ein sehr beliebtes Kartenspiel von Ravensburger. Sein Spielprinzip relativ simpel. Man muss möglichst viele Karten von der Hand ablegen. Abgelegte Karten ergeben nach dem Spielende Pluspunkte. Karten, die sich auf der Hand befinden, Minuspunkte. Natürlich gewinnt der Spieler mit der höchsten Punktzahl. Der Clou an dem ganzen Spiel ist jedoch, das die man den Mitspielern Karten aus ihren Ablagestapeln „abluchsen“ und auf die eigene Hand nehmen kann. Dadurch werden sicher geglaubte Partien noch einmal durcheinander gewirbelt.
Sowohl Abluxxen als Heimlich & Co sollen noch 2017 zuerst für iOS erscheinen.
Gamescom 2017: Stand: Application Systems, Halle 3.2 (Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner)
Gamescom 2017: Stand: Application Systems, Halle 3.2 (Bildrechte: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner)

Application Systems Heidelberg

An einem Besuch bei Application Systems Heidelberg kommt man als Mac-Spieler nicht vorbei. Schließlich versorgt uns das kleine Unternehmen aus dem Norden Baden-Württembergs seit vielen Jahren als Distribution, Publisher und Entwickler mit Software und Spielen für den Mac – und das in der Regel in deutscher Sprache. Volker Ritzhaupt, Chef von Application Systems und bekennender Retro-Fan, zeigte sich begeistert, den Entwickler Meinolf Amekudzi dazu bewegt zu haben, seinen Klassiker Oxyd neu aufzulegen. So machte er mich am Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg mit dem Entwickler bekannt und wir redeten über die gute alte Zeit der 8-Bit- und 16-Bit-Systeme im Allgemeinen und das Remake von Oxyd im Besonderen.
Das Original wurde 1990 für den Atari ST und später für den Amiga, MS-DOS, Macs und sogar für den NeXTcube veröffentlicht. Der NeXTcube war bekanntlich das vielbeachtete Computerprojekt von Steve Jobs, das er nach seinem Rausschmiss bei Apple begann und dessen Betriebssystem nach seiner Rückkehr zu Apple die Grundlage für OS X bildete. Weitere Infos zu Oxyd gibt es auf der offiziellen Webseite.
Nach dem Plausch mit Meinolf Amekudzi lotste mich Volker zu den Jungs von Backwoods. Die Entwickler hatten wie im Vorjahr das Mystery-Adventure Unforeseen Incidents dabei. Doch diesmal stand das Spiel kurz vor der Fertigstellung. Der Titel hat mir so gut gefallen, dass ich ihm einen eigenen Artikel gewidmet habe: Gamescom-2017-Hit: Mystery-Abenteuer Unforeseen Incidents.
Mehr Infos zum Spiel gibt es auf der offiziellen Webseite.
Natürlich hatte Application Systems auch ein paar bereits veröffentlichte Titel im Gepäck. Über das Adventure Nelly Cootalot – The Fowl Fleet hatten wir bereits im vergangenen Jahr berichtet und inzwischen haben wir auch einen Testbericht dazu veröffentlicht: Nelly Cootalot – The Fowl Fleet.
Auch Frag doch mal…die Maus! ist ein Altbekannter. Es handelt sich um die Umsetzung der Spielshow aus dem Fernsehen und ist besonders für Familien mit Schulkindern gedacht. In dem Spiel muss man verschiedene Wissensfragen beantworten. Wer die meisten Fragen am schnellsten beantwortet und damit als Erster ins Ziel kommt, gewinnt.
Außerdem zeigte Application Systems wieder sein erstes VR-Spiel Carpe Lucem. Aufgrund fehlender VR-Unterstützung von Apple gibt es das Spiel bislang leider nur für Windows-PCs.
Carpe Lucem - Seize The Light VR
Carpe Lucem - Seize The Light VR
Entwickler: Hammer Labs
Preis: 14,99 €
Gamescom 2017: Bei GOG.com gab es Northern Champions – ein Craftbier zum Spiel „The Witcher“
Gamescom 2017: Bei GOG.com gab es Northern Champions – ein Craftbier zum Spiel „The Witcher“

GOG.com

Als Nächstes war ich zum Messestand von GOG.com, dem Downloadportal für Computerspiele, eingeladen. Dort empfing mich Christoph Pardey. Wir plauderten über die Bedeutung von DRM und den Komfort von Download-Clients.
GOG.com bietet inzwischen über 1000 DRM-freie Spiele an. Davon sind ca. 700 mit dem Mac kompatibel. Einige ältere Titel sind zuvor gar nicht für den Mac erschienen und wurden vom GOG-Team selbst „portiert“ – mithilfe von einfachen Wrappern bis hin zu echten, nativen Games. Denn zum GOG-Team gehören echte Mac-Fans. Schade nur, dass die neuesten Games des zum selben Konzern gehörenden Spiele-Entwicklers CD Projekt RED  – The Witcher 3 und GWENT – bislang nicht für den Mac erschienen sind.
In einem späteren Artikel werde ich GOG.com detaillierter vorstellen. Zum Abschluss meines Besuchs am Stand der Polen kam ich noch in den Genuss eines eigens für The Witcher
gebrauten Bieres. PROST!

Messepreise

Jetzt hatte ich erstmal Kohldampf. Ich war ohne Frühstück aus dem Haus gegangen – vor 10:00 Uhr bekomme ich in der Regel keinen Bissen hinunter. Und jetzt hing mir der Magen in den Kniekehlen. Also beschloss ich, nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Zwischen den Messehallen im Außenbereich gab es jede Imbissstände. Ich entschied mich für etwas Einfaches: eine große Schale Pommes frites.
Doch eigentlich hätte ich mir den Snack auch sparen können. Denn erstens war das, was hier als „große Portion“ über die Theke gereicht wurde, im Imbissbuden-Normalbetrieb allerhöchstens eine Kinderprotion. Und zweitens grenzte das, was mir im Gegenzug zu dieser Zahnlückenfüllung aus der Geldbörse gezogen wurde, schon an Straßenraub. 6 Euro? Das sind ja fast 12 Mark! 24 Ostmark! 120 Ostmarkt auf dem Schwarzmarkt (nach Känguru-Rechnung)! Aber ich schweife ab…
Gamescom 2017: auch das war die Gamescom 2017 – Pommes für 6 Euro!
Gamescom 2017: auch das war die Gamescom 2017 – Pommes für 6 Euro!
Nach meinem Luxusmahl trieb es mich nochmal in die Halle 10 an die Indie Arena Booth.
Gamescom 2017: der heimliche Star in Inner World 2: Hack, die Taube
Gamescom 2017: der heimliche Star in Inner World 2: Hack, die Taube

The Inner World 2

Mit The Inner World – der letzte Windmönch ist die Fortsetzung eines meiner Lieblings-Adventures der letzten Jahre in der Mache. An der Indie Arena Booth konnte ich es anspielen und war sofort begeistert. Viele Rätsel, witzige Dialoge und eine spannende Geschichte rund um die Flötennasen versprechen ein spannendes Spiel. Erscheinen soll es Ende des Jahres 2017.
The Inner World
The Inner World
Entwickler: Headup GmbH
Preis: 11,99 €
The Inner World
The Inner World
Entwickler: Headup GmbH
Preis: 3,49 €

Teaser zu The Inner World – der letzte Windmönch

The Trail

Ebenfalls am Indie-Stand habe ich mir The Trail – Frontier Challenge von 22cans angeschaut. Als Pionier erkundet man die Wildnis und muss dabei verschiedene Aufgaben erfüllen. Dabei sammelt man jede Menge Gegenstände, baut neue Dinge und kommt dabei durch verschiedene Landschaften.
Ich konnte das The Trail eine Viertelstunde lang spielen Fundhabe großen Gefallen an der Erkundungstour gefunden. Interessanterweise ist das Spiel für Mac und Windows zum „Vollpreis“ auf Steam und für iOS und Android in den jeweiligen App Stores als Free-2-Play-Variante zu haben.
The Trail: Frontier Challenge
The Trail: Frontier Challenge
Entwickler: 22cans
Preis: 14,99 €
The Trail
The Trail
Entwickler: Kongregate
Preis: Kostenlos+

Behind the Stars and under the Hills

Das hallesche Entwicklerteam Ratking Entertainment hatte eine Spielbare Version ihres neuen Titels dabei. In Behind the Stars and under the Hills sucht die Protagonistin ihren vor zehn Jahren auf einer Expedition verschwundenen Vater. Doch wir haben es nicht mit „normalen“ Menschen zu tun, sondern mit einer Welt von humanoiden Tieren. Ratking selbst bezeichnet das Spiel als „first-person dungeon adventure game with detective elements and animal people“. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Ich habe ein paar Minuten der Pre-Alpha-Version spielen können und bin sehr gespannt auf das fertige Abenteuer.
Bis dahin empfehle ich, Ratkings letztes Werk TRI mal näher anzuschauen. Es lohnt sich.
TRI: Of Friendship and Madness
TRI: Of Friendship and Madness
Entwickler: Rat King Entertainment
Preis: 12,99 €

Teaser zu Behind the Stars and under the Hills

Semblance – Knobelspiel aus Südafrika

Zwischendurch stand ich einmal etwas geistesabwesend zwischen den vielen Indie-Spielen herum und wusste nicht genau, was ich mir noch anschauen sollte. Diese Situation hatte Ben Myres sofort erkannt und mich an seinen gerade verwaisten Stand gelockt: „Do you wanna play? Come here!“
Warum also nicht?! So kam ich in den Genuss von einer Partie Semblance. Das Spiel wird in Südafrika entwickelt und soll für Mac und Windows erscheinen. Es handelt sich um ein Plattform-Knobelspiel. Man bewegt einen kleinen schwarzen amorphen Knubbel durch die Level und muss den jeweiligen Ausgang freischalten, um weiterzukommen. Dabei gilt, es weit entfernte „Schalter“ zu betätigen, die über die normalen Plattformen nicht zu erreichen sind. Also muss man die Plattformen so in Richtung Schalter biegen, dass man durch einen Sprung an sie gelangen kann. Will man eine Plattform beispielsweise nach oben verbiegen, springt man solange von unten dagegen, bis sie die gewünschte „Beulenausdehnung“ erreicht.
Ob das Spiel mit einer Hintergrundgeschichte ausgestattet ist, vermag ich jetzt gar nicht zu sagen. Eine solche Story ist aber auch gar nicht nötig. Das Spiel hat auch so Spaß gemacht. Beim finalen Release werde ich es mir bestimmt genauer anschauen.

Teaser zu Semblance

Gamescom-Fazit

Nach der Gamescom steht Folgendes fest.
  1. Ich brauche eine neue Kamera, mein Modell kommt mit den schwierigen Lichtverhältnissen in den Messehallen nicht wirklich klar
  2. Nächstes Mal geht es wieder mit dem Zug zur Messe. Die Autofahrt zur Gamescom ist die Hölle! Die Zugfahrt nur das Fegefeuer.
  3. 2018 stehe ich früher auf, um mir vor der Messe den Bauch vollzuschlagen. Denn bei den Messepreisen für das Essen müsste ich sonst meine Familie und/oder meinen Mac abschaffen. Zu trinken gibt es allerdings genug bei den Ausstellern – zumindest im Business-Bereich.
  4. Wir brauchen noch tatkräftige Unterstützung für die Gamescom 2018. Holger und ich schaffen auch in drei Tagen nicht annähernd alles zu sehen, geschweige denn in angemessener Zeit nach der Messe entsprechende Artikel zu veröffentlichen. Wer mitmachen will, einfach bei uns melden! Gerne auch ab sofort. Zu berichten über Mac-Spiele gibt es genug – das ganze Jahr über, auch abseits der Gamescom.
Gamescom 2017: Tschüss Köln, bis zum nächsten Jahr!
Gamescom 2017: Tschüss Köln, bis zum nächsten Jahr!
Wir werden jedenfalls nächstes Jahr wieder auf der Gamescom sein.
Bis dahin: Spielt schön!

Weitere Berichte über die Gamescom 2017:

Bildergalerie Gamescom 2017